Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Frauenheilkunde und Geburtshilfe – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Auch bekannt als: Facharzt/-ärztin - Gynäkologie · Frauenarzt/-ärztinGynäkologe/GynäkologinMedical specialist (m/f) (U) - obstetrics and gynaecologySpecialist doctor (m/f) (U) - obstetrics and gynaecology ·

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Patientenzimmern · in Operationssälen · in Kreißsälen · in Büroräumen · in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben) · in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Dauer5 Jahre
Offene Stellen1.218

Über den Beruf

Fachärzte und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe erheben Anamnese, untersuchen Patientinnen und leiten Therapien bei Zyklusstörungen, Infektionen oder Tumoren ein. Sie führen Krebsfrüherkennung sowie Schwangerschafts- und Vorsorgeuntersuchungen durch, nutzen Ultraschall, Laboranalysen und KI-gestützte Bildauswertung, um Befunde präzise zu beurteilen. Bei Bedarf operieren sie minimal-invasiv, entfernen Eierstockzysten, sterilisieren oder nehmen eine Gebärmutterentfernung vor. Während der Geburt überwachen sie Mutter und Kind, setzen Schmerzlinderung ein und führen bei Komplikationen einen Kaiserschnitt durch. Auch die Nachsorge, zum Beispiel Stillberatung oder Rehabilitation nach Operationen, gehört dazu. Gynäkologinnen und Gynäkologen beraten zu Verhütung, Wechseljahren, gesunder Lebensweise und begleiten Paare in der Reproduktionsmedizin. Sie dokumentieren alle Schritte digital, erstellen Gutachten und koordinieren Teams sowie Abrechnungen. Digitale Patientenakten und Krankenhaus­informations­systeme erleichtern die verlässliche Dokumentation aller Maßnahmen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (nach Weiterbildung): Facharzt/Fachärztin
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern
Dauer5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Frauenheilkunde und GeburtshilfeAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit zusätzlicher Erfahrung, einer Spezialisierung oder einer leitenden Position in Klinik oder eigener Praxis kann dein Einkommen darüber hinausgehen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe?

Die Facharztweiterbildung ist auf 5 Jahre in Vollzeit angelegt. Entscheidest du dich für Teilzeit oder legst Elternzeiten ein, verlängert sich die Dauer entsprechend.

Ist der Beruf als Gynäkologe/Gynäkologin körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute körperliche Verfassung, weil du bei Untersuchungen und Operationen oft stundenlang stehst. Belastbare Arme, Hände und ein sicheres Farbsehvermögen sind ebenso wichtig wie ein robuster Umgang mit möglichen Infektionserregern.

Wie sind die Berufsaussichten als Gynäkologe/Gynäkologin?

Die Berufsaussichten als Gynäkologe/Gynäkologin sind gut. Die Beschäftigung in diesem Fach wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Außerdem führen viele Altersabgänge dazu, dass zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Gynäkologe/Gynäkologin?

Routine im Umgang mit elektronischen Patientenakten und Krankenhausinformationssystemen ist Pflicht. Du solltest außerdem 3-D-Laserscanning, KI-basierte Diagnosesysteme oder Augmented-Reality-Assistenz bei Operationen sicher einsetzen können, um Diagnose und Therapie auf dem neuesten Stand zu halten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Gynäkologe/Gynäkologin?

Die Arbeit ist von hoher Verantwortung und engem Patientenkontakt geprägt und kann emotional fordernd sein, etwa bei komplizierten Geburten. Präzisionsarbeit, Teamarbeit im OP, das Tragen von Schutzkleidung und regelmäßige Bildschirmarbeit für Dokumentation gehören zum Alltag.

Womit arbeitet man als Frauenarzt/Frauenärztin?

Zum Inventar zählen Ultraschall- und Blutdruckmessgeräte, EKG- und EEG-Systeme sowie verschiedene Medikamente. Hinzu kommen Patientendatenbanken, Arztbriefe und Fachliteratur, die du am PC oder Tablet mit Internetzugang verwaltest.

Kann man sich als Frauenarzt/Frauenärztin selbständig machen?

Ja, viele Gynäkologinnen und Gynäkologen eröffnen eine eigene Praxis oder schließen sich als Teilhaber/in einer Gemeinschaftspraxis an. Auch eine private Fachklinik ist möglich, sofern du die nötigen finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen erfüllst.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gynäkologe/Gynäkologin?

Ein Master in Gesundheitsmanagement oder Public Health kann den Weg in die Klinikleitung oder das Qualitätsmanagement ebnen. Mit einer Promotion qualifizierst du dich für Oberarzt- oder Leitungsfunktionen, eine Habilitation ist oft Voraussetzung für eine Professur oder die Position als Chefarzt/Chefärztin.

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