Fahrzeugtechnik (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Fahrzeugtechnik (Master)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Fahrzeugtechnik · Fahrzeugingenieur/inDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung KraftfahrzeugtechnikAutomotive engineer (m/f)Vehicle engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Werk- und Produktionshallen · in Testlabors und Prüfständen · auf Versuchsstrecken · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge189

Über den Beruf

Fahrzeugingenieur/innen entwickeln Pkw, Lkw und Schienenfahrzeuge von der ersten Skizze bis zur Serie. Mit CAD konstruieren sie Fahrwerk, Antrieb, Karosserie und Elektronik, berechnen Belastungen und optimieren Sicherheit, Gewicht und Kosten. Sie stimmen sich mit Design, Marketing und Zulieferern ab, wählen Materialien und planen digital vernetzte Produktionslinien. Auf Prüfständen und Teststrecken analysieren sie Messdaten, simulieren Crash- und Fahrverhalten und verbessern die Konstruktion, bis alle Normen erfüllt sind. In der Montage überwachen sie Roboter, additive Fertigung oder Cobots, decken Schwachstellen per Toleranzmanagement auf und etablieren Qualitätsstandards. Im Kundendienst bewerten sie Schadensberichte, beraten Werkstätten und veranlassen bei Bedarf Rückrufaktionen. Erst wenn Fahrwerk, Antrieb und Elektronik jede Testreihe bestanden haben, geben Fahrzeugingenieur/innen das Modell für die Serie frei.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Fahrzeugtechnik
  • Bei weiterbildenden Studiengängen i.d.R. mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen
  • Ggf. Englischkenntnisse

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fahrzeugingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.273 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Branche oder Region kannst du zwischen 5.929 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Fahrzeugingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist nicht stark belastend, erfordert aber funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen. Bei Funktionsprüfungen oder händischen Skizzen musst du präzise greifen und Farbcodes sicher unterscheiden.

Wie sind die Berufsaussichten als Fahrzeugingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Fahrzeugingenieur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, deshalb lohnt sich fachliche Flexibilität.

Welche digitalen Skills braucht man als Fahrzeugingenieur/in?

Fundierte digitale Kompetenzen sind unerlässlich. 3-D-Druck, 3-D-Simulation und sogar 4-D-Druck kommen in Entwicklung und Prototyping zum Einsatz, ebenso Augmented-Reality-Lösungen, Auto-ID-Systeme und Apps zur Überwachung vernetzter Produktionsprozesse. Wer diese Tools beherrscht, verkürzt Entwicklungszeiten und erkennt Fehler frühzeitig.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fahrzeugingenieur/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirmarbeitsplätzen, Werk- und Produktionshallen, Laboren und Teststrecken. Schicht- oder Wochenendarbeit kann anfallen, wenn du Fertigungsabläufe überwachst oder Störungen behebst, und Dienstreisen ins In- oder Ausland sind bei Montageprojekten üblich.

Womit arbeitet man als Fahrzeugingenieur/in?

Zum Alltag gehören komplette Fahrzeuge, Getriebe, Motoren und elektronische Steuerungen genauso wie digital vernetzte Fertigungsstraßen oder 3-D-Drucker. CAD- und CAM-Software, Mess- und Prüfgeräte sowie rechnergestützte Qualitätssicherungssysteme sind feste Bestandteile deines Werkzeugkastens.

Kann man sich als Fahrzeugingenieur/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Du kannst ein eigenes Ingenieurbüro für Entwicklungs-, Planungs- oder Beratungsdienstleistungen eröffnen, als Gutachter/in oder Sachverständige/r arbeiten oder – nach Eintragung in die Handwerksrolle – einen Betrieb im Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerk führen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fahrzeugingenieur/in?

Weiterbilden kannst du dich u.a. in Kraftfahrzeugtechnik und -instandhaltung, Schienenfahrzeugtechnik, Konstruktion, Produktions- und Fertigungstechnik, Mechatronik oder Projektmanagement. Kurse zu CAD, Mikrotechnik oder moderner Fertigungstechnik vertiefen dein Know-how in der digitalen Produktentwicklung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fahrzeugingenieur/in?

Zertifikate wie Schweißfachingenieur/in oder REFA-Ingenieur/in öffnen Türen zu leitenden Positionen in Produktion und Prozessoptimierung. Eine Promotion in Fahrzeugtechnik, Fahrzeuginformatik oder Elektromobilität qualifiziert dich für Forschungs- und Entwicklungsleitungen; wer an einer Hochschule lehren möchte, strebt nach der Promotion meist noch eine Habilitation an.

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