Humanmedizin (Staatsexamen) – Arbeitsumfeld
Studium

Humanmedizin (Staatsexamen)

Auch bekannt als: Arzt/Ärztin · Humanmediziner/inMedical doctor (m/f)Medical practitioner (m/f)Physician (m/f) ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Sprech- und Patientenzimmern · in Büroräumen · in Privatwohnungen (bei Hausbesuchen) · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer6 Jahre und 3 Monate
Studiengänge97

Über den Beruf

Ärzte und Ärztinnen befragen Patient/innen, untersuchen sie körperlich sowie mit Labor- und Bildgebung, stellen Diagnosen und planen Therapien. Sie messen Blutdruck, entnehmen Blut, veranlassen EKG-, Röntgen- oder CT-Aufnahmen und werten die Resultate aus. Auf dieser Basis verordnen sie Medikamente, Physiotherapie oder Bestrahlungen, führen Injektionen, Punktionen und kleine chirurgische Eingriffe durch und begleiten schwer erkrankte Menschen auch intensivmedizinisch. Ebenso beraten sie zu Impfungen, Früherkennung und gesunder Lebensweise, um Krankheiten vorzubeugen. In Notfällen leisten sie Soforthilfe und übernehmen lebenserhaltende Maßnahmen. Neben der direkten Behandlung dokumentieren sie Befunde, schreiben Rezepte, Gutachten und Überweisungen und koordinieren die Zusammenarbeit mit Pflegekräften und anderen Fachärzt/innen. In der Forschung wirken sie an klinischen Studien mit oder prüfen neue Arzneimittel auf Sicherheit und Wirksamkeit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer6 Jahre und 3 Monate
Zugangsvoraussetzungen5
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren, z.B. Studierfähigkeitstests oder Auswahlgespräche
  • Für Praxisphasen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen Masernschutz nachweisen
  • Ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B

Passende Studiengänge97

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Arzt/Ärztin?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.058 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 6.031 € und {{entgeltQ75}} €. Mit zusätzlicher Facharztqualifikation oder eigener Praxis kannst du dein Einkommen weiter steigern.

Wie lange dauert das Medizinstudium?

Das Studium der Humanmedizin umfasst 6 Jahre und 3 Monate. Im Anschluss absolvierst du das praktische Jahr und die ärztliche Prüfung, bevor du die Approbation erhältst.

Welche Schulfächer sind wichtig für das Medizinstudium?

Hilfreich sind vor allem Biologie, Chemie und Physik. Mathematik, Englisch und Latein erleichtern dir Statistik, Fachliteratur sowie die medizinische Terminologie.

Ist der Beruf als Arzt/Ärztin körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt durchaus körperliche Fitness, weil du bei Untersuchungen und Eingriffen oft stundenlang stehst. Eine robuste Gesundheit, funktionstüchtige Hände sowie gutes Farb- und Raumsehen sind außerdem wichtig, um präzise arbeiten zu können.

Wie sind die Berufsaussichten für Ärztinnen und Ärzte?

Die Berufsaussichten als Ärztin/Arzt sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ärztin/Arzt?

Digitale Kompetenz wird im ärztlichen Alltag immer wichtiger. Du solltest mit elektronischen Patientenakten, Krankenhausinformationssystemen, Telemedizin-Plattformen und KI-basierten Diagnosesystemen umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Arzt/Ärztin?

Ärzte und Ärztinnen tragen hohe Verantwortung, arbeiten eng im Team und müssen auch in belastenden Situationen ruhig bleiben. Präzisionsarbeit, der Umgang mit technischen Geräten sowie das Tragen von Schutzkleidung gehören ebenso zum Alltag wie Bildschirmarbeit für Dokumentation und Rezeptierung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Ärztinnen und Ärzte?

Fachfortbildungen decken ein breites Spektrum ab, etwa Medizintechnik, Strahlenschutz (Röntgenschein) oder Hygiene im Gesundheitsbereich. Auch Kurse zu Naturheilverfahren oder alternativen Therapien halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Arzt/Ärztin?

Nach der Approbation eröffnet dir die Facharztweiterbildung – z. B. in Innerer Medizin, Herzchirurgie oder Kinder- und Jugendmedizin – den Weg zu höherer Verantwortung und besseren Gehältern. Ein Master in Gesundheitsmanagement oder Medizinischer Informatik kann dich für Leitungspositionen qualifizieren. Für eine wissenschaftliche Karriere ist meist die Promotion, für Professuren zusätzlich die Habilitation erforderlich.

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