Helfer/Helferin im Bergbau, Tagebau
Über den Beruf
Helfer/innen im Bergbau und Tagebau unterstützen Fachkräfte beim Gewinnen und Befördern von Kohle, Erzen oder Gestein. Sie sichern und erweitern Strecken, montieren Bohrgestänge und führen nach Anweisung Bohrarbeiten aus. Frisch aufgefahrene Stollen rüsten sie mit Belüftungstechnik aus, damit genügend Luft zirkuliert. Im Tagebau bedienen sie Brecher, Siebe und kilometerlange Förderbänder, beseitigen Abraum und verladen das geförderte Material. An elektronischen Steuerpulten überwachen sie den Lauf automatischer Anlagen, erkennen Störungen und melden sie umgehend. Außerdem reinigen sie Maschinen, schmieren Lager, tauschen Verschleißteile und richten Förder- oder Ladeeinrichtungen neu ein. Mit Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen transportieren sie Rohre, Kabel oder Sprengmittel zur Einsatzstelle und halten so den Abbauprozess im Fluss.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für eine Tätigkeit als Helfer/in im Bereich Bergbau, Tagebau ist keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Üblicherweise erfolgt eine Einweisung direkt am Arbeitsplatz; praktische Erfahrungen, z.B. in der Gewinnung von Steinen und Erden, können ggf. von Vorteil sein.
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Helfer/in im Bergbau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.262 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Bundesland und Tarifbindung bewegt es sich zwischen 3.370 € und 4.856 €.
Ist der Beruf als Helfer/in im Bergbau körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert in hohem Maß körperliche Belastbarkeit. Du bedienst schwere, vibrierende Maschinen, musst unter beengten Verhältnissen klettern und hebst regelmäßig Lasten. Dazu kommen Arbeit bei Hitze, Kälte, Nässe oder Staub sowie das dauerhafte Tragen von Schutzkleidung.
Wie sind die Berufsaussichten als Helfer/in im Bergbau?
Die Berufsaussichten als Helfer/in im Bergbau sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – ein Plus für Jobsuchende. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Bis 2040 schrumpft die Beschäftigung jedoch und Arbeitgeber finden voraussichtlich leichter Personal, sodass die Konkurrenz langfristig zunimmt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Helfer/in im Bergbau?
Die Arbeitsbedingungen gelten als hart. Lärm, Staub, Erschütterungen und Schmierstoffe gehören zum Alltag, ebenso das Tragen von Helm, Gehörschutz und Atemmaske. Unter Tage arbeitest du bei künstlicher Beleuchtung, im Tagebau bei jedem Wetter.
Womit arbeitet man als Helfer/in im Bergbau?
Helfer/innen setzen Transportfahrzeuge, Vortriebs- und Zerkleinerungsmaschinen, Förderbänder sowie Bohrgeräte ein. Ergänzend nutzt du Handwerkzeuge und Messgeräte, um Material zu bewegen oder Maße zu prüfen. Baustoffe wie Zement, Rohre oder Schotter und technische Vorschriften liegen dabei stets griffbereit.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Helfer/in im Bergbau?
Weiterbilden kannst du dich zum Beispiel in Hydraulik, Pneumatik, hybrider Steuerungstechnik, Baumaschinenführung oder Maschinenüberwachung. Solche Lehrgänge vertiefen dein Fachwissen und erleichtern den Wechsel in qualifiziertere Stellen. Auch Kurse zu elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Rohstoffgewinnung sind gefragt.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Helfer/in im Bergbau?
Aufstiegschancen eröffnen sich vor allem über einen anerkannten Ausbildungsabschluss. Erfahrene Helfer/innen können eine verkürzte Ausbildung als Berg- und Maschinenmann/-frau, Bergbautechnologe/-technologin oder Aufbereitungsmechaniker/in absolvieren. Mit zusätzlicher Berufspraxis ist schließlich der Schritt zum staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Bergbautechnik möglich, was dir Leitungsaufgaben und mehr Verantwortung verschafft.
