Tierwirt/Tierwirtin Fachrichtung Schäferei
Auch bekannt als: Schäfer/in · Landwirt/in ·
Über den Beruf
Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Schäferei züchten Schafe, wählen geeignete Böcke aus und planen Decktermine. Sie erstellen Futterrationen, nutzen bei Bedarf automatische Fütterungs- und Melksysteme und kontrollieren mit Sensorik Gewicht, Klauen und Vitalwerte. Während der Lammzeit leisten sie Geburtshilfe, kennzeichnen, kupieren Schwanz und kastrieren Jungtiere. Sie scheren die Tiere fachgerecht, melken Milchschafrassen und schlachten einzelne Tiere oder zerlegen deren Fleisch für die Vermarktung. Regelmäßig impfen und entwurmen sie die Herde, dokumentieren Leistungsdaten und gleichen Bestände mit Zuchtbüchern ab. Beim Hüten führen sie ausgebildete Hütehunde und legen Weidepläne an, um brachliegende Flächen, Deiche oder Heide nachhaltig zu beweiden. So verbinden sie Tierproduktion mit aktiver Landschaftspflege und sichern hochwertige Erzeugnisse aus Wolle, Milch und Fleisch.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Tierwirt/in Fachrichtung Schäferei?
Das Gehalt liegt typischerweise 2.569 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.324 € und 2.904 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Tierwirt/in Schäferei?
Während deiner Ausbildung verdienst du im ersten Jahr 979 €, im zweiten 1.061 € und im dritten 1.166 € brutto pro Monat. Im Schnitt macht das rund 1.080 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Tierwirt/in Schäferei?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du im Betrieb und in der Berufsschule alles von Futterplanung bis Schafschur.
Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung als Tierwirt/in Schäferei?
Biologie und Mathematik sind besonders hilfreich. Bio vermittelt dir das nötige Verständnis für Tierverhalten und -gesundheit, während Mathe bei Futterrationen, Herdenstatistiken und Kalkulationen gefragt ist.
Ist der Beruf als Tierwirt/in Schäferei körperlich anstrengend?
Ja, der Job fordert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, weil du Schafe fixierst, Futtersäcke trägst und oft lange Strecken auf der Weide zurücklegst. Außerdem arbeitest du bei jedem Wetter draußen und brauchst robuste Haut, etwa beim Scheren oder Reinigen der Ställe.
Wie sind die Berufsaussichten als Tierwirt/in Schäferei?
Die Berufsaussichten als Tierwirt/in Fachrichtung Schäferei sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge sorgen zusätzlich für freie Plätze. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass die Zahl der Jobs langfristig abnehmen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Tierwirt/in Schäferei?
Digitale Technik gehört längst zum Stallalltag: Du steuerst automatische Fütterungs- und Melksysteme, überwachst mit Sensoren oder LP-WAN-Netzen Klima- und Vitaldaten und setzt KI-gestützte Geburtsüberwachung ein. Wer Daten aus diesen Systemen auswerten und anpassen kann, verbessert Tierwohl und Arbeitseffizienz.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tierwirt/in Schäferei?
Die Arbeit findet überwiegend im Freien und in Ställen statt, oft bei Wind, Regen oder Hitze. Du kommst mit Staub, Tiergerüchen und Schmutz in Kontakt, packst viel mit der Hand an und musst auch an Wochenenden oder Feiertagen für die Tiere da sein.
Womit arbeitet man als Tierwirt/in Schäferei?
Du nutzt Schafschere, Klauenmesser, Schäferstab sowie Halfter und Ohrmarken für die Herde. Ergänzend kommen Transportwagen, Fütterungsanlagen und landwirtschaftliche Maschinen zum Einsatz, während im Büro Zuchtbücher und Hygienevorschriften auf dich warten. Desinfektionsmittel und Salben gehören ebenfalls zum täglichen Equipment, um Stall und Tiere gesund zu halten.
