Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor)

Auch bekannt als: Wirtschaftsingenieur/in · Diplom Ingenieurökonom/Diplom Ingenieurökonomin (Uni) · Industrial engineer (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktions- und Werkhallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge355

Über den Beruf

Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsingenieurinnen verbinden technisches Know-how mit betriebswirtschaftlichem Blick. Sie planen Produktionsanlagen, wählen kostengünstige Fertigungsverfahren und achten auf hohe Qualität sowie Umweltstandards. Im Fertigungsalltag gestalten sie Arbeitsabläufe, führen Verfahren zur Produktionssteuerung ein und analysieren Risiken. In Logistik und Beschaffung ermitteln sie Bedarfsmengen, wählen Lieferanten und optimieren Lager- und Transportsysteme – zunehmend mit Robotern, RFID oder digitalen Simulationen. Führt der Auftrag in den Vertrieb, analysieren sie Märkte, entwickeln Preis- und Marketingstrategien und beraten Kundschaft zu passgenauen Systemlösungen. Im Controlling werten sie Kennzahlen aus, kalkulieren Investitionen und sichern die Wirtschaftlichkeit von Projekten. Dabei weisen sie Mitarbeitende in neue Verfahren ein und koordinieren interdisziplinäre Teams, um Technik und Organisation eines Unternehmens durchgängig effizient zu gestalten.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule, Berufsakademie
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen6
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualem Studium i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Ggf. Englischkenntnisse
  • Ggf. Vorpraktikum

Passende Studiengänge355

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.438 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.325 € und 6.821 €. Gut bezahlte Branchen wie Chemie oder Maschinenbau und tarifgebundene Unternehmen treiben das Einkommen zusätzlich nach oben.

Wie lange dauert das Studium Wirtschaftsingenieurwesen?

Das Bachelorstudium umfasst sechs bis acht Semester, also 3–4 Jahre. Ein Praxis- oder Auslandssemester kann die Studiendauer verlängern, bringt dir aber wertvolle Berufserfahrung.

Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftsingenieurwesen?

Mathematik, Physik, Wirtschaft/Recht, Englisch und Informatik. Starke Leistungen darin erleichtern dir den Einstieg in Statistik, Technikmodule und internationale Fachliteratur.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftsingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Unternehmen voraussichtlich länger nach passendem Personal suchen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung insgesamt und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsingenieur/in?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Simulation, Business-Intelligence-Systemen und Business-Process-Management-Tools. Du solltest außerdem mit Auto-ID-Technologien wie RFID umgehen, den Einsatz von Cobots oder Apps zur Prozessüberwachung planen können und Kundendaten aus Customer-Data-Plattformen auswerten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsingenieur/in?

Die Tätigkeit kombiniert Büro- und Bildschirmarbeit mit Terminen in Produktionshallen oder bei Kundschaft. Verantwortung für Mitarbeiter/innen und teure Anlagen gehört oft dazu, ebenso unregelmäßige Arbeitszeiten und Dienstreisen – vor allem in Vertrieb, Beratung oder Projektmanagement.

Kann man sich als Wirtschaftsingenieur/in selbständig machen?

Ja, viele Wirtschaftsingenieure und ‑ingenieurinnen gründen ein eigenes Ingenieurbüro und bieten Beratungs-, Planungs- oder Projektierungsleistungen an. Verbände wie der VDI halten Informationen und Netzwerke für die Existenzgründung bereit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsingenieur/in?

Du kannst dein Wissen in Management, Unternehmensführung, Logistik, technischem Vertrieb oder Marketing vertiefen. Kurse in Softwareentwicklung, Programmierung oder betrieblicher Organisation erweitern dein Profil Richtung Digitalisierung und Prozessoptimierung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsingenieur/in?

Aufstiegschancen ergeben sich über eine Weiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder über ein Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen, Technologiemanagement oder Betriebswirtschaftslehre/Business Administration. Wer in Forschung oder Lehre an die Spitze will, kann promovieren und sich für eine Professur sogar habilitieren.

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