Zimmerermeister/Zimmerermeisterin/Bachelor Professional im Zimmerer-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Zimmererhandwerk
Über den Beruf
Zimmerermeister/innen organisieren Holzbauprojekte vom ersten Kundengespräch bis zur Schlussrechnung. Sie beraten Bauherren, prüfen Ausschreibungen, erstellen Detailpläne und kalkulieren Kosten. Anschließend bestellen sie Hölzer, Dämmstoffe und Geräte, koordinieren Liefertermine und richten die Baustelle ein. Während der Bauphase verteilen sie Aufgaben an Gesellen, überwachen Arbeitsschutz, Termine und Qualität und greifen bei komplexen Abbund- oder Dachstuhlarbeiten selbst zum Werkzeug. Digitale Hilfen wie 3-D-Laserscans, CAM-gesteuerte Sägen oder Aufmaß-Apps sorgen dabei für millimetergenaue Passungen. Im Büro verhandeln sie mit Lieferanten, führen den Schriftverkehr, erstellen Rechnungen und analysieren Kennzahlen, um Material- und Personalkosten im Blick zu behalten. Als Ausbilder/innen unterweisen sie den Berufsnachwuchs und fördern die fachliche Weiterbildung des Teams.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Gesellenprüfung als Zimmerer/Zimmerin
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Zimmerer-Handwerk
- Alternativ Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Zimmerermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.436 € brutto im Monat. Mit wachsender Verantwortung und Berufserfahrung kannst du zwischen 3.737 € und 5.278 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Zimmerermeister/in?
Die Meistervorbereitung hat keine feste Standardlänge. Je nach Bildungsanbieter und ob du einen Vollzeitkurs oder eine berufsbegleitende Teilzeitvariante wählst, kann sie von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern.
Ist der Beruf als Zimmerermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf bringt deutliche körperliche Anforderungen mit sich. Du solltest schwindelfrei sein, kräftige Arme und Hände haben und auch bei Kälte, Hitze oder Regen auf Gerüsten und Rohbauten einsatzfähig bleiben.
Wie sind die Berufsaussichten als Zimmerermeister/in?
Die Berufsaussichten als Zimmerermeister/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind daher schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Jobs entstehen. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 allerdings, was die Zahl der Stellen etwas reduzieren könnte.
Welche digitalen Skills braucht man als Zimmerermeister/in?
Digitale Technologien spielen in der Meisterpraxis eine immer größere Rolle. Du solltest dich mit 3-D-Druckverfahren für Holzkonstruktionen, Dokumentenmanagementsystemen sowie der Planung von Exoskeletten zur Entlastung von Hebearbeiten auskennen. Auch Grundwissen in der Programmierung von CAM-Maschinen erleichtert dir die Arbeit.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Zimmerermeister/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Baustelle, Werkstatt und Büro und verbindet Handarbeit mit Verantwortung für Personal und Material. Du trägst Schutzkleidung, arbeitest oft im Freien, musst bei Über-Kopf- oder Knietätigkeiten Zwangshaltungen aushalten und nutzt regelmäßig Geräte wie Hobelmaschinen, Messgeräte oder Computer.
Kann man sich als Zimmerermeister/in selbständig machen?
Ja, Zimmerermeister/innen können sich nach Eintragung in die Handwerksrolle mit einem eigenen Zimmereibetrieb selbstständig machen. Damit übernimmst du alle unternehmerischen Aufgaben von der Kundenakquise über Investitionsentscheidungen bis zur Personalführung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Zimmerermeister/in?
Für die fachliche Vertiefung stehen zahlreiche Seminare und Lehrgänge offen, etwa zu Holzbau, Trockenbau oder Fenster-, Türen- und Treppenbau. Auch Kurse in Baustellenleitung, Holzkunde, Holzschutz oder CAD-Anwendungen erlauben es dir, dein Know-how aktuell zu halten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Zimmerermeister/in?
Wer höher hinaus will, kann weitere Aufstiegsabschlüsse anstreben. Beliebt sind zum Beispiel der Betriebswirt/in (HwO), der/die Restaurator/in im Zimmererhandwerk oder die Zusatzqualifikation Gebäudeenergieberater/in.
