Agrarservicemeister/Agrarservicemeisterin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Agrarservicemeister/Agrarservicemeisterin

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien auf Feldern, Äckern und Wiesen · in Maschinen- und Lagerhallen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen8

Über den Beruf

Agrarservicemeister/innen planen und organisieren die Pflanzenproduktion sowie agrarische Dienstleistungen. Sie legen Anbauverfahren fest, koordinieren Maschinen- und Personaleinsatz und überwachen Qualität, Ertrag und Umweltauflagen. Dazu kalkulieren sie Kosten, verhandeln mit Lieferanten, erstellen Angebote und betreuen Kundschaft. Sie entwickeln Marketingstrategien, vermarkten Getreide, Gemüse oder Futterpflanzen und pflegen Kontakte zu Partnerbetrieben. Als Führungskräfte unterweisen sie Fachkräfte, bilden Auszubildende aus und prüfen die Einhaltung von Arbeitsschutz. Außerdem entscheiden sie über Investitionen, analysieren die Wirtschaftlichkeit des Betriebs und passen die Produktion aktuellen Marktanforderungen an. Bei Bedarf arbeiten sie selbst am Schlepper mit und halten den Ablauf der Feldarbeiten am Laufen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen3
  • Berufsausbildung in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf, z.B. als Fachkraft Agrarservice
  • Zusätzlich einschlägige Berufspraxis
  • Alternativ mind. 5 Jahre einschlägige Berufspraxis

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Agrarservicemeister/in?

Das Gehalt als Agrarservicemeister/in liegt typischerweise bei 3.713 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.998 € und 4.627 €. Mit zusätzlicher Führungsverantwortung oder in großen Betrieben kannst du auch mehr erzielen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Agrarservicemeister/in?

Die Dauer der Weiterbildung zum/zur Agrarservicemeister/in variiert stark, weil jeder Bildungsträger eigene Kursmodelle anbietet. Entscheidest du dich für einen kompakten Vollzeitlehrgang, bist du deutlich schneller fertig als in einem berufsbegleitenden Abend- oder Wochenendkurs.

Ist der Beruf als Agrarservicemeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt eine robuste Gesundheit, denn ein Teil der Arbeit findet ganzjährig im Freien statt. Du musst mit Chemikalien umgehen können, Proben auf dem Feld entnehmen und über belastbare Arme, Hände sowie widerstandsfähige Haut verfügen.

Wie sind die Berufsaussichten als Agrarservicemeister/in?

Die Berufsaussichten als Agrarservicemeister/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind meist rasch besetzt. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040.

Welche digitalen Skills braucht man als Agrarservicemeister/in?

Digitale Technologien spielen in der modernen Agrarwirtschaft eine große Rolle. Du solltest zum Beispiel Farm-Management-Systeme bedienen, Sensoren in Low-Power-Netzen einbinden und Daten zur Bodenfeuchte auswerten können. Der Einsatz von Agrarrobotern, Drohnen, Fahrerassistenz- und Smart-Spraying-Systemen gehört ebenfalls zum Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Agrarservicemeister/in?

Die Arbeit kombiniert Büroaufgaben mit praktischem Einsatz auf Feld und Hof. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und Sachwerte, arbeitest mit schweren Maschinen, führst Kundengespräche und sitzt zwischendurch am PC, oft auch mobil. Wetterfeste Schutzkleidung, Lärm- oder Chemikalienschutz gehören ebenso dazu wie gelegentliche Handarbeit und Bildschirmarbeit.

Womit arbeitet man als Agrarservicemeister/in?

Agrarservicemeister/innen nutzen eine breite Palette an Arbeitsmitteln – vom Traktor, Pflug und Egge bis zum Mähdrescher und Kartoffelernter. Im Büro kommen PC, Internetzugang und Telefon zum Einsatz, auf dem Feld arbeitest du mit Monitoring-Systemen und Farm-Management-Software, um Ernte- und Wetterdaten im Blick zu behalten.

Kann man sich als Agrarservicemeister/in selbständig machen?

Ja, Agrarservicemeister/innen können sich mit einem eigenen Agrarservicebetrieb oder einem Lohnunternehmen für Pflanzenbau selbstständig machen. Dienstleistungen rund um Landschaftspflege gewinnen zusätzlich an Bedeutung, was dir neue Geschäftsfelder eröffnet.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Agrarservicemeister/in?

Nach der Meisterprüfung kannst du dich fachlich weiter vertiefen, etwa in den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau oder Pflanzenschutz. Solche Lehrgänge halten deine Kenntnisse auf dem neuesten Stand und eröffnen dir zusätzliche Einsatz- und Beratungsfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Agrarservicemeister/in?

Als Aufstiegsschritte kommen beispielsweise die Weiterbildung zum/zur Internationalen Meister/in oder ein Studium in Agrarwissenschaft oder Agrarmanagement infrage. Damit qualifizierst du dich für leitende Positionen in größeren Betrieben oder für strategische Aufgaben in der Agrarbranche.

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