Stuckateur/Stuckateurin
Auch bekannt als: Gipser/in · Putzer/in ·
Über den Beruf
Stuckateure und Stuckateurinnen verputzen Wände und Decken, ziehen Trockenbauwände ein und verleihen Gebäuden mit Stuckprofilen charakteristische Details. Zuerst prüfen sie den Untergrund, befestigen Putzträger, mischen Mörtel und tragen ihn maschinell oder von Hand auf. Im Innenausbau montieren sie abgehängte Decken, Trocken- und Fließestriche sowie komplette Fassadenverkleidungen. Für Wärme- oder Schallschutz bringen sie Dämmplatten, Akustiksysteme und Brandschutzbauteile an. Historische Bauten restaurieren sie, indem sie Zierelemente abnehmen, reinigen und originalgetreu nachformen – etwa als Stuckmarmor, Rabitz- oder Sgraffitoarbeit. Lasergeräte, 3-D-Scans und Tablet-Apps unterstützen beim exakten Aufmaß und bei der Visualisierung für Kundschaft. Außerdem kalkulieren sie Materialbedarf und erstellen Aufmaß- und Leistungsabrechnungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Stuckateur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.352 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betrieb und Region kannst du zwischen 2.954 € und 3.781 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Stuckateur/in?
Während deiner Ausbildung erhältst du im Schnitt rund 1.283 € brutto pro Monat. Im ersten Jahr verdienst du etwa 1.066 €, im zweiten 1.267 € und im dritten 1.519 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Stuckateur/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung lässt sie sich in Absprache mit Betrieb und Berufsschule verkürzen.
Ist der Beruf als Stuckateur/in körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit fordert den ganzen Körper: Du hebst schwere Mörtelsäcke, verputzt Wände auch über Kopf und arbeitest häufig auf Leitern oder Gerüsten. Beweglichkeit, Ausdauer und Schwindelfreiheit sind deshalb wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Stuckateur/in?
Die Berufsaussichten als Stuckateur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass das Stellenangebot langfristig etwas zurückgehen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Stuckateur/in?
Digitale Vermessungs- und Planungswerkzeuge gehören inzwischen zum Alltag: Du solltest 3-D-Laserscans auswerten, Aufmaß-Apps bedienen und Farbanalysen mit einem Color Reader durchführen können. Auch 3-D-Druckverfahren für Stuckprofile sowie Augmented-Reality-Tools zur Kundenpräsentation machen dir die Arbeit leichter.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Stuckateur/in?
Du trägst Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz, bist Lärm, Staub und Chemikalien ausgesetzt und bewegst dich regelmäßig in größeren Höhen.
Kann man sich als Stuckateur/in selbständig machen?
Nach erfolgreicher Meisterprüfung kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Stuckateur- oder Maler- und Lackiererbetrieb gründen. Branchenverbände wie der Bundesverband Ausbau und Fassade unterstützen bei Fragen zur Existenzgründung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Stuckateur/in?
Ein naheliegender Schritt ist die Meisterprüfung zum/zur Stuckateurmeister/in, wodurch du Personal führen und einen eigenen Betrieb leiten kannst. Alternativ qualifizieren dich Weiterbildungen zum/zur Techniker/in für Bautechnik – Schwerpunkt Ausbau oder Bachelor Professional für Energieeffizienz und digitales Bauprojektmanagement. Mit Abitur oder passender Berufserfahrung ist auch ein Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen möglich, das dir Türen zu Planung, Statik oder Projektleitung öffnet.
