Schweißfachingenieur/Schweißfachingenieurin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Schweißfachingenieur/Schweißfachingenieurin

Auch bekannt als: Prozessingenieur/in Schweißtechnik · Schweißingenieur/inEuropean welding engineer (m/f)International welding engineer (m/f)Welding engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkstätten und -hallen · in Labors · auf Baustellen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerVollzeit: ca. 3 Monate. Teilzeit: 10 Monate - 3 Jahre
Offene Stellen185

Über den Beruf

Schweißfachingenieure und Schweißfachingenieurinnen legen fest, wie Bauteile sicher verschweißt werden. Sie wählen geeignete Werkstoffe, Zusatzmittel und Verfahren, bestimmen Anlagen sowie Schweißpositionen und kalkulieren Wärmeführung und Streckenenergie. Mit CAD entwerfen sie belastungsgerechte Konstruktionen und definieren jede Naht im Detail. In Schweißanweisungen legen sie Reihenfolge, Vorrichtungen und Prüfungen fest und geben sie an Fertigung und Montage weiter. Während der Produktion überwachen sie Personal, prüfen Befähigungsnachweise und steuern Schweißroboter oder Cobots per Echtzeitdaten und Augmented-Reality-Tools. Sie begutachten laufend Nähte, veranlassen Laboruntersuchungen, nehmen Röntgen- oder Ultraschallprüfungen ab und dokumentieren alle Ergebnisse im Qualitätsmanagementsystem. Weicht etwas ab, organisieren sie Nachbehandlungen und veranlassen Optimierungen. Ihr Know-how gewährleistet, dass Brücken, Fahrzeugrahmen oder Druckbehälter zuverlässig halten.

Ausbildung & Zugang

BerufstypStudienberuf (plus Weiterbildung)
AusbildungsartWeiterbildung nach Regelungen des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.
DauerVollzeit: ca. 3 Monate. Teilzeit: 10 Monate - 3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. abgeschlossenes Studium in einer technischen Fachrichtung
  • Bei ausländischem Studienabschluss Gleichwertigkeitsbescheinigung
  • Ggf. Beginn schon vor vollständigem Studienabschluss, wenn alle Prüfungen außer der Abschlussarbeit bestanden sind

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Schweißfachingenieur/in?

Schweißfachingenieure/innen verdienen typischerweise 6.271 € brutto im Monat. In der Einstiegsphase kann das Gehalt bei rund 5.145 € liegen; mit wachsender Erfahrung und Tarifbindung sind deutlich höhere Beträge möglich. Faktoren wie Branche, Region und Unternehmensgröße wirken sich zusätzlich auf dein Einkommen aus.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Schweißfachingenieur/in?

Die Vollzeit-Variante dauert im Schnitt etwa 3 Monate, während eine Teilzeit-Weiterbildung je nach Modell zwischen 10 Monaten und 3 Jahren liegen kann. Du entscheidest also, ob du das Programm kompakt am Stück oder berufsbegleitend absolvierst.

Ist der Beruf als Schweißfachingenieur/in körperlich anstrengend?

Die Tätigkeit erfordert robuste Gesundheit, gutes räumliches Sehvermögen und belastbare Atemwege. Du arbeitest teils unter Hitze, Staub oder Schweißdämpfen, trägst Schutzkleidung und überwachst Schweißarbeiten auch im Freien oder in Werkhallen.

Wie sind die Berufsaussichten als Schweißfachingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Schweißfachingenieur/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 nimmt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter ab. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche freie Positionen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, sodass das Stellenangebot nicht unbegrenzt wächst.

Welche digitalen Skills braucht man als Schweißfachingenieur/in?

Gefragt sind sichere Kenntnisse in Echtzeitdatensystemen, Maschinendatenerfassung und Dokumentenmanagement. Du solltest Cobots oder Schweißroboter programmieren, AR-Brillen oder Tablets zur Prozessüberwachung nutzen und Grundzüge der Predictive-Maintenance-Analyse beherrschen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schweißfachingenieur/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Werkhallen, Laboren und Baustellen und erfordert häufig Schutzkleidung gegen Funken, Rauch und Gase. Neben Bildschirmarbeit für Kalkulationen und Dokumentation übernimmst du Personalverantwortung und bist regelmäßig an Anlagen und Prüfgeräten im Einsatz.

Womit arbeitet man als Schweißfachingenieur/in?

Zum Equipment gehören Werkstoffe wie Eisen, Stähle, Nichteisenmetalle oder Kunststoffe sowie Schweißbrenner, Schutzgasflaschen und Schweißnahtlehren. Außerdem nutzt du Röntgen- oder Leuchtkästen für Prüfungen, greifst auf Konstruktions- und Einsatzpläne zurück und erledigst Berechnungen am PC.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Schweißfachingenieur/in?

Kürzere Zusatzkurse decken Themen wie MAG-, Gasschweißen, Projektmanagement, Qualitätsmanagement oder Gutachterwesen ab. Damit kannst du dich etwa im Stahl- und Metallbau, Maschinen- oder Anlagenbau spezialisieren oder eine Lehr- und Schulungsfunktion übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schweißfachingenieur/in?

Aufstiegschancen eröffnen Weiterbildungen wie die Qualifikation zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder ein Masterstudium im Maschinenbau bzw. in Konstruktionstechnik. Wer in Forschung und Lehre Fuß fassen möchte, kann anschließend promovieren und sich mit einer Habilitation bis zur Professur weiterqualifizieren.

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