Fertighausmonteur/Fertighausmonteurin
Über den Beruf
Fertighausmonteure und ‑monteurinnen errichten komplette Häuser aus vorgefertigten Holz-, Beton- und Verbundelementen. Sie richten die Baustelle ein, heben Wände, Decken und Treppen mit Kränen ein und verbinden die Teile durch Schrauben, Dübel oder Leim. Anschließend stellen sie Dachstühle auf und decken die Dächer ein. Für die Wärmedämmung montieren sie Dämmelemente und schützen Holzleimbauteile mit Lasuren. Im Innenausbau setzen sie Trockenbausysteme und beplanken Ständerwände mit Gipskartonplatten. Fehlen Bauteile, fertigen sie diese selbst: Sie wählen geeignete Hölzer, sägen sie CNC-gesteuert zu, pressen sie zu Leichtbauplatten, bauen Schalungen, legen Bewehrungen und gießen Betonfertigteile. Leerrohre, Verankerungshülsen und andere Einbauteile werden vor dem Vergießen exakt positioniert. Ständige Maßkontrollen sichern die Passgenauigkeit. Am Ende übergeben sie einen passgenauen Rohbau, den Folgegewerke sofort ausbauen können.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird für den Zugang eine Ausbildung im Ausbau verlangt, bevorzugt in der Zimmerei, im Hoch- oder Trockenbau oder im Betonbau.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fertighausmonteur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.636 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.190 € und 4.100 €. Tarifverträge, die Betriebsgröße und deine Zusatzqualifikationen können die Summe zusätzlich beeinflussen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fertighausmonteur/in?
Die Berufsaussichten als Fertighausmonteur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Jobs frei werden. Negativ wirkt, dass die Beschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpft.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fertighausmonteur/in?
Du bedienst teils automatisierte Maschinen wie Fräsen und Sägen, arbeitest aber auch viel von Hand und musst dabei Schutzkleidung wie Helm, Sicherheitsschuhe und bei Bedarf Gehörschutz tragen. Witterungseinflüsse, Lärm und Staub gehören zum Alltag, ebenso eine erhöhte Unfallgefahr.
Womit arbeitet man als Fertighausmonteur/in?
Zum täglichen Werkzeug gehören Sägen, Pressen, Nivelliergeräte und Krane, mit denen Bauteile millimetergenau positioniert werden. Verarbeitet werden vor allem Holz, Gipskarton, Stahl- und Betonfertigteile sowie Hilfsstoffe wie Leim, Klebstoffe und Holzschutzmittel. Montage- und Baupläne dienen als Unterlagen, um jedes Teil an der richtigen Stelle zu verbauen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fertighausmonteur/in?
Fachkurse in Beton- und Stahlbetonbau, Holzbau, Trockenbau oder Bauwerksabdichtung helfen dir, dein Know-how zu vertiefen. Auch Spezialisierungen im Fenster-, Türen- oder Treppenbau sind beliebte Optionen, um zusätzliche Einsatzfelder zu erschließen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fertighausmonteur/in?
Mit Erfahrung kannst du zunächst zum/zur Polier/in im Hochbau aufsteigen und Baukolonnen anleiten. Eine Meisterprüfung als Zimmerermeister/in oder eine Fortbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik – Hochbau bzw. Holztechnik eröffnet dir Führungs- und Planungsaufgaben. Wer noch höher hinauswill, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Bauingenieurwesen oder Holztechnik anschließen und damit Projektleitungen übernehmen oder in die Konstruktion wechseln.
