Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung Sand und Kies – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung Sand und Kies

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortean Leitständen von Abbau- und Aufbereitungsanlagen · im Freien in der Grube · in Lade- und Transportfahrzeugen · im Betriebslabor
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze36

Über den Beruf

Aufbereitungsmechaniker/innen der Fachrichtung Sand und Kies gewinnen Rohstoffe per Trocken- oder Nassbaggerung und steuern die anschließende Aufbereitung. Sie bedienen Eimerketten-, Saug- oder Schwimmbagger, transportieren das Gemisch über Förderbänder und schalten Sieb-, Wasch- und Brechanlagen zu. Über zentrale Steuerungen überwachen sie automatisierte Prozesse, kontrollieren Anzeigen und greifen bei Störungen ein. Um die geforderte Körnung und Reinheit zu sichern, entnehmen sie Proben, führen Siebanalysen oder Reinheitsprüfungen durch und dokumentieren alle Ergebnisse. Sie halten Stückzahlen und Materialflüsse in digitalen Systemen fest, lagern fertige Chargen fachgerecht oder verladen sie für den Weitertransport. Regelmäßig warten sie Maschinen, wechseln Verschleißteile und beseitigen Störungen. So liefern sie konstant hochwertigen Sand und Kies für Bauindustrie und Glasherstellung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.637 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.062 € und 4.268 €. Mit Schichtzulagen oder zusätzlicher Verantwortung kann dein Einkommen weiter steigen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit sehr guten schulischen und betrieblichen Leistungen darfst du sie unter Umständen um ein halbes Jahr verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Aufbereitungsmechaniker/innen?

Mathematik, Physik und Werken/Technik sind die Kernfächer, die dir in diesem Beruf weiterhelfen. Sie erleichtern dir das Berechnen von Mischungen, das Verstehen physikalischer Prozesse und das Anfertigen technischer Skizzen.

Ist der Beruf als Aufbereitungsmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Job fordert eine robuste Gesundheit sowie belastbare Wirbelsäule, Arme und Beine. Du hebst schwere Ersatzteile, kletterst an Maschinen, arbeitest in Staub und Lärm und bist bei Hitze, Kälte oder Regen draußen unterwegs – körperliche Fitness ist daher wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in sind gut. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern zugutekommt. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgeber länger suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen freiwerden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040.

Welche digitalen Skills braucht man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Digitale Technik ist im Sand- und Kieswerk allgegenwärtig. Du solltest Apps zur Anlagenüberwachung bedienen können, Maschinendaten erfassen und Materialfluss- oder CAM-Systeme steuern. Auch Augmented-Reality-gestützte Wartungen, Laborinformationssysteme und Predictive-Maintenance-Tools gehören zum Repertoire.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aufbereitungsmechaniker/in?

Du trägst Helm, Gehörschutz sowie Schutzkleidung, hast Kontakt zu Staub, Schmierstoffen und wechselnden Temperaturen und führst sowohl maschinelle als auch handwerkliche Tätigkeiten aus.

Womit arbeitet man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Im Einsatz sind Leitstände, Messgeräte, computergesteuerte Förder- und Sortieranlagen sowie Werkzeuge der Metalltechnik. Außerdem nutzt du Laborinstrumente für Qualitätsprüfungen und setzt Öle oder Schmierstoffe bei Wartungsarbeiten ein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?

Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche fachspezifische Weiterbildungen offen, etwa in den Bereichen Rohstoffgewinnung oder Maschinen- und Anlagenbetrieb. Kurse zu elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Hydraulik, Pneumatik, hybrider Steuerungstechnik oder physikalischer Messtechnik vertiefen dein Know-how.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Aufbereitungsmechaniker/in?

Mit Berufspraxis kannst du Industriemeister/in für Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik werden oder eine Technikerschule mit Schwerpunkt Steintechnik oder Verfahrenstechnik absolvieren. Ein anschließendes Studium im Rohstoffingenieurwesen oder in der Verfahrenstechnik öffnet Türen zu Leitungs- und Entwicklungspositionen.

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