Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin Fachrichtung Landwirtschaft/Bachelor Professional in Agrarwirtschaft – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin Fachrichtung Landwirtschaft/Bachelor Professional in Agrarwirtschaft

Auch bekannt als: Agrarwirtschafter/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien · in Ställen · in Büroräumen · in Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer1-2,5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen109

Über den Beruf

Agrarwirtschafter/innen steuern den gesamten Betriebsablauf von der Bodenbearbeitung bis zum Verkauf der Erzeugnisse. Sie planen Aussaat, Bewässerung und Pflanzenschutz, überwachen Wachstumsdaten per Drohne oder Farm-Management-System und leiten die Ernte ein. In der Tierhaltung wählen sie Rassen, legen Zuchtziele fest, kontrollieren Geburten und setzen automatische Fütterungs- oder Melksysteme ein. Sie koordinieren Maschinen, organisieren Reparaturen und führen Mitarbeitende. Gleichzeitig analysieren sie Kennzahlen, erstellen Buchführung und beantragen Förderprogramme. Direktvermarktung im Hofladen oder Lieferverträge mit Händlern gehören ebenso dazu wie Entscheidungen über Biogasanlagen oder Agri-Photovoltaik. Mit präzise erhobenen Daten und betriebswirtschaftlichem Know-how erzeugen sie hochwertige Lebensmittel und halten den Betrieb wirtschaftlich auf Kurs.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer1-2,5 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Abschluss in einem einschlägigen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatlich geprüfte Wirtschafterin Fachrichtung Landwirtschaft/Bachelor Professional in AgrarwirtschaftAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschafter/in in der Landwirtschaft?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.713 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.998 € und 4.627 € . Verantwortungsbereich, Betriebsgröße und zusätzliche Qualifikationen wirken sich spürbar auf dein Einkommen aus.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Die Weiterbildung an einer Fachschule dauert in Vollzeit etwa 1 Jahr, in Teilzeit kannst du dir dafür bis zu 2,5 Jahre Zeit lassen. Präsenzphasen und Praxisprojekte sind in beiden Varianten üblich.

Ist der Beruf als Wirtschafter/in Landwirtschaft körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du brauchst Ausdauer für lange Arbeitstage im Freien, funktionsfähige Arme und Hände für Wartungsarbeiten und eine robuste Gesundheit, um Hitze, Kälte oder Staub zu verkraften. Beim Umgang mit Pflanzenschutz- oder Desinfektionsmitteln schützt widerstandsfähige Haut und passende Schutzkleidung.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Die Berufsaussichten als Wirtschafter/in in der Landwirtschaft sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – Arbeitgeber finden schnell Personal, dadurch nimmt die Konkurrenz zu. Bis 2040 steigt der Bewerberdruck weiter. Entlastend wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden und dadurch Stellen nachbesetzt werden müssen.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Digitale Technik gehört längst zum Alltag auf dem Hof. Du solltest Drohnentechnik zur Bestandskontrolle beherrschen, Agrarroboter und automatische Teilbreitenschaltungen konfigurieren sowie Daten aus Farm-Management-Systemen und Business-Process-Management-Software auswerten. In der Tierhaltung laufen automatische Fütterungs-, Melk- und Geburtsüberwachungssysteme – deren Sensorik und Steuerung musst du überwachen und optimieren.

Womit arbeitet man als Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Im Betriebsalltag kommen große Landmaschinen wie Traktoren, Mähdrescher, Wendepflüge oder Siloblockschneider ebenso zum Einsatz wie Melk-, Kühl- und Sortieranlagen. Du hantierst mit Futter-, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, kontrollierst Tierbestände und nutzt Farm-Management-Software, Betriebsdaten und Rechtsvorschriften am PC. Die Bandbreite reicht also von schwerem Gerät bis zur Bildschirmarbeit im Büro.

Kann man sich als Wirtschafter/in Landwirtschaft selbständig machen?

Ja, viele Wirtschafter/innen führen einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb oder gründen ein Dienstleistungsunternehmen, etwa für Feldarbeiten oder Beratung. Dafür brauchst du neben Fachwissen ein solides Finanzierungskonzept und unternehmerisches Geschick.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Nach der Prüfung kannst du dich fachlich vertiefen, zum Beispiel in Pflanzenschutz, Tierzucht, Weinbau oder Umwelt- und Naturschutz. Auch Kurse in Buchführung, Bilanzierung sowie Finanz- und Rechnungswesen stärken deine betriebswirtschaftliche Seite.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschafter/in Landwirtschaft?

Mit wachsender Berufserfahrung kannst du erst einzelne Betriebszweige leiten, später den gesamten Hof oder größere Teams übernehmen. Wer die Ausbildereignung erwirbt, kann Lehrgänge leiten und Nachwuchskräfte schulen.

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