Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (Master)

Auch bekannt als: Lehrer/in - berufliche Schulen · Berufsschullehrer/inLehrer/in an BerufskollegsLehrer/in an berufsbildenden SchulenDiplomagrarpädagoge/Diplomagrarpädagogin Berufsschullehrer/Berufsschullehrerin für TierproduktionDiplomingenieurpädagoge/Diplomingeneurpädagogin Berufsschullehrer/Berufsschullehrerin für BauwesenVocational education teacher (m/f) ·

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Klassenzimmern · in anderen Unterrichtsräumen der Schule, z.B. in Computerräumen, Werkstätten, Küchen, Labors · zu Hause am Schreibtisch (Unterrichtsvor- und Nachbereitung) · in Besprechungsräumen und Lehrerzimmern · im Freien (z.B. bei Exkursionen sowie je nach Berufsbereich beim praktischen Unterricht)

Über den Beruf

Lehrer/innen an berufsbildenden Schulen vermitteln Berufsschüler/innen fachtheoretisches Wissen und praktische Fertigkeiten – je nach Fachrichtung etwa in Metalltechnik, Elektrotechnik, Wirtschaft oder Sozialwesen. Sie planen Unterrichtseinheiten für ein Halbjahr, entwickeln passende Methoden und erstellen Arbeitsblätter, Präsentationen oder Lernvideos. Im Werkraum oder Labor bereiten sie Werkzeuge, Materialien und Maschinen vor, zeigen den sicheren Umgang mit CNC-Fräsen, Messgeräten oder Software und begleiten Projekte von der Idee bis zum fertigen Werkstück. Digitale Tafeln, Lernplattformen und Hybrid-Learning-Konzepte binden sie selbstverständlich ein. Nach dem Unterricht bewerten sie Hausaufgaben, Klassenarbeiten und digitale Portfolios, analysieren Lernfortschritte und passen Ziele an. Individuelle Förderung gehört ebenso dazu wie Beratung zu weiteren Ausbildungswegen. Für Prüfungen arbeiten sie mit betrieblichen Ausbilder/innen und Prüfungsausschüssen zusammen und gestalten so den Übergang von Schule in den Beruf.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen oder Berufskollegs
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Nachweis einschlägiger berufspraktischer Erfahrungen, Fertigkeiten und Kenntnisse
  • Nachweis über Masernschutz für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Karriere & Weiterbildung

Lehramt an berufsbildenden/beruflichen Schulen/Berufskollegs (Master)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Berufsschullehrer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.456 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.473 € und 6.428 €. Die Bezahlung richtet sich häufig nach Tarif- oder Besoldungsgruppen und steigt mit zunehmender Berufserfahrung.

Ist der Beruf als Berufsschullehrer/in körperlich anstrengend?

Der Job ist überwiegend geistig fordernd und verlangt keine dauerhafte Schwerarbeit. Du brauchst jedoch funktionsfähige Arme und Hände, um im fachpraktischen Unterricht sicher mit Werkzeugen und Maschinen umzugehen.

Wie sind die Berufsaussichten als Berufsschullehrer/in?

Die Berufsaussichten als Berufsschullehrer/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Bereich wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Berufsschullehrer/in?

Digitale Kompetenzen sind Pflicht. Lehrkräfte setzen Lernplattformen und Apps routiniert ein, um Material, Aufgaben und Lösungen online bereitzustellen. Blended- und Hybrid-Learning-Konzepte, das Flipped-Classroom-Modell oder Game-Based-Learning machen den Unterricht interaktiv. Digitale Tafeln, Dokumentenkameras oder Dokumentenmanagementsysteme unterstützen dich bei Präsentation und Organisation.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Berufsschullehrer/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Unterrichtsräumen, Werkstätten und dem Schreibtisch. Du trägst Verantwortung für die Sicherheit deiner Schüler/innen, bereitest deinen Fachunterricht sorgfältig vor und greifst dabei je nach Fachrichtung auch zu Maschinen, Werkzeugen oder PCs. Längere Bildschirmphasen für Zeugnisse, Gutachten oder Planung gehören ebenso dazu wie handwerkliche Aktionen im praktischen Unterricht.

Womit arbeitet man als Berufsschullehrer/in?

Zur Grundausstattung gehören Lehrbücher, Arbeitsblätter, Filme und Kartenmaterial. Interaktive Präsentationsflächen, Beamer oder Multi-Touch-Monitore helfen dir, Inhalte anschaulich darzustellen. Zusätzlich nutzt du Software für Lehr- und Stundenpläne, virtuelle Klassenzimmer, Lernplattformen oder Apps sowie klassische Bürohardware wie PC, Telefon und Internetzugang.

Kann man sich als Berufsschullehrer/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich – etwa durch den Aufbau einer privaten Nachhilfeschule. Dabei entwickelst du eigene Kursformate und gewinnst Kund/innen außerhalb des staatlichen Schulbetriebs.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Berufsschullehrer/in?

Berufsschullehrer/innen haben zahlreiche Fortbildungsoptionen. Schulpädagogik, Fachdidaktik oder Lernpädagogik vertiefen dein methodisches Repertoire. Daneben bringen Weiterbildungen in Lernberatung, Konfliktmanagement, Mediation oder psychologischen Grundlagen frischen Input für Klassenführung und Beratung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Berufsschullehrer/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über einen Master- oder Promotionsstudiengang in Bildungsmanagement. Damit qualifizierst du dich für Aufgaben in Schulentwicklung, Bildungssteuerung oder Leitungsfunktionen über die eigene Klasse hinaus.