Biometrie, Biostatistik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Biometrie, Biostatistik (Master)

Auch bekannt als: Biometriker/in · Biostatistiker/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Rechenzentren · in Hörsälen und Seminarräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Biometriker/innen planen klinische und epidemiologische Studien, legen Stichprobenumfänge fest und entwerfen Fragebögen oder digitale Erhebungstools. Sie prüfen eingehende Daten auf Plausibilität, suchen mithilfe von Statistiksoftware nach Mustern und visualisieren Ergebnisse für Forschungsberichte oder Publikationen. In pharmazeutischen Projekten beurteilen sie Wirksamkeit und Sicherheit neuer Wirkstoffe, während sie in Landwirtschaft oder Versicherungen Ertrags- und Risikomodelle entwickeln. Auf Basis mathematischer Modelle simulieren sie etwa die Ausbreitung von Krankheiten oder die Wahrscheinlichkeit von Unwetterschäden. Neben der Datenauswertung programmieren sie eigene Analyse- und Erkennungs­verfahren, etwa für Fingerabdruck- oder Gesichtserkennungssysteme. Häufig beraten sie interdisziplinäre Teams bei methodischen Fragen, erstellen Gutachten und verfassen Fachartikel. In Hochschulen lehren sie Statistik, begleiten Abschlussarbeiten und übernehmen Prüfungen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Statistik, Biomathematik oder Mathematik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium

Häufige Fragen

Was verdient man als Biometriker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.613 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.284 € und 7.171 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Biometriker/in?

Die Berufsaussichten als Biometriker/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst und soll bis 2040 weiter zulegen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Gleichzeitig gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen. Bis 2040 finden Arbeitgeber jedoch schneller Personal, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig zunimmt.

Welche digitalen Skills braucht man als Biometriker/in?

Im Berufsalltag kommen viele spezialisierte IT-Tools zum Einsatz. Du solltest dich mit 3-D-Laserscanning und -Simulationen, Bilderkennung, Affective sowie Cognitive Computing auskennen und große Datenbestände etwa in Data Lakes analysieren können. Auch Blended-Learning-Konzepte und fortgeschrittene Datenanalyse-Methoden gehören zu den gefragten Kompetenzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biometriker/in?

Die Arbeit spielt sich überwiegend am Bildschirm in Büro- oder Seminar­räumen ab. Häufig trägst du Verantwortung für Studierende oder Projektbudgets und musst längere Phasen konzentrierter Bildschirmarbeit bewältigen. Unterrichts- und Schulungsräume gehören ebenso zu den typischen Einsatzorten.

Womit arbeitet man als Biometriker/in?

Zum Alltag gehören Datenbanken, Statistik- und Grafiksoftware sowie Präsentationsprogramme. Du arbeitest außerdem mit umfangreichen Studien- und Personendaten, Prüfplänen, Fragebögen und rechtlichen Unterlagen, meist an einem PC mit Internetzugang, Telefon und Beamer.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Biometriker/in?

Für Biometriker/innen gibt es ein breites Portfolio an Weiterbildungen – von Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistikprogrammen über Programmierung, Datenbankentwicklung und Software-Engineering bis hin zu Biologie, Pharmazie oder Forschung und Entwicklung. Damit kannst du dein Profil gezielt in Richtung Datenanalyse, Life Sciences oder IT vertiefen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biometriker/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich in erster Linie über eine Promotion in Biometrie, Biostatistik oder Statistik. Damit qualifizierst du dich für wissenschaftliche Leitungsfunktionen in Forschungseinrichtungen, für Führungsaufgaben in der pharmazeutischen Industrie oder für verantwortliche Stellen in Bundesbehörden. Strebst du eine akademische Karriere an, eröffnet dir eine anschließende Habilitation den Weg zur Professur.