Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung Naturstein – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung Naturstein

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortean Leitständen von Abbau- und Aufbereitungsanlagen · im Freien in Natursteinbrüchen · in Lade- und Transportfahrzeugen · im Betriebslabor
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze51

Über den Beruf

Aufbereitungsmechaniker/innen Fachrichtung Naturstein gewinnen Granit, Basalt und Kalkstein im Steinbruch, indem sie Bohrlöcher setzen und Sprengungen vorbereiten. Sie fahren Radlader oder Muldenkipper, um das gesprengte Gestein zu Brechern und Förderbändern zu bringen. In weitgehend automatisierten Anlagen zerkleinern, sieben und klassieren sie das Material zu Schotter, Splitt und Brechsand. Von zentralen Leitständen aus steuern sie Brechanlagen, überwachen Sensorwerte und greifen bei Störungen ein. Regelmäßig entnehmen sie Proben, führen Siebanalysen durch und dokumentieren Korngröße und Reinheit. Außerdem warten sie Förderbänder, wechseln Siebe, reparieren Hydraulik- oder Pneumatikleitungen und beugen mit vorausschauender Instandhaltung teuren Ausfällen vor. So stellen sie Baustoffe in exakt definierter Qualität und Menge bereit.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.637 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du je nach Region und Arbeitgeber zwischen 3.062 € und 4.268 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Danach verfügst du über alle Grundlagen, um direkt in einem Steinbruch- oder Aufbereitungsbetrieb zu starten.

Welche Schulfächer sind wichtig für Aufbereitungsmechaniker/innen?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Werken/Technik. Gute Kenntnisse darin helfen dir beim Berechnen von Mischungen, beim Verständnis von Materialeigenschaften und beim Anfertigen technischer Skizzen.

Ist der Beruf als Aufbereitungsmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest häufig im Freien bei Lärm, Staub sowie wechselnder Witterung und brauchst eine robuste Gesundheit plus gute Koordination.

Wie sind die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in sind gut. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, weil Betriebe länger nach geeignetem Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass die Gesamtzahl der Jobs etwas zurückgehen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Gefragt ist das Überwachen vernetzter Aufbereitungsanlagen per App und Maschinendatenerfassung. Du solltest zudem CAM-Systeme programmieren, Materialfluss- und Predictive-Maintenance-Software bedienen und bei Wartungen Augmented-Reality-Tools nutzen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aufbereitungsmechaniker/in?

Du arbeitest an Leitständen von Aufbereitungsanlagen, in Natursteinbrüchen sowie im Betriebslabor. Schutzkleidung, ständiger Lärm, Staub, Hitze oder Kälte und der Umgang mit Schmierstoffen gehören zum Alltag.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich als Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein vor allem über die Prüfung zum/zur Industriemeister/in Naturwerkstein oder eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in Steintechnik. Mit diesen Abschlüssen kannst du Schichtleitungen übernehmen, die Produktion organisieren und Auszubildende anleiten. Willst du noch höher hinaus, eröffnet dir ein Bachelorstudium in Rohstoffingenieurwesen oder Verfahrenstechnik den Weg in Projektleitung und betriebliche Führungsebenen.

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