Konstruktionstechnik (Bachelor)
Auch bekannt als: Konstruktionsingenieur/in · Ingenieur/in - Konstruktionstechnik
Über den Beruf
Konstruktionsingenieure und -ingenieurinnen entwerfen Produkte, Maschinen und Anlagen vom ersten Konzept bis zum serienreifen Modell. Sie klären Kundenanforderungen, entwickeln 3-D-Modelle mit CAD, führen Festigkeits- und Strömungsberechnungen durch und simulieren Materialverhalten. Für Prototypen nutzen sie 3-D-Druck oder Rapid Prototyping und testen Bauteile virtuell, bevor reale Versuche starten. Sie wählen Werkstoffe, dimensionieren Schrauben, Lager oder Antriebe und konstruieren passende Fertigungsmittel. Parallel stimmen sie sich mit Einkauf, Produktion und Vertrieb ab, passen Software für Produktionsplanung oder generatives Design an und überwachen die Umsetzung in der Fertigung. In der technischen Beratung präsentieren sie neue oder optimierte Lösungen, verhandeln Spezifikationen und übernehmen Projektverantwortung. Aus der digitalen Skizze wird schließlich ein funktionsfähiges, wirtschaftliches Produkt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. Vorpraktikum
Passende Studiengänge3
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Konstruktionsingenieur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.430 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und je nach Branche verdienst du zwischen 4.414 € und 6.743 €.
Wie lange dauert das Bachelorstudium in Konstruktionstechnik?
Das Vollzeit-Studium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Entscheidest du dich für ein duales oder Teilzeitmodell, kann sich die Studiendauer entsprechend verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für Konstruktionsingenieur/innen?
Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Englisch erleichtern den Einstieg ins Studium. Sie helfen dir beispielsweise bei Integralrechnungen, beim Verständnis von Werkstoffkunde oder beim Lesen englischsprachiger Fachtexte.
Ist der Beruf als Konstruktionsingenieur/in körperlich anstrengend?
Konstruktionsarbeit ist körperlich meist wenig belastend, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände für gelegentliche Montage- oder Modellbauaufgaben. Ein ausgeprägtes räumliches Sehvermögen ist wichtig, um dreidimensionale Bauteile sicher beurteilen zu können.
Wie sind die Berufsaussichten als Konstruktionsingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Konstruktionsingenieur/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen lassen sich nur schwer besetzen – das erhöht deine Chancen. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Allerdings dürfte die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht zurückgehen.
Welche digitalen Skills braucht man als Konstruktionsingenieur/in?
Du solltest sicher mit 3-D-Simulationen umgehen, CAD-Modelle für den 3-D-Druck erstellen und Bauteile per 3-D-Laserscanning vermessen können. Gefragt sind außerdem Kenntnisse in Apps zur Überwachung von Produktionsprozessen, Aktorik sowie im Entwurf von Baugruppen für Cobots. Auch Augmented-Reality-Anwendungen und Verfahren wie Computed Axial Lithography (CAL) gewinnen an Bedeutung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Konstruktionsingenieur/in?
Nach dem Bachelor kannst du dich gezielt in Bereichen wie Konstruktion, Automatisierungstechnik, Werkzeugbau oder Produktions- und Fertigungstechnik weiterbilden. Kurse zu Werkstoffwissenschaften oder CAD-Spezialisierungen sind ebenfalls beliebt. Solche Zertifikate erhöhen deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Konstruktionsingenieur/in?
Für Führungs- oder Forschungspositionen bietet sich ein Masterstudium in Konstruktionstechnik, Maschinenbau oder Produktionstechnik an. Darauf aufbauend ebnet eine Promotion den Weg in die Hochschullehre oder leitende Entwicklungsabteilungen. Praxisnahe Aufstiegswege sind Spezialisierungen zum/zur REFA-Ingenieur/in für Industrial Engineering oder zum/zur Schweißfachingenieur/in, die dich für Projektleitung und Prozessoptimierung qualifizieren.
Kann man Konstruktionstechnik auch dual studieren?
Ja, es gibt ausbildungs- oder praxisintegrierende duale Studiengänge in Konstruktionstechnik. Du verbringst dabei abwechselnd Theoriephasen an der Hochschule und Praxiseinsätze im Unternehmen beziehungsweise kombinierst das Studium mit einer anerkannten Berufsausbildung.
