Epidemiologie (Master)
Auch bekannt als: Epidemiologe/Epidemiologin · Epidemiologist (m/f)
Über den Beruf
Epidemiologen und Epidemiologinnen erforschen, warum Krankheiten auftreten, sich ausbreiten oder zurückgehen. Dazu konzipieren sie Studien, legen Risikofaktoren fest und wählen geeignete Teilnehmergruppen. Sie erheben Daten durch Interviews, körperliche Untersuchungen sowie Blut- und Gewebeproben, dokumentieren alles elektronisch und führen Nachuntersuchungen. Mithilfe statistischer Verfahren, Simulationen und Predictive-Analytics-Tools analysieren sie die Angaben, erstellen Risikomodelle und prüfen, welche Umwelt-, Lebensstil- oder genetischen Faktoren Krankheiten begünstigen oder verhindern. Aus den Ergebnissen leiten sie Empfehlungen für Prävention und Gesundheitsförderung ab, bewerten die Qualität des Gesundheitswesens und beraten Behörden oder Öffentlichkeit zu Schutzmaßnahmen. Häufig entwickeln sie neue epidemiologische Methoden oder wirken an Softwarelösungen für Datenauswertung mit. Forschungsergebnisse veröffentlichen sie in Fachzeitschriften, halten Vorträge und betreuen Lehrveranstaltungen an Hochschulen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Sozialwissenschaften, Mathematik, Medizin, Gesundheitswissenschaften, Public Health oder Biologie
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge6
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Epidemiologe/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.996 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Region und Arbeitgeber kannst du zwischen 4.953 € und 6.952 € verdienen.
Ist der Beruf als Epidemiologe/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich wenig belastend, aber bestimmte Voraussetzungen sind wichtig. Du solltest ein sicheres Farbsehvermögen besitzen, um Laboraufnahmen korrekt auszuwerten, und eine widerstandsfähige Haut an Händen und Armen, weil du regelmäßig Schutzkleidung und Chemikalienkontakt hast.
Wie sind die Berufsaussichten als Epidemiologe/in?
Die Berufsaussichten als Epidemiologe/in sind eher schwierig. Positiv ist, dass die Beschäftigung bis 2040 weiter wächst. Gleichzeitig besteht aktuell nur ein geringer Fachkräftemangel, sodass offene Stellen schnell besetzt sind. Die Konkurrenz unter Bewerberinnen und Bewerbern dürfte zunehmen, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Epidemiologe/in?
Digitale Kompetenz ist im Fach unverzichtbar. Du solltest große Datensätze mit Statistiksoftware auswerten, elektronische Patientenakten und Dokumentenmanagementsysteme nutzen sowie Open-Data-Quellen in deine Analysen einbeziehen. Kenntnisse in numerischer Simulation und Predictive Analytics helfen dir zudem, Ausbreitungsmodelle zu erstellen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Epidemiologe/in?
Im Arbeitsalltag wechselst du zwischen Labor, Büro und Besprechungsraum. Du verbringst viel Zeit am Bildschirm, trägst im Labor Schutzkleidung und arbeitest mit Präzisionsgeräten wie Zentrifugen oder Spektrometern. Teamarbeit und Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung vor Infektionsrisiken prägen dabei den Job.
Womit arbeitet man als Epidemiologe/in?
Zum Equipment gehören Blut- und Gewebeproben, Laborchemikalien und Geräte wie Zentrifugen, Spektroskope oder Chromatografen. Für die Datenerhebung nutzt du Fragebögen, Studienunterlagen und epidemiologische Datenbanken. Ein leistungsfähiger PC mit Statistik-Software rundet deine Arbeitsmittel ab.
Kann man sich als Epidemiologe/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Epidemiologen/innen arbeiten beispielsweise als selbständige Gesundheitsmanager/innen oder führen ein eigenes Labor, in dem sie Studien, Gutachten oder Beratungsleistungen anbieten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Epidemiologe/innen?
Nach dem Master stehen dir zahlreiche Fachkurse offen. Du kannst dich etwa in Gesundheitsmanagement, Case Management, Statistikprogrammen, Wahrscheinlichkeitsrechnung oder moderner Labortechnik weiterbilden. Auch ärztliche Fachfortbildungen in Humanmedizin sowie Workshops zu Forschung und Entwicklung oder vertiefender Biologie sind möglich.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Epidemiologe/in?
Für den Aufstieg bieten sich Promotionsprogramme in Epidemiologie, Public Health oder Gesundheitswissenschaft an. Mit zusätzlicher Expertise in Biometrie oder Biostatistik kannst du leitende Positionen in Forschungsinstituten, Behörden oder der Pharmaindustrie übernehmen.
