Prüfarzt/Prüfärztin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Prüfarzt/Prüfärztin

Auch bekannt als: Arzt/Ärztin - Klinische Studien · Studienarzt/-ärztin · Clinical Investigator (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Klinik-, Praxis- oder Institutsräumen
Offene Stellen14

Über den Beruf

Prüfärzte und Prüfärztinnen planen klinische Studien, wählen Prüfzentren und erstellen Prüfpläne. Sie rekrutieren Probanden, prüfen per Screening, ob Ein- oder Ausschlusskriterien erfüllt sind, und klären jede teilnehmende Person umfassend über Nutzen und Risiken auf. Nach schriftlicher Einwilligung untersuchen und behandeln sie die Testpersonen gemäß den Vorgaben der Guten klinischen Praxis. Dabei dokumentieren sie Befunde, Neben- und Wechselwirkungen, werten Datensätze in Studiendatenbanken aus und leiten bei unerwünschten Ereignissen sofortige Maßnahmen ein. Während des gesamten Projekts überwachen sie die Qualitätssicherung, koordinieren Assistenz- und Pflegepersonal und beantworten Monitore sowie Sponsoren medizinische Fragen. Abschließend verfassen sie Abschlussberichte und schaffen damit die Grundlage für Zulassungsentscheidungen neuer Arzneimittel und Medizinprodukte.

Ausbildung & Zugang

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Prüfarzt/Prüfärztin?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 64.392 € und 81.612 € pro Jahr. Je nach Tarifvertrag, Facharztstatus und Verantwortungsbereich kann das Einkommen auch darüber oder darunter liegen.

Wie sind die Berufsaussichten als Prüfarzt/Prüfärztin?

Die Berufsaussichten als Prüfarzt/Prüfärztin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass neue Stellen entstehen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Positionen sind schwer zu besetzen und bieten Bewerber/innen damit gute Chancen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzlich Stellen frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Prüfarzt/Prüfärztin?

Die Tätigkeit bringt eine hohe Verantwortung für Studienteilnehmer/innen mit sich und kann emotional belastend sein. Du arbeitest häufig im Team, trägst Schutzkleidung, musst zahlreiche gesetzliche Vorgaben einhalten und verbringst viel Zeit an Bildschirm und medizinischen Geräten.

Womit arbeitet man als Prüfarzt/Prüfärztin?

Typische Arbeitsmittel sind klinische Datenbank- und Labor-Informationssysteme, Probandenakten, Prüfpläne sowie Arzneimittelprüfpräparate. Hinzu kommen PC, Telefon und Fachliteratur wie das Prüferhandbuch oder aktuelle Rechtsvorschriften.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Prüfarzt/Prüfärztin?

Du kannst dich zum Beispiel in Bereichen wie Pharmatechnik, Qualitätsmanagement, medizinische Dokumentation oder Hygiene fortbilden. Fachbezogene ärztliche Fortbildungen zu Humanmedizin, Gesundheitsmanagement oder Forschung und Entwicklung vertiefen zusätzlich dein Profil.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Prüfarzt/Prüfärztin?

Ein Master oder eine Promotion in Klinischer Forschung, Arzneimittelerprobung, Public Health oder Toxikologie eröffnet den Weg zu leitenden Positionen in Studienzentren oder in der pharmazeutischen Industrie. Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, kann mit Habilitation und Professur in Forschung und Lehre aufsteigen.

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