Toxikologie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Toxikologie (Master)

Auch bekannt als: Toxikologe/Toxikologin · Toxicologist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · in Hörsälen und Seminarräumen · in Fertigungshallen · im Freien, z.B. zur Probennahme · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge2

Über den Beruf

Toxikologen und Toxikologinnen analysieren, ab welchen Konzentrationen Fremdstoffe Menschen, Tiere, Pflanzen oder ganze Ökosysteme schädigen. Im Labor setzen sie Zellen, Gewebe oder Versuchstiere definierten Dosen aus, messen Aufnahme und Stoffwechsel mithilfe von Chromatografie, Spektrometrie oder 3-D-Mikroskopie und bestimmen Grenzwerte. Für die pharmazeutische Industrie prüfen sie neue Wirkstoffe auf Nebenwirkungen, ermitteln therapeutische Dosierungen und begleiten die Weiterentwicklung von Arzneimitteln. In Chemie- und Konsumgüterbetrieben bewerten sie das Gefahrenpotenzial von Pflanzenschutz-, Reinigungs- oder Kosmetikformulierungen. In der Lebensmittel- und Futtermittelanalytik spüren sie Rückstände wie Pestizide oder Schwermetalle auf. Ökotoxikologisch ausgerichtete Fachleute nehmen Boden-, Wasser- und Luftproben, quantifizieren Schadstoffe und beurteilen Risiken für ganze Lebensgemeinschaften. Sie werten große Datensätze mit Simulationen und Predictive Analytics aus, verfassen Gutachten, publizieren Forschungsergebnisse und unterrichten Studierende. Ihre Befunde fließen in Zulassungsentscheidungen, Umweltauflagen und Therapieempfehlungen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Biomedizin, Molekularer Medizin oder Biowissenschaften/Life Sciences
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge2

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Toxikologe/in?

Als Toxikologe/in liegt das typische Monatsgehalt bei 5.369 € brutto. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche verdienst du zwischen 3.697 € und 6.435 €.

Ist der Beruf als Toxikologe/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert keine Schwerstarbeit, dennoch brauchst du volle Beweglichkeit von Armen und Händen sowie ein gutes Farbsehen. Du stellst Versuchsaufbauten zusammen, nimmst Proben und trägst dabei regelmäßig Schutzkleidung, die Haut, Atemwege und Geruchssinn beansprucht. Wer empfindlich auf Chemikalien oder Desinfektionsmittel reagiert, sollte das berücksichtigen.

Wie sind die Berufsaussichten als Toxikologe/in?

Die Berufsaussichten als Toxikologe/in sind eher schwierig. Zwar wächst die Beschäftigung bis 2040, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Die Konkurrenz unter Bewerbern nimmt bis 2040 weiter zu. Zudem stehen im Vergleich zu anderen Berufen weniger Altersabgänge an, sodass nur wenige zusätzliche Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Toxikologe/in?

Moderne Labore setzen auf vernetzte Technik, deshalb solltest du Laborinformationssysteme sicher bedienen können. Nützlich sind außerdem Kenntnisse im 3-D-Laserscanning, im Umgang mit Nanorobotern zur Probenmanipulation, im Auswerten von Open-Data-Beständen sowie in Impfmanagement-Plattformen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Toxikologe/in?

Die Tätigkeit spielt sich größtenteils in Laboren und am Bildschirm ab und verlangt ein hohes Maß an Präzision sowie striktes Einhalten von Sicherheitsvorschriften. Du wechselst zwischen Feinarbeit an Pipetten oder Zentrifugen, Dokumentation am Computer und Besprechungen mit Ärzt/innen oder Behörden. Schutzkleidung, der Umgang mit Versuchstieren und Chemikalien gehören zum Alltag.

Womit arbeitet man als Toxikologe/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Geräte wie Mikroskope, Zentrifugen und Spektralphotometer sowie diverse Chemikalien, Zell- und Gewebeproben. Ergebnisse hältst du in Versuchsprotokollen fest und nutzt dafür PC, Spezialsoftware und klassische Büroausstattung.

Kann man sich als Toxikologe/in selbständig machen?

Eine selbständige Tätigkeit ist prinzipiell möglich, etwa mit einem eigenen Labor für Umwelt- oder Bioanalytik. Dort untersuchst du im Auftrag von Unternehmen oder Behörden Boden-, Wasser-, Luft- oder Lebensmittelproben auf Schadstoffe.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Toxikologe/in?

Nach dem Master kannst du dein Wissen durch Kurse oder Zertifikate in Biotechnologie, Pharmatechnik, chemischer Analytik oder Umwelt- und Naturschutz vertiefen. Solche Weiterbildungen erleichtern dir den Einstieg in Projekt- oder Teamleitungen und öffnen Türen zu neuen Forschungsfeldern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Toxikologe/in?

Ein Promotionsstudium, etwa in Pharmazie oder Klinischer Forschung, ist der wichtigste Schritt, um Forschungsgruppen zu leiten oder verantwortungsvolle Positionen in Industrie und Behörden zu erreichen. Wer eine Professur anstrebt, ergänzt die Promotion später durch eine Habilitation.

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