Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Windenergietechnik/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Windenergietechnik/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Servicetechniker/in - Windenergieanlagen · Servicetechniker/in - Windkraftanlagen · Wind turbine technician (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsorteim Freien an Windkraftanlagen · in Werkstätten und Werkhallen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2 Jahre (Vollzeit)
Offene Stellen11.186

Über den Beruf

Staatlich geprüfte Techniker und Technikerinnen der Fachrichtung Windenergietechnik errichten, warten und reparieren Windenergieanlagen. Sie montieren Großkomponenten wie Rotorblätter, Getriebe oder Generatorlager, justieren Hydraulik- und Steuerungssysteme und spielen neue Steuerungssoftware auf. Für Fehlersuche und vorbeugende Inspektionen nutzen sie Messgeräte, Drohnen oder digitale Zwillinge, werten Sensordaten aus und dokumentieren alle Schritte sorgfältig in Wartungsprotokollen. Nach der Inbetriebnahme weisen sie das Bedienpersonal ein und koordinieren den Kundendienst. In der Arbeitsvorbereitung planen sie Transportwege, Absicherungen und Montageabfolgen, kalkulieren Materialbedarf und stimmen Termine mit Fertigung und Logistik ab. Zudem fließen ihre Windanalysen und Netzanbindungskonzepte in die Projektierung neuer On- und Offshore-Anlagen ein. Bei Entwicklungsaufgaben konstruieren sie Bauteile im CAD, testen Prototypen und verbessern bestehende Anlagen, um Ertrag und Lebensdauer der Turbinen zu erhöhen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2 Jahre (Vollzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Mittlerer Bildungsabschluss

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Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Techniker/in für Windenergietechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise 4.137 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.320 € und 5.023 €. Größere Energieversorger und Offshore-Projekte zahlen häufig eher am oberen Ende der Spanne, während kleinere Servicebetriebe darunter liegen können.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Techniker/in für Windenergietechnik?

Die Weiterbildung an der Fachschule dauert in Vollzeit zwei Jahre. Entscheidest du dich für ein Teilzeit- oder Abendschulmodell, musst du mehr Zeit einplanen, weil sich die Lernphasen über mehrere Semester strecken.

Ist der Beruf als Techniker/in für Windenergietechnik körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd: Du montierst und wartest Bauteile oft in mehr als 100 Metern Höhe und musst dafür absolut schwindelfrei sein. Belastbare Arme, Hände und eine starke Rückenmuskulatur sind wichtig, weil du schwere Komponenten unter wechselnden Witterungsbedingungen befestigst oder löst. Schutzkleidung und Sicherungsgurte gehören zum Alltag, doch auch feinmotorische Arbeiten an Sensoren oder Leiterplatten verlangen Präzision.

Wie sind die Berufsaussichten als Techniker/in für Windenergietechnik?

Die Berufsaussichten als Techniker/in für Windenergietechnik sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was langfristig für mehr Konkurrenz sorgen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Techniker/in für Windenergietechnik?

Digitale Kompetenz ist im Job unverzichtbar: Du wertest Echtzeitdaten aus Anlagen aus und nutzt Dokumentenmanagementsysteme, um Wartungsberichte zentral zu speichern. Für Planung und Fehleranalyse kommen 3-D-Laserscanning, digitale Zwillinge und Geoinformationssysteme zum Einsatz. Beim Austausch von Großkomponenten arbeitest du mit Baurobotern oder Cobots zusammen und setzt Drohnen für visuelle Inspektionen ein.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Techniker/in für Windenergietechnik?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkstatt, Freifeld und Büro – oft bist du mehrere Tage am Stück auf Baustellen oder im Ausland unterwegs. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende, musst Kundinnen und Kunden einweisen und dabei zahlreiche technische Vorschriften einhalten. Präzisionsarbeit an Sensoren wechselt sich mit Handarbeit in Schutzkleidung ab, und längere Bildschirmphasen zur Dokumentation gehören ebenso dazu.

Kann man sich als Techniker/in für Windenergietechnik selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Techniker/innen gründen beispielsweise einen spezialisierten Wartungsservice, bieten Gutachten an oder reparieren Komponenten von Windkraftanlagen. Neben fachlichem Know-how brauchst du kaufmännische Kenntnisse und musst die hohen Sicherheits- und Haftungsanforderungen der Branche beachten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Windenergietechnik?

Nach der abgeschlossenen Weiterbildung kannst du dein Wissen themenbezogen vertiefen, etwa in Windenergie, elektrischer Energie- und Anlagentechnik oder Hydraulik. Beliebt sind auch Kurse zur elektrischen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie zur Konstruktion mit CAD. Solche Trainings halten dich technisch auf dem neuesten Stand und erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Techniker/in für Windenergietechnik?

Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du die Prüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in ablegen und damit kaufmännische Führungsaufgaben übernehmen.

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