Rohrschweißer/Rohrschweißerin
Auch bekannt als: Rohrleitungsschweißer/in · Pipe welder (m/f)
Über den Beruf
Rohrschweißer/innen fügen Rohrleitungen und Formstücke zu dichten, belastbaren Systemen zusammen. Dafür lesen sie isometrische Zeichnungen und Schweißpläne, planen den Arbeitsablauf und wählen passende Schweißgeräte, Zusatzwerkstoffe sowie Hilfsmittel aus. Bevor der Lichtbogen zündet, entfernen sie Rost, Farbe oder Fett, richten die Bauteile millimetergenau aus und fixieren sie. Anschließend verbinden sie die Teile mit Gas- oder Lichtbogenschweißverfahren, häufig aus unterschiedlichen Positionen oder auf Hebebühnen, und bewegen schwere Komponenten mithilfe von Hebezeugen. Jede Schweißnaht kontrollieren sie visuell und mit Prüfgeräten auf Gleichmäßigkeit, Risse und Poren, schleifen sie bei Bedarf nach und testen komplette Leitungsabschnitte auf Druck- und Dichtheit. Danach montieren sie die Baugruppen und begleiten die Abnahme, bis das Rohrsystem sämtlichen Qualitätsvorgaben entspricht.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für die Tätigkeit wird oft eine Ausbildung im Metallbereich oder in der Schweißtechnik vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Rohrschweißer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.079 € und 4.430 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Rohrschweißer/in?
Die Berufsaussichten als Rohrschweißer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen — das spricht für dich als Bewerber/in. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, Arbeitgeber müssen länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Wachstum etwas bremst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rohrschweißer/in?
Rohrschweißer/innen arbeiten sowohl in Werkhallen als auch auf Baustellen im Freien. Hitze, Funkenflug, Rauchgase und Lärm gehören zum Alltag, daher trägst du schwer entflammbare Schutzkleidung, Schweißschirm und Gehörschutz. Kälte, Nässe oder Zugluft können je nach Einsatzort dazukommen, und die Unfallgefahr durch Lichtbögen und heiße Bauteile bleibt hoch. Aufmerksamkeit und sicheres Handling der Schweißautomaten sind deshalb Pflicht.
Womit arbeitet man als Rohrschweißer/in?
Zum Handwerkszeug gehören Schweißbrenner, Schutzgasflaschen und automatisierte Schweißautomaten. Für die Vorbereitung nutzt du Drahtbürsten, Schleifmaschinen und Schleifpapier, um Rohrkanten sauber anzusetzen. Digitale oder gedruckte Schweiß- und Montagepläne unterstützen dich bei Maß- und Winkeltreue. Deine Werkstücke sind vor allem Rohre, Formstücke und Bleche aus Stahl oder anderen Metallen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Rohrschweißer/in?
Du kannst dich in speziellen Verfahren wie WIG-, MIG- oder automatisiertem Schweißen fortbilden. Lehrgänge zur Rohrleitungsmontage oder Rohrschlosserei vertiefen dein Wissen im Anlagenbau. Kombinationsschulungen im Gasschweißen oder in der Schweißnahtprüfung erhöhen zusätzlich deine Einsatzmöglichkeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Rohrschweißer/in?
Mit Erfahrung ist der Aufstieg zum/zur Schweißfachmann/-frau oder Schweißwerkmeister/in möglich, womit du Fertigungsteams anleiten kannst. Wer sein Know-how weitergibt, qualifiziert sich als Schweißlehrer/in. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Versorgungstechnik öffnet dir zudem Türen in Planung und Projektmanagement von Rohrleitungsanlagen.
