Geprüfter Restaurator im Zimmererhandwerk/Geprüfte Restauratorin im Zimmererhandwerk - Master Professional für Restaurierung im Handwerk
Auch bekannt als: Master (m/f) Professional in Restoration in the craft trades sector
Über den Beruf
Restauratorinnen und Restauratoren im Zimmererhandwerk untersuchen historische Fachwerkhäuser, Dachstühle oder Holztreppen, beurteilen deren kulturgeschichtliche Bedeutung und dokumentieren jedes Detail per Zeichnung, Foto oder 3-D-Laserscan. Sie analysieren Holzarten, alte Verbindungstechniken und Schadensbilder, kalkulieren Aufwand und Kosten und legen ein restauratorisches Konzept fest. Je nach Befund setzen sie traditionelle Werkzeuge wie Ziehmesser und Profilhobel ein oder nutzen moderne Maschinen und CNC-Fräsen. Sie legen alte Farbschichten frei, festigen lockernde Konstruktionen durch Dübeln, Verzapfen oder Verleimen und fertigen Ersatzteile passgenau an. Während der Arbeiten koordinieren sie Teams, richten Baustellen ein und überwachen Qualität, Termin und Budget. Abschließend erstellen sie eine umfassende Restaurierungsdokumentation und beraten Eigentümer, wie die erneuerte Holzkonstruktion langfristig erhalten bleibt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung im Zimmererhandwerk
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 67.020 € und 73.320 € pro Jahr. In größeren Restaurierungsbetrieben oder bei Leitungstätigkeiten kann das Einkommen darüber liegen, während kleinere Werkstätten oftmals etwas niedriger vergüten.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Die Dauer ist stark vom Bildungsanbieter abhängig und variiert je nach Voll- oder Teilzeitmodell sowie Lernform. Erkundige dich deshalb direkt bei der Handwerkskammer oder Fachschule, ob der Kurs wenige Monate oder über ein Jahr angelegt ist.
Ist der Beruf als Restaurator/in im Zimmererhandwerk körperlich anstrengend?
Ja, eine gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung. Du arbeitest oft über Kopf, auf Gerüsten oder kniend, trägst schwere Holzteile und musst mit Rücken, Beinen, Armen und Händen kräftig zupacken. Robuste Haut sowie ein gutes räumliches Sehvermögen sind ebenfalls wichtig, da du mit Holzschutzmitteln arbeitest und millimetergenau misst.
Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern gute Karten verschafft. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass langfristig etwas mehr Konkurrenz entstehen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Du solltest 3-D-Laserscanning und Drohnentechnik beherrschen, um historische Holzkonstruktionen exakt zu vermessen. Apps für Planung und Aufmaß, Augmented-Reality-Tools, Dokumentenmanagementsysteme sowie Grundkenntnisse im 3-D-Druck erweitern deinen Werkzeugkasten. Auch der Einsatz von Exoskeletten als Hebehilfe rückt zunehmend in den Fokus.
Womit arbeitet man als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Zum Einsatz kommen Holzbearbeitungsmaschinen, Fräsen, Winkelmesser, Profilhobel und mobile Arbeitsgerüste. Für die Projektdokumentation nutzt du Restaurierungspläne, Aufmaßskizzen, Schadensanalysen und PC-gestützte Fachsoftware. Drohnen helfen, schwer erreichbare Holzbauteile sicher zu inspizieren.
Kann man sich als Restaurator/in im Zimmererhandwerk selbständig machen?
Ja. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du eine eigene Zimmerei oder einen spezialisierten Restaurierungsbetrieb eröffnen und damit Aufträge eigenverantwortlich akquirieren und abwickeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Seminare zu historischer Materialkunde, Holzkunde, Holzschutz oder speziellen Handwerkstechniken wie Fenster-, Türen- und Treppenbau halten dein Wissen aktuell. Auch Kurse in Denkmalpflege oder Dokumentationstechniken können dein Profil schärfen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Restaurator/in im Zimmererhandwerk?
Mit Erfahrung kannst du Projektteams, Sachgebiete oder ganze Restaurierungsabteilungen leiten oder dich als Gutachter/in spezialisieren. Eine Tätigkeit als Ausbilder/in oder Lehrgangsleitung bietet weitere Karrierepfade. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Restaurierung oder Holztechnik anschließen und so den Weg in Forschung oder größere Planungsbüros ebnen.
