Verfahrenstechnik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Verfahrenstechnik (Bachelor)

Auch bekannt als: Ingenieur/in - Verfahrenstechnik · Prozessingenieur/in (Verfahrenstechnik)Verfahrensingenieur/inDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung AnlagenbauDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung GrundstoffverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung KohleveredlungDiplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtung ProzessverfahrenstechnikDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung SystemverfahrenstechnikProcess engineer (m/f) ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionsanlagen · in Labors · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge47

Über den Beruf

Ingenieur/innen für Verfahrenstechnik entwickeln Herstellungsprozesse für Chemikalien, Lebensmittel, Kunststoffe oder erneuerbare Energieträger. Im Labor erfassen sie physikalische und chemische Zusammenhänge, testen Versuchsreihen und übertragen erfolgreiche Ergebnisse auf Pilot- und Produktionsanlagen. Dafür entwerfen sie Fließbilder, dimensionieren Behälter, Rohrleitungen und Reaktoren und erstellen detaillierte Bauunterlagen. Während der Montage überwachen sie Probeläufe, justieren Mess-, Steuer- und Regeltechnik und prüfen, ob Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards eingehalten werden. Läuft die Produktion, analysieren sie Prozessdaten, erkennen Engpässe und optimieren Energie- und Materialeinsatz mithilfe digitaler Simulationen und automatisierter Sensorik. Sie führen Risikoanalysen durch, verfassen Arbeitsanweisungen und schulen das Betriebspersonal. Häufig arbeiten sie eng mit Einkauf, Vertrieb und Management zusammen, um Wirtschaftlichkeit, Terminpläne und Kundenanforderungen in Einklang zu bringen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife oder Fachhochschulreife
  • Oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis des Bundeslandes, z.B. vom Kultusministerium
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Ausbildungs-, Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)

Passende Studiengänge47

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrenstechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.430 € brutto im Monat. Mit steigender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 4.414 € und 6.743 € verdienen.

Wie lange dauert das Verfahrenstechnik-Studium?

Das Bachelorstudium in Verfahrenstechnik dauert je nach Hochschule sechs bis acht Semester, also etwa 3–4 Jahre. Duale Modelle können durch die integrierten Praxisphasen ein ähnliches Zeitfenster beanspruchen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Verfahrenstechniker/innen?

Nützlich für den Studienstart sind vor allem Mathematik, Physik, Chemie und Englisch. Gute Vorkenntnisse erleichtern dir das Verständnis von Formeln, Laboranalysen und englischsprachiger Fachliteratur.

Ist der Beruf als Verfahrenstechniker/in körperlich anstrengend?

Der Arbeitsalltag erfordert keine schwere körperliche Arbeit, aber funktionstüchtige Arme und Hände sind wichtig, etwa wenn du Bauteile in Pilotanlagen montierst. Auch gutes räumliches Sehvermögen wird erwartet, um komplexe Apparate und Leitungswege sicher zu überblicken.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrenstechniker/in?

Die Berufsaussichten als Verfahrenstechniker/in sind gut. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Stellen zu besetzen – das spielt Bewerbern in die Karten. Bis 2040 soll die Konkurrenz unter Bewerbern weiter sinken, weil Unternehmen länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas, was das Wachstum begrenzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrenstechniker/in?

Gefragt sind Kompetenzen im Umgang mit smarten Produktions- und Simulationstools. Dazu gehören zum Beispiel 3-D-Druckverfahren, 3-D-Laserscanning oder die Entwicklung von Apps zur Prozessüberwachung. Auch Kenntnisse in Augmented-Reality-Anwendungen und Auto-ID-Technologien wie RFID können dir einen Vorsprung verschaffen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrenstechniker/in?

Verfahrenstechniker/innen wechseln zwischen Büro, Labor und Produktionshalle und arbeiten häufig am Bildschirm, wenn sie Bau- und Montageunterlagen erstellen. Bei Inbetriebnahmen oder Wartungen können unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtdienste anfallen, teilweise verbunden mit Dienstreisen zur Anlagenmontage. Wer Führungsaufgaben übernimmt, trägt Verantwortung für Mitarbeitende und steht in engem Kundenkontakt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verfahrenstechniker/in?

Nach dem Bachelor kannst du dich über Fachkurse in Verfahrenstechnik, Maschinen- und Anlagenbau oder CAD fit halten. Auch Schulungen in Projektmanagement oder Forschung & Entwicklung sind beliebt, um Führungsaufgaben zu übernehmen. Viele Arbeitgeber fördern zertifizierte Module, die sich gut mit dem Job vereinbaren lassen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrenstechniker/in?

Für höhere Fach- oder Führungspositionen bietet sich zunächst ein Masterstudium in Verfahrenstechnik, Maschinenbau oder Chemieingenieurwesen an. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, kann anschließend promovieren und sich mit einer Habilitation für eine Professur qualifizieren. Alternativ eröffnet eine Aufstiegsweiterbildung wie der Abschluss zum/zur REFA-Ingenieur/in im Industrial Engineering den Weg in Prozess- und Produktionsmanagement.

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