Produktionstechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Produktionstechnik (Master)

Auch bekannt als: Produktionsingenieur/in · Fertigungsingenieur/inManufacturing engineer (m/f)Production planner (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Testlabors und an Prüfständen · in Produktionshallen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge640

Über den Beruf

Produktionsingenieur/innen planen Fertigungsprozesse, richten neue Anlagen ein und verbessern laufende Abläufe. Sie kalkulieren Material, Maschinenpark und Personal, erstellen Terminpläne und passen diese bei Bedarf an. Mithilfe von ERP-Systemen, 3-D-Simulationen oder digitalen Zwillingen testen sie Produktionsschritte virtuell, bevor sie auf der Linie umgesetzt werden. Treten Cobots oder additive Fertigung (3-D-Druck) zum Einsatz, wählen sie geeignete Verfahren, erstellen Kostenrechnungen und programmieren die Abläufe. Während der Inbetriebnahme stellen sie Spannungen, Geschwindigkeiten oder Druckwerte exakt ein und überzeugen Kundinnen und Kunden mit einem reibungslosen Start. Im laufenden Betrieb definieren und kontrollieren sie Qualitätsstandards, analysieren Fehlerquellen mit FMEA oder Ishikawa-Methoden und leiten Verbesserungsmaßnahmen ein. Sie schulen Mitarbeitende, koordinieren Fremdfertigungen im Ausland und dokumentieren alle Ergebnisse in Berichten oder Forschungsbeiträgen.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen5
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Produktionstechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge640

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Produktionsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.084 € brutto im Monat. Berufseinsteiger starten oft bei rund 5.745 € und können mit wachsender Verantwortung deutlich darüber liegen.

Ist der Beruf als Produktionsingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend geistig-planerisch, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände, zum Beispiel beim Prüfen von Anlagenkomponenten. Gutes räumliches Sehvermögen hilft dir, Maschinenlayouts oder 3-D-Modelle sicher zu beurteilen.

Wie sind die Berufsaussichten als Produktionsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Produktionsingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, Arbeitgeber suchen also länger nach geeignetem Personal. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Produktionsingenieur/in?

Für Produktionsingenieur/innen sind digitale Kompetenzen unverzichtbar. Gefragt sind unter anderem 3-D-Druck und 3-D-Simulation, Apps zur Prozessüberwachung, Arbeit mit Cobots sowie das Optimieren von Geschäftsabläufen mit BPM-Systemen. Auch AR-gestützte Anlagensteuerung und Auto-ID-Lösungen gehören zum modernen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Produktionsingenieur/in?

Du wechselst zwischen Büro, Produktionshalle und Testlabor, übernimmst Verantwortung für Mitarbeitende und Maschinensicherheit. Schichtarbeit kann anfallen, wenn du Fertigungslinien überwachst, und Maschinenlärm gehört in der Halle zum Alltag.

Womit arbeitet man als Produktionsingenieur/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Produktionspläne, Stücklisten und Kalkulationstools ebenso wie CAD- und CAM-Software. Du nutzt ERP-Systeme für die Planung, Mess- und Prüfgeräte für Qualitätschecks und spezialisierte Roboter oder Cobots in automatisierten Linien. PC, Telefon und Internetzugang runden die Grundausstattung ab.

Kann man sich als Produktionsingenieur/in selbständig machen?

Ja, viele Produktionsingenieur/innen arbeiten freiberuflich als beratende Ingenieur/innen. Unterstützung für die Existenzgründung erhältst du zum Beispiel beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Produktionsingenieur/in?

Beliebte Themen sind Produktions- und Fertigungstechnik, Forschung & Entwicklung, Projektmanagement oder Automatisierungstechnik. Kurse in Elektrotechnik, Mechatronik oder Werkzeugbau erweitern dein Know-how und eröffnen neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Produktionsingenieur/in?

Ein Aufstieg gelingt etwa über die Zusatzqualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering. Wer in Forschung oder Hochschullehre will, strebt meist eine Promotion und später eine Habilitation an, was Türen bis hin zur Professur öffnet.

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