Landwirtschaftslehrer/Landwirtschaftslehrerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Landwirtschaftslehrer/Landwirtschaftslehrerin

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Unterrichts- und Schulungsräumen · in Büroräumen · in landwirtschaftlichen Betrieben, auch im Freien

Über den Beruf

Landwirtschaftslehrer und Landwirtschaftslehrerinnen entwickeln Lehrpläne, bereiten Unterrichtsmaterialien sowie Prüfungen vor, führen sie durch und bewerten die Ergebnisse. Sie vermitteln praxisnah Bodenkunde, Saatgut- und Düngestrategien, Pflanzenschutz, artgerechte Tierhaltung, Futtermittelberechnung sowie Zuchtkonzepte. Ergänzend unterrichten sie betriebswirtschaftliche Themen wie Vermarktung, Finanzierung und Agrar- oder Umweltrecht. Für Auszubildende und berufstätige Landwirte organisieren sie Projekte auf Partnerbetrieben, etwa Versuche zu neuen Bewässerungstechniken oder Maßnahmen zur Klimaanpassung. Um moderne Verfahren anschaulich zu machen, setzen sie digitale Lernmethoden wie Virtual-Reality-Simulationen ein und aktualisieren ihre Inhalte regelmäßig um Fortschritte in Präzisionslandwirtschaft oder Sensorik. Fachliche Informationsveranstaltungen und Schulungen für Beschäftigte gehören ebenfalls zum Alltag und bringen aktuelle Forschung direkt auf Stall, Wiese und Acker.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft eine Weiterbildung in der Landwirtschaft oder ein passendes Studium vorausgesetzt.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Landwirtschaftslehrer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.912 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.068 € und 5.969 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Landwirtschaftslehrer/in?

Die Berufsaussichten als Landwirtschaftslehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Landwirtschaftslehrer/in?

Landwirtschaftslehrer/innen wechseln zwischen Schulungsräumen, Büroarbeit am Bildschirm und Praxisterminen auf Feldern oder in Ställen. Du trägst Verantwortung für Lernende und stehst in engem Austausch mit Landwirten und Auszubildenden. Bei Außeneinsätzen ist wetterfeste Kleidung gefragt, während für die Planung und Dokumentation klassische Büroumgebung dominiert.

Womit arbeitet man als Landwirtschaftslehrer/in?

Zum Alltag gehören Lehrpläne, Prüfungsaufgaben und agrar- oder umweltrechtliche Fachliteratur. Im Büro nutzt du PC, Internet, Telefon und Videokonferenztools, um Unterricht vorzubereiten oder online zu halten. In Klassenräumen unterstützen Beamer, Smartboards und Whiteboards anschauliche Präsentationen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Landwirtschaftslehrer/in?

Weiterbildungen decken sowohl fachliche als auch pädagogische Themen ab. Du kannst dich etwa in Pflanzenschutz, Tierzucht, Weinbau oder Klimaanpassung vertiefen. Pädagogische Kurse zu Erwachsenenbildung, Didaktik oder Lernberatung helfen dir, Unterrichtsmethoden weiterzuentwickeln.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Landwirtschaftslehrer/in?

Aufstieg ist vor allem über spezialisierte Masterstudiengänge wie Agrarbiologie, Agrarmanagement oder Erziehungswissenschaft möglich. Mit einer Promotion in Agrarbiologie oder einem pädagogischen Master kannst du in die Schul- oder Abteilungsleitung aufsteigen oder in der Hochschullehre Fuß fassen.