Windparkmanager/Windparkmanagerin
Über den Beruf
Windparkmanager und Windparkmanagerinnen überwachen den technischen und wirtschaftlichen Betrieb ganzer Windparks. Sie begehen Türme und Gondeln, prüfen Rotorblätter, analysieren Betriebsdaten wie Windgeschwindigkeit, Drehzahl und Stromertrag. Auf Basis dieser Zahlen planen sie vorbeugende Wartungen, begleiten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen und koordinieren Reparaturteams, damit Ausfälle kurz bleiben. Parallel erstellen sie detaillierte Finanz- und Steuerpläne, vermarkten den erzeugten Strom, führen Buchhaltung und Jahresabschlüsse. Beim Abschluss von Pacht-, Service- oder Netzanschlussverträgen verhandeln sie Konditionen, kontrollieren Zahlungsflüsse und beraten Betreiber bei Investitionsentscheidungen. Als zentrale Ansprechpersonen stimmen sie sich mit Landeigentümern, Banken, Behörden und Umweltschutzorganisationen ab. Ihre Arbeit steigert den Energieertrag und verlängert die Lebensdauer jeder Anlage.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Windparkmanager/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.722 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.737 € und 7.074 €. Leitende Positionen in großen On- oder Offshore-Parks können darüber hinaus noch besser vergütet werden.
Wie sind die Berufsaussichten als Windparkmanager/in?
Die Berufsaussichten als Windparkmanager/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen bei der Jobsuche verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Positionen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, daher könnte der Wettbewerb längerfristig etwas zunehmen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Windparkmanager/in?
Windparkmanager/innen wechseln zwischen Büro, Leitwarte und Außeneinsatz im Windpark. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und teure Sachwerte und musst dabei zahlreiche DIN-Normen sowie Umwelt- und Sicherheitsvorschriften einhalten. Bildschirmarbeit, Analysen und Vertragsverhandlungen gehören ebenso dazu wie Begehungen in großer Höhe mit Schutzhelm und Absturzsicherung. Das Arbeitsumfeld kann bei Kälte, Nässe oder starkem Wind herausfordernd sein.
Womit arbeitet man als Windparkmanager/in?
Zum Equipment gehören Steuer- und Überwachungssoftware, Controlling- und Buchführungsprogramme sowie klassische Bürohardware wie PC, Internetzugang und Telefon. Bei Vor-Ort-Terminen nutzt du technische Komponenten von Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen, prüfst Bau-, Montage- und Wartungspläne und arbeitest mit DIN-Normen oder behördlichen Vorgaben. Präsentations- und Informationsunterlagen für Betreiber, Investoren und Behörden runden die Arbeitsmittel ab.
Kann man sich als Windparkmanager/in selbständig machen?
Ja, Windparkmanager/innen können sich beispielsweise mit einem eigenen Dienstleistungsbetrieb für die technische und kaufmännische Betriebsführung von Windparks selbständig machen. Dabei übernimmst du gegen Honorar das Monitoring, die Wartungskoordination und die Stromvermarktung für verschiedene Betreiber.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Windparkmanager/in?
Fachspezifische Kurse in Windenergie, elektrischer Energie- und Anlagentechnik oder Energieversorgung und ‑management halten dein Know-how aktuell. Ergänzend lohnen sich Seminare zu Projekt- und Qualitätsmanagement, Wartung & Instandhaltung sowie Kundenservice (CRM). Mit solchen Zertifikaten kannst du dich für leitende Funktionen empfehlen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Windparkmanager/in?
Wer Managementaufgaben anstrebt, setzt auf einen Master in Betriebswirtschaftslehre, Business Administration oder Unternehmensführung und übernimmt anschließend Bereichs- oder Standortleitungen. Mit einer Promotion in Erneuerbaren Energien eröffnen sich Forschungs- und Strategierollen in Konzernen oder Verbänden.
