Konstruktionsingenieur/Konstruktionsingenieurin
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Konstruktionstechnik
Über den Beruf
Konstruktionsingenieure und -ingenieurinnen entwerfen Produkte, Maschinen und Anlagen vom ersten Konzept bis zum serienreifen Modell. Sie klären Kundenanforderungen, entwickeln 3-D-Modelle mit CAD, führen Festigkeits- und Strömungsberechnungen durch und simulieren Materialverhalten. Für Prototypen nutzen sie 3-D-Druck oder Rapid Prototyping und testen Bauteile virtuell, bevor reale Versuche starten. Sie wählen Werkstoffe, dimensionieren Schrauben, Lager oder Antriebe und konstruieren passende Fertigungsmittel. Parallel stimmen sie sich mit Einkauf, Produktion und Vertrieb ab, passen Software für Produktionsplanung oder generatives Design an und überwachen die Umsetzung in der Fertigung. In der technischen Beratung präsentieren sie neue oder optimierte Lösungen, verhandeln Spezifikationen und übernehmen Projektverantwortung. Aus der digitalen Skizze wird schließlich ein funktionsfähiges, wirtschaftliches Produkt.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in Konstruktionstechnik oder in einem Fachgebiet der jeweiligen Branche verlangt. Für Führungsaufgaben oder spezialisierte Tätigkeiten ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion vorausgesetzt, ggf. mit fachrichtungsbezogenem Zusatz wie Dr. phil.; für eine Professur ist in der Regel eine Habilitation nötig.
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Konstruktionsingenieur/in?
Das typische Monatsgehalt liegt bei etwa 6.754 € brutto. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 5.453 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.
Ist der Beruf als Konstruktionsingenieur/in körperlich anstrengend?
Schwere körperliche Arbeit gehört nicht zum Alltag, ganz ohne Anforderungen ist der Job aber nicht. Funktionstüchtige Arme und Hände für präzises Montieren von Prototypen sowie ein gutes räumliches Sehvermögen beim Arbeiten mit 3-D-Modellen sind wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Konstruktionsingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Konstruktionsingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Konstruktionsingenieur/in?
Gefragt sind sichere Kenntnisse in CAD-Systemen, 3-D-Simulation und 3-D-Druck. Du solltest außerdem mit Technologien wie 3-D-Laserscanning, Aktorik, Apps zur Produktionsüberwachung, Augmented-Reality-Tools und der Einbindung von Cobots umgehen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Konstruktionsingenieur/in?
Viel Bildschirmarbeit in Büro oder Homeoffice wechselt sich mit Einsätzen in Werkstätten und Produktionshallen ab. Kundenkontakt, Projektbesprechungen und gelegentliche Dienstreisen gehören ebenso dazu wie Verantwortung für Teams oder einzelne Mitarbeitende.
Womit arbeitet man als Konstruktionsingenieur/in?
Zum Alltag gehören leistungsstarke CAD- und Simulationsprogramme, Stücklisten, Termin- und Kostenpläne sowie PC, Telefon und Internetzugang. Für Prototypen nutzt du häufig additive Fertigungsverfahren oder spezialisierte Roboter; auch Machine-Learning-Tools zur Optimierung von Bauteilen können zum Einsatz kommen.
Kann man sich als Konstruktionsingenieur/in selbständig machen?
Ja, viele Konstruktionsingenieur/innen arbeiten freiberuflich, etwa als Beratende Ingenieur/innen. Unterstützung bei der Existenzgründung bietet zum Beispiel der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Konstruktionsingenieur/in?
Du kannst dich in Bereichen wie Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, Werkstoffwissenschaften oder CAD vertiefen. Solche Seminare und Zertifikatskurse halten dein Know-how auf dem neuesten Stand und eröffnen dir neue Tätigkeitsfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Konstruktionsingenieur/in?
Ein möglicher Karriereschritt ist eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Mit einem Master in Konstruktionstechnik, Produktionstechnik oder Maschinenbau qualifizierst du dich für Projekt- und Abteilungsleitungen. Eine Promotion kann den Weg in Forschung oder Entwicklungsebene ebnen; wer an die Hochschule möchte, benötigt anschließend meist eine Habilitation.
