Ausbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin Schwerpunkt Trockenbauarbeiten
Auch bekannt als: Construction finishing worker (m/f) - specialising in dry wall construction
Über den Beruf
Ausbaufacharbeiter/innen mit dem Schwerpunkt Trockenbauarbeiten errichten Leichtbauwände, verkleiden Decken und gleichen Böden mit Trockenestrich aus. Sie lesen Bauzeichnungen, montieren Unterkonstruktionen aus Holz- oder Metallprofilen und schneiden Gipskarton- sowie Gipsfaserplatten passgenau zu. Dämmstoffe für Wärme-, Schall- und Brandschutz platzieren sie in Zwischenräumen, bevor Fugen verspachtelt werden. Bestehende Wände verkleiden sie mit Trockenputz, hängen Unterdecken ab und integrieren Beleuchtungselemente. Außerdem bauen sie Verkleidungen für Leitungen, dichten Bauteile gegen Feuchtigkeit ab und setzen vorgefertigte Elemente wie Türzargen ein. Nachbesserungen und Reparaturen führen sie selbstständig durch, sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Ausbaufacharbeiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.082 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.663 € und 3.529 €. In tarifgebundenen Betrieben oder auf großen Baustellen kann das Einkommen höher ausfallen, während kleine Handwerksfirmen oft näher an der unteren Grenze zahlen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Ausbaufacharbeiter/in?
Die duale Ausbildung dauert genau 2 Jahre. Damit steigst du vergleichsweise schnell ins Berufsleben ein.
Ist der Beruf als Ausbaufacharbeiter/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du musst schwere Gipskartonplatten heben, oft über Kopf arbeiten und dich sicher auf Leitern oder Gerüsten bewegen. Kraft in Armen und Rücken, Ausdauer sowie Schwindelfreiheit sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Ausbaufacharbeiter/in?
Die Berufsaussichten als Ausbaufacharbeiter/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung im Berufsfeld bis 2040.
Welche digitalen Skills braucht man als Ausbaufacharbeiter/in?
Ausbaufacharbeiter/innen nutzen immer häufiger digitale Technologien wie 3-D-Druck für individuelle Unterkonstruktionen. Auf der Baustelle erstellst du das Aufmaß per App und leitest die Daten direkt an den Betrieb weiter. Datenbrillen mit Augmented-Reality-Ansicht helfen dir, Baupläne freihändig einzusehen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ausbaufacharbeiter/in?
Du bedienst Schleif- und Bohrmaschinen, trägst Helm, Handschuhe und Atemschutz und arbeitest häufig bei Staub, Lärm sowie Hitze oder Kälte. Arbeiten über Kopf oder in größeren Höhen gehört dazu, weshalb konzentriertes und sicheres Arbeiten wichtig ist.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ausbaufacharbeiter/in?
Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene fachliche Weiterbildungen offen. Beliebt sind Lehrgänge in Trockenbau, Boden- und Estrichlegerei, Putz- und Stuckarbeiten oder in der Bauschadensanierung, mit denen du dein Know-how ausbauen und dein Gehalt steigern kannst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ausbaufacharbeiter/in?
Erfahrene Ausbaufacharbeiter/innen haben diverse Aufstiegschancen. Du kannst eine zusätzliche Qualifikation etwa als Estrichleger/in, Trockenbaumonteur/in oder Zimmerer/Zimmerin erwerben oder den Meister im Ausbau und Trockenbau machen, um Baustellen zu leiten. Auch der Abschluss als Techniker/in für Bautechnik (Ausbau) bzw. Bachelor Professional in Technik ebnet den Weg in Planung und Projektsteuerung.
