Dachdecker/Dachdeckerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Dachdecker/Dachdeckerin

Auch bekannt als: Roofer (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteauf Baustellen im Freien · in Werkstätten · in Lagerräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze1.624

Über den Beruf

Dachdecker/innen decken Steil-, Flach- und Reetdächer, verkleiden Fassaden und sorgen dafür, dass kein Tropfen eindringt. Sie stellen zunächst Dachstühle oder Unterkonstruktionen her, messen Flächen aus, wählen Ziegel, Schiefer, Metall- oder Kunststoffbahnen und befestigen sie windsicher. Für Flachdächer schweißen oder verkleben sie Abdichtbahnen, legen Dämm- und Dampfsperrschichten und bauen auf Wunsch begrünte Aufbauten. Regenrinnen, Schneefangsysteme, Blitzschutz, Dachfenster und Lichtkuppeln ergänzen sie ebenso wie Solarthermie- und Photovoltaikanlagen samt elektrischer Anschlüsse. Bei Sanierungen beraten sie Eigentümer zur Energieeinsparung und ersetzen alte Materialien durch zeitgemäße Dämmstoffe. Drohnen, Laseraufmaß und Baustellen-Apps unterstützen die Arbeit. Regelmäßige Wartungen und Reparaturen runden das Aufgabenspektrum ab und verhindern teure Folgeschäden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Dachdecker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.611 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 3.156 € und 4.070 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Dachdecker/in?

In der Ausbildung zum/zur Dachdecker/in ist die Vergütung tariflich geregelt. Im ersten Jahr verdienst du ungefähr 1.002 €, im zweiten 1.155 € und im dritten 1.403 € brutto pro Monat – durchschnittlich sind das rund 1.183 €.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Dachdecker/in?

Die duale Berufsausbildung dauert regulär drei Jahre. Bei sehr guten Noten oder Vorkenntnissen kannst du eine Verkürzung beantragen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Dachdecker/innen?

Werken/Technik, Mathematik und Physik sind die wichtigsten Schulfächer. Sie helfen dir dabei, Werkstoffe fachgerecht zu verarbeiten, Flächen zu berechnen und bauphysikalische Vorgänge zu verstehen.

Ist der Beruf als Dachdecker/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt eine gute körperliche Konstitution. Du hebst schwere Materialien, arbeitest oft auf schrägen Dachflächen in großer Höhe und brauchst Ausdauer, Kraft sowie absolute Schwindelfreiheit.

Wie sind die Berufsaussichten als Dachdecker/in?

Die Berufsaussichten als Dachdecker/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, weshalb Stellen schwer zu besetzen sind. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, was weitere Möglichkeiten eröffnet. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040.

Welche digitalen Skills braucht man als Dachdecker/in?

Digitale Kompetenzen gewinnen an Bedeutung. Du solltest 3-D-Laserscanner bedienen, mobile Apps für Planung und Aufmaß einsetzen und Drohnen für Inspektions- oder Vermessungsarbeiten nutzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Dachdecker/in?

Die Arbeitsbedingungen sind handwerklich und wetterabhängig. Du arbeitest draußen auf Baustellen, auf Gerüsten und Dächern, trägst Schutzkleidung und musst mit Lärm, Staub sowie Hitze oder Kälte umgehen.

Kann man sich als Dachdecker/in selbständig machen?

Nach der Meisterprüfung kannst du dich als Dachdecker/in selbständig machen. Möglich ist ein eigener Betrieb im Dachdecker- oder Klempner-Handwerk oder die Mitarbeit in einem Franchise-System; Informationen bietet der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Dachdecker/in?

Typische Karrierestationen reichen von der Prüfung zur Dachdeckermeister/in über die Weiterbildung zur Techniker/in – Bautechnik oder Fachleiter/in für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik bis zur Berufsspezialist/in für Building Information Modeling. Damit kannst du Baustellen eigenverantwortlich leiten, Teams führen oder einen eigenen Betrieb aufbauen. Ein Bachelorstudium im Bauingenieurwesen oder in Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement bringt dich außerdem in Positionen des Projektmanagements oder der Bauleitung.

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