Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung Steinkohle
Über den Beruf
Aufbereitungsmechaniker/innen der Fachrichtung Steinkohle steuern automatisierte Anlagen, in denen Rohkohle von Gestein befreit, nach Korngröße sortiert und zu Kokskohle veredelt wird. Von Leitständen aus überwachen sie Siebe, Brecher und Förderbänder, prüfen Füllstände sowie Messwerte und greifen bei Abweichungen in den Prozess ein. Um die Produktqualität zu sichern, entnehmen sie Proben, bestimmen Wasser-, Schwefel- oder Aschegehalt und halten die Ergebnisse digital fest. Sie dokumentieren Durchsatzmengen, organisieren die fachgerechte Lagerung und veranlassen den Weitertransport. Regelmäßig warten sie Siebanlagen, Pumpen und Magnetabscheider, wechseln Verschleißteile und führen Reparaturen durch, um Stillstände zu vermeiden. Tritt eine Störung auf, suchen sie die Ursache, nehmen defekte Aggregate aus dem Betrieb und setzen sie wieder instand.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.637 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.062 € und 4.268 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im deutschen Ausbildungssystem.
Welche Schulfächer sind wichtig für Aufbereitungsmechaniker/innen?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Physik sowie Werken/Technik. Mit guten Noten in diesen Bereichen kannst du Messdaten sicher auswerten, physikalische Vorgänge nachvollziehen und technische Zeichnungen anfertigen.
Ist der Beruf als Aufbereitungsmechaniker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du musst schwere Ersatzteile tragen, bei Staub, Hitze oder Nässe arbeiten und brauchst belastbare Arme, Hände und einen starken Rücken.
Wie sind die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in?
Die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in sind gut. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchende stärkt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings wird die Gesamtbeschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpfen.
Welche digitalen Skills braucht man als Aufbereitungsmechaniker/in?
Im Job braucht man ein gutes Verständnis für digitale Produktions- und Analysesysteme. Du arbeitest mit CAM-Software, Materialfluss-Systemen und MDE-Erfassung, nutzt Apps zur Überwachung der Anlagen und setzt bei Wartungen Augmented-Reality-Hilfen oder Predictive-Maintenance-Tools ein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aufbereitungsmechaniker/in?
Du trägst Helm, Schutzkleidung und oft Gehörschutz, kommst mit Staub, Schmierstoffen oder Dämpfen in Berührung und musst auch Handarbeit an Maschinen verrichten.
Womit arbeitet man als Aufbereitungsmechaniker/in?
Aufbereitungsmechaniker/innen arbeiten mit Rohkohle, Kokskohle, Brech- und Siebanlagen, Förderbändern sowie Wasch- und Flotationsanlagen. Für schwere Bauteile nutzt du Krane oder Gabelstapler und greifst auf Chemikalien, Pressluft sowie Tabellenbücher und Betriebsanleitungen zurück.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?
Nach der Ausbildung kannst du dich in Bereichen wie Rohstoffgewinnung, Maschinen- und Anlagenbetrieb, elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Hydraulik und Pneumatik fortbilden. Solche Kurse erweitern dein Know-how und machen dich fit für neue technische Entwicklungen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?
Mit Berufserfahrung kannst du den Abschluss als Industriemeister/in in Hüttentechnik oder Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik erwerben, dich zum/zur Techniker/in für Maschinentechnik (Verfahrenstechnik) beziehungsweise Bachelor Professional in Technik qualifizieren oder ein Studium wie Verfahrenstechnik oder Rohstoffingenieurwesen anschließen. Damit eröffnen sich dir Leitungs- und Planungsaufgaben in Produktion und Technik.
