Wirtschaftspädagogik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftspädagogik (Bachelor)

Auch bekannt als: Wirtschaftspädagoge/-pädagogin · Handelslehrer/in

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Schulungs-, Seminar- und Unterrichtsräumen · zu Hause am Schreibtisch (Unterrichtsvor- und Nachbereitung) · in Büroräumen
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge68

Über den Beruf

Wirtschaftspädagogen und Wirtschaftspädagoginnen vermitteln an Berufs- und Fachschulen betriebs- sowie volkswirtschaftliche Grundlagen, erstellen praxisnahe Unterrichtskonzepte und prüfen, ob Lernziele erreicht wurden. Sie beraten bei Lernschwierigkeiten und entwickeln Lehrpläne fort. Außerhalb der Schule analysieren sie in Unternehmen den Qualifizierungsbedarf, entwerfen Aus- und Weiterbildungsprogramme, kalkulieren Kosten und werten den Lernerfolg aus. Bei Bedarf koordinieren sie auch Personalplanung, Personaleinsatz und Entgeltabrechnung. Digitale Werkzeuge gehören zum Alltag: Von Lernplattformen über digitale Tafeln bis zu Game-Based-Learning binden sie passende Formate in hybride Unterrichts- oder Trainingssettings ein. In Kammern, Verbänden oder Ministerien erarbeiten sie neue Ausbildungs- und Prüfungsordnungen und beurteilen Bildungsangebote nach wirtschaftlichen Kriterien, damit Lernende und Beschäftigte passgenau qualifiziert werden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen7
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Vorpraktikum
  • Ggf. Englischkenntnisse
  • Ggf. IT-Kenntnisse
  • Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Passende Studiengänge68

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftspädagoge/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.912 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung kannst du je nach Schulart, Tarifvertrag und Region zwischen 4.068 € und 5.969 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium in Wirtschaftspädagogik?

Das Bachelorstudium in Wirtschaftspädagogik dauert 3 bis 4 Jahre. Die Regelstudienzeit entspricht in Vollzeit sechs bis acht Semestern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftspädagogik?

Besonders hilfreich sind Wirtschaft/Recht, Mathematik und Englisch. Diese Fächer vermitteln dir wirtschaftliche Grundlagen, statistisches Handwerkszeug und die Sprachkompetenz, um internationale Fachtexte sicher zu nutzen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftspädagoge/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftspädagoge/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern zugutekommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Einstiegschancen.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftspädagoge/in?

Im Berufsalltag solltest du Lernmanagement-Systeme, interaktive Whiteboards und Game-Based-Learning-Tools souverän einsetzen können. Zudem werden Dokumentenkameras, digitale Zertifikatslösungen und Dokumentenmanagementsysteme genutzt, um Unterrichtsmaterialien oder Personalpläne effizient zu verwalten. Auch Konzepte wie Blended Learning und das Inverted-Classroom-Modell gehören zum modernen Methodenkoffer.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftspädagoge/in?

Der Arbeitstag wechselt zwischen Unterrichts- oder Schulungsräumen und längeren Phasen am Bildschirm im Büro oder zu Hause. Du trägst Verantwortung für ganze Lerngruppen, planst Unterricht sorgfältig und verbringst viel Zeit mit Vorbereitung, Evaluation und Konzeptarbeit am Computer.

Kann man sich als Wirtschaftspädagoge/in selbständig machen?

Ja, Wirtschaftspädagogen/innen können sich beispielsweise mit einem eigenen Nachhilfeinstitut oder einer privaten Weiterbildungseinrichtung selbständig machen. Auch freiberufliche Trainingsangebote für Unternehmen oder Beratung rund um Personalentwicklung sind üblich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftspädagoge/in?

Beliebte Fortbildungen reichen von Schulpädagogik, Fachdidaktik und Lernberatung über Erwachsenenbildung bis zu Personalplanung, Konfliktmanagement oder psychologischen Grundlagen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftspädagoge/in?

Nach dem Bachelor verbessert ein Master in Wirtschaftspädagogik, Berufspädagogik, Lehramt an berufsbildenden Schulen oder Betriebswirtschaft deine Chancen auf leitende Funktionen. Eine anschließende Promotion eröffnet Wege in Forschung, Bildungsverwaltung oder die Unternehmensberatung. Wer an Hochschulen lehren oder eine Professur anstreben möchte, ergänzt den Doktortitel oft noch um eine Habilitation.

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