Beton- und Stahlbetonbauer/Beton- und Stahlbetonbauerin
Auch bekannt als: Betonbauer/in · Betonwerker/in · Concretor (m/f)
Über den Beruf
Beton- und Stahlbetonbauer/innen fertigen stabile Bauwerke aus Beton und Stahlbeton. Sie richten die Baustelle ein, setzen Schalungen aus Holz, Kunststoff oder Stahl zusammen und bauen Stützgerüste auf. Nach Bewehrungsplänen schneiden, biegen und flechten sie Stahlstäbe zu Armierungen, die sie präzise in die Formen einlegen. Anschließend mischen sie Beton oder übernehmen Transportbeton, bringen ihn ein und verdichten ihn mit Rüttelgeräten. Sobald der Beton ausgehärtet ist, entfernen sie die Schalungen, bearbeiten Kanten und veredeln die Oberfläche. Sie montieren Fertigteile, dichten Wände und Decken ab und bringen Dämmstoffe an. Bei Schäden prüfen sie die Bausubstanz, entfernen marode Bereiche und erneuern den Beton fachgerecht, um Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit wiederherzustellen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beton- und Stahlbetonbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.478 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.804 € und 4.200 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung?
Im ersten Jahr verdienst du etwa 1.079 € brutto im Monat, im zweiten 1.292 € und im dritten rund 1.520 €. Durchschnittlich liegt die Ausbildungsvergütung damit bei 1.310 €.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Ja, Beton- und Stahlbetonbauer/innen brauchen eine robuste Gesundheit und kräftige Muskeln. Du hebst schwere Schalungen, arbeitest mit vibrierenden Geräten, musst schwindelfrei auf Gerüsten stehen und trotzt Hitze, Kälte oder Regen stundenlang im Freien.
Welche digitalen Skills braucht man als Beton- und Stahlbetonbauer/in?
Beton- und Stahlbetonbauer/innen arbeiten immer häufiger mit 3-D-Technik und mobilen Apps. Du nutzt 3-D-Laserscans für millimetergenaue Aufmaße, liest Baupläne auf Tablets oder Datenbrillen ab und setzt teilweise 3-D-gedruckte Schalungen oder Exoskelette für schwere Lasten ein.
Kann man sich als Beton- und Stahlbetonbauer/in selbständig machen?
Beton- und Stahlbetonbauer/innen können sich nach der Meisterprüfung in die Handwerksrolle eintragen lassen. Du kannst dann ein eigenes Unternehmen im Beton- und Stahlbetonbauer-Handwerk oder im verwandten Estrichleger-Handwerk gründen, auch als Franchisenehmer.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit findet überwiegend auf Baustellen statt und erfordert Schutzkleidung wie Helm, Sicherheitsschuhe und wetterfeste Jacke. Du arbeitest bei Lärm, Staub, Vibrationen, in großen Höhen und unter wechselnden Witterungsbedingungen.
Wie sind die Berufsaussichten als Beton- und Stahlbetonbauer/in?
Die Berufsaussichten als Beton- und Stahlbetonbauer/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden zugutekommt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Arbeitsmarkt etwas einengt.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Wege offen. Du kannst dich zum/zur Maurer- und Betonbauermeister/in, Polier/in im Hochbau oder Bachelor Professional im Maurer- und Betonbauer-Handwerk weiterbilden. Spezialisierungen wie Schalungsbau, Betonsanierung, Baumaschinenführung oder Building Information Modeling (BIM) vertiefen dein Know-how. Ein späteres Studium im Bauingenieurwesen eröffnet zusätzlich planerische Aufgaben.
