Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und Weiterbildungspädagogin

Auch bekannt als: Bildungsberater/in · Berufspädagoge/Berufspädagogin (IHK) für Aus- und Weiterbildung · Initial and continuing training specialist (m/f)

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Büroräumen · an betrieblichen Lernorten, z.B. (Lehr-)Werkstätten
Dauer3-18 Monate
Offene Stellen3

Über den Beruf

Aus- und Weiterbildungspädagogen und -pädagoginnen ermitteln zunächst, welche Qualifikationen ein Unternehmen braucht, und entwerfen darauf abgestimmte Aus- und Weiterbildungsprogramme. Sie definieren Lernziele, wählen Methoden, integrieren digitale Lernmedien und kalkulieren Kosten. Während der Maßnahme begleiten sie Auszubildende und Beschäftigte, führen Beratungsgespräche, lösen Konflikte und nutzen Arbeitsabläufe als praktische Lerngelegenheiten. Sie entwickeln Prüfungen, bauen passgenaue Beurteilungssysteme auf und bereiten Teilnehmende gezielt auf Leistungsnachweise vor. Darüber hinaus messen sie den Erfolg von Bildungsangeboten, betreiben Bildungscontrolling und verbessern Qualitätsmanagementsysteme. Mit zielgerichtetem Ausbildungs- und Weiterbildungsmarketing gewinnen sie neue Lernende und sichern so den Wissenstransfer im Unternehmen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer3-18 Monate
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
  • Einschlägige Berufspraxis mit Bezug zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Geprüfter Aus- und Weiterbildungspädagoge/Geprüfte Aus- und WeiterbildungspädagoginAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Aus- und Weiterbildungspädagoge/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.606 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.758 € und 5.676 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Aus- und Weiterbildungspädagoge/in?

Die Weiterbildung dauert je nach Anbieter und Lernform zwischen 3 und 18 Monaten. Vollzeitkurse gehen schneller, während Teilzeit- oder Fernlernangebote mehr Zeit benötigen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Schwere körperliche Belastung gehört nicht zum Berufsbild, doch bestimmte Voraussetzungen sind wichtig. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, feinmotorisches Geschick am Computer, klares Sprechvermögen sowie gutes Seh- und Hörvermögen, um Lernende sicher zu unterweisen.

Welche digitalen Skills braucht man als Aus- und Weiterbildungspädagoge/in?

Aus- und Weiterbildungspädagogen/innen arbeiten mit vielfältigen digitalen Lerntechnologien. Du solltest Blended-Learning-Konzepte umsetzen, Lernplattformen und Apps betreuen, digitale Tafeln oder Dokumentenkameras für Präsentationen nutzen und Unterrichtsmaterial in Dokumentenmanagementsystemen verwalten. Auch das Inverted Classroom Model, digitale Lernzertifikate und der Einsatz von Lernrobotern können Teil deiner Arbeit sein.

Kann man sich als Aus- und Weiterbildungspädagoge/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich. Viele eröffnen ein eigenes Beratungsunternehmen für betriebliche Bildungsfragen oder übernehmen einen bestehenden Anbieter.

Wie sind die Berufsaussichten als Aus- und Weiterbildungspädagoge/in?

Die Berufsaussichten als Aus- und Weiterbildungspädagoge/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Genug Nachwuchs, aber Gesamtzahl der Fachkräfte rückläufig.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Aus- und Weiterbildungspädagogen/innen?

Mögliche Karriereschritte sind der Abschluss Berufspädagoge/-pädagogin über eine weitere Weiterbildung oder ein Studium der Berufspädagogik auf Bachelor- oder Masterebene. Damit kannst du strategische Bildungsaufgaben übernehmen oder Leitungsfunktionen in Personal- und Bildungsabteilungen anstreben.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Zur fachlichen Vertiefung stehen Themen wie betriebliche Aus- und Fortbildung, Lernpädagogik, pädagogische Diagnostik, Personalentwicklung, Teamführung oder Konfliktmanagement zur Wahl. Solche Kurse halten dein Know-how aktuell und eröffnen neue Tätigkeitsfelder, etwa als Lernberater/in oder Mediator/in.

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