Restaurierung (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Restaurierung (Bachelor)

Auch bekannt als: Restaurator/in (Hochschule) · Restorer (m/f)

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Ateliers bzw. Werkstätten · im Labor · vor Ort (in Gebäuden oder im Freien) · in Magazinen und Ausstellungsräumen · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge156

Über den Beruf

Restauratoren und Restauratorinnen untersuchen Gemälde, Skulpturen, Möbel oder Filme, erfassen jeden Schaden und halten den Befund digital fest. Auf Basis dieser Analyse legen sie Ziel und Umfang der Eingriffe fest, erstellen einen Maßnahmenkatalog und wählen passende Materialien und Techniken. Sie reinigen Oberflächen, stabilisieren brüchige Substanz, ergänzen Fehlstellen und rekonstruieren verloren gegangene Partien, ohne die originale Substanz unnötig anzutasten. Gleichzeitig entwickeln sie Konservierungskonzepte, etwa Klimakontrollen oder UV-Schutz, damit die Objekte langfristig erhalten bleiben. Moderne Hilfsmittel wie 3-D-Scanner, Laser oder Digital-Asset-Management-Systeme erleichtern das Arbeiten und Dokumentieren. Nach Abschluss fertigen sie detaillierte Berichte, Fotos und Zeichnungen an und beraten Auftraggeber zur künftigen Pflege. In Museen oder Hochschulen leiten sie Forschungsprojekte, testen neue Verfahren und betreuen Studierende bei Praktika und Prüfungen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität, Kunsthochschule, Fachhochschule
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen4
  • Hochschulreife, ggf. fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Häufig fachspezifisches Vorpraktikum
  • Ggf. Mappe mit Arbeitsproben (z.B. Handzeichnungen, Skizzen und künstlerische Darstellungen in verschiedenen Techniken)

Passende Studiengänge156

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Restaurator/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 50.196 € und 68.568 € pro Jahr. Wie viel am Ende auf deinem Konto landet, hängt unter anderem von Tarifbindung, Bundesland, Arbeitgeber (Museum, Denkmalamt oder Privatatelier) und deiner Berufserfahrung ab.

Wie lange dauert das Restaurierungsstudium?

Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. Praxisphasen in Werkstätten oder Museen sowie ein Vorpraktikum zählen oft schon mit zur Studienzeit.

Welche Schulfächer sind wichtig für Restaurator/innen?

Hilfreich sind Kunst, Chemie, Biologie sowie Fremdsprachen wie Englisch, Französisch oder Italienisch. Gute Kenntnisse in diesen Fächern erleichtern dir den Zugang zu Fachliteratur und das Bestehen von Mappen- oder Eignungsprüfungen.

Wie sind die Berufsaussichten als Restaurator/in?

Die Berufsaussichten als Restaurator/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig besteht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden also oft schnell besetzt, sodass du mit Konkurrenz rechnen musst.

Welche digitalen Skills braucht man als Restaurator/in?

Im Restaurierungsberuf werden zunehmend digitale Verfahren eingesetzt. Du solltest 3-D-Laserscanning und 3-D-Druck beherrschen, Augmented-Reality-Tools für virtuelle Rekonstruktionen nutzen sowie Dokumentationssoftware, DMS- und DAM-Systeme sicher bedienen. Auch Drohnenaufnahmen für schwer zugängliche Fassaden gehören immer öfter zum Arbeitsalltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Restaurator/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Werkstatt, Labor, Ausstellungsraum und Büro. Du führst präzise Hand- und Feinarbeiten an wertvollen Originalen durch, trägst Schutzkleidung und bist für hohe Sachwerte verantwortlich. Kundengespräche sowie viel Bildschirmarbeit für Recherche und Dokumentation gehören ebenfalls dazu.

Kann man sich als Restaurator/in selbständig machen?

Ja, viele Restaurator/innen gründen ein eigenes Atelier oder eine Restaurierungswerkstatt und arbeiten projektbezogen für Museen, Sammlungen oder Privatkundschaft. Ein solides Netzwerk und kaufmännisches Know-how sind dafür allerdings unerlässlich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Restaurator/innen?

Du kannst dich gezielt in Bereichen wie historische Materialkunde, Denkmalschutz, Informations- und Dokumentationswesen oder Holz- und Metallrestaurierung fortbilden. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und eröffnen dir neue Spezialgebiete.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Restaurator/innen?

Ein Masterstudium in Restaurierung, Konservierung oder Kunstgeschichte qualifiziert für anspruchsvolle Fach- und Leitungsaufgaben. Wer in die Hochschulforschung möchte, schließt daran eine Promotion an; für eine Professur wird später meist eine Habilitation verlangt.

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