Schweißfachmann/Schweißfachfrau
Auch bekannt als: Europäische/r Schweißfachmann/-frau · Internationale/r Schweißfachmann/-frau · Schweißaufsicht
Über den Beruf
Schweißfachleute koordinieren Schweißarbeiten von der Planung bis zur Abnahme. Sie wählen Werkstoffe und Zusatzdrähte aus, bestimmen Wärmbehandlung und Nahtfolge und richten Anlagen, Vorrichtungen oder Schweißroboter ein. Vor Arbeitsbeginn prüfen sie Zeichnungen auf Schweißeignung und legen Zugänglichkeit sowie Prüfbarkeit der Nähte fest. Während der Fertigung überwachen sie Maßhaltigkeit, Sauberkeit und Prozessdaten in Echtzeit, greifen bei Abweichungen ein. Sie teilen Schweißer/innen ein, kontrollieren Qualifikationen und unterweisen das Team im Arbeitsschutz. Abschließend inspizieren sie jede Naht per Sichtprüfung, Ultraschall oder Zugversuch, bewerten Ergebnisse und dokumentieren sie. Auch bei Zulieferteilen beurteilen sie Materialqualität und Fertigungsbedingungen. Besteht ein Bauteil alle Tests, geben sie es für Montage oder Versand frei.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- I.d.R. Ausbildung in einem Metall verarbeitenden Beruf + 3 Jahre Berufspraxis
- Oder Handwerks- oder Industriemeisterprüfung im Bereich Metall
- Oder Abschluss als Techniker/in oder Ingenieur/in
- Oder Abschluss als DVS-Schweißwerkmeister/in
- I.d.R. Mindestalter 22 Jahre
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Schweißfachmann/-frau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.939 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.081 € und 5.821 € verdienen, abhängig von Branche, Unternehmensgröße und Region.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Schweißfachmann/-frau?
Die Weiterbildung hat keine einheitliche Dauer. Sie richtet sich nach dem Bildungsanbieter und danach, ob du in Vollzeit, Teilzeit oder berufsbegleitend lernst; Vollzeitkurse schließen deutlich schneller ab als berufsbegleitende Formate.
Ist der Beruf als Schweißfachmann/-frau körperlich anstrengend?
Der Beruf kann körperlich fordernd sein. Du brauchst belastbare Arme und Hände, um Anlagen einzurichten, und gesunde Atemwege, weil du unter Schweißdämpfen, Gasen oder Staub arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Schweißfachmann/-frau?
Die Berufsaussichten als Schweißfachmann/-frau sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, da Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig soll die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas schrumpfen, was das Plus an Chancen leicht relativieren kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Schweißfachmann/-frau?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger: Apps und Echtzeitdatensysteme helfen dir, Schweißprozesse zu überwachen und Daten auszuwerten. Du programmierst Industrieroboter oder Cobots per CAM-Software, steuerst sie über Tablets oder AR-Brillen und trainierst neue Verfahren in virtuellen Schweiß-Simulatoren. Wer Maschinendatenerfassung (MDE) liest und analysiert, kann Fehler schnell erkennen und Abläufe optimieren.
Womit arbeitet man als Schweißfachmann/-frau?
Im Alltag arbeitest du mit Metallkonstruktionen, Rohren oder Behältern sowie mit Schweißanlagen, Brennern und Prüfgeräten. Schweißpläne, Konstruktionszeichnungen und Regelwerke begleiten jede Aufgabe; häufig rufst du sie am PC oder auf dem Tablet auf. Für Robotereinsätze nutzt du Einsatzpläne und programmierst die Geräte, während Gasflaschen, Elektroden und Schutzkleidung zur Grundausstattung gehören.
Kann man sich als Schweißfachmann/-frau selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Schweißfachleute können einen bestehenden Fertigungs-, Dienstleistungs- oder Handelsbetrieb im Stahl- und Metallbau übernehmen oder ein eigenes Unternehmen gründen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Schweißfachmann/-frau?
Du kannst dein Fachwissen gezielt ausbauen, etwa über Lehrgänge im Gasschweißen, WIG-, MIG- oder MAG-Schweißen sowie in automatisierten Schweißverfahren. Kombinationstrainings zu Konstruktion, Aufsicht oder Lehre bereiten dich auf spezifische Aufgaben vor und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schweißfachmann/-frau?
Mit Berufserfahrung bietet sich eine Weiterbildung zur/m Schweißlehrer/in an, um Schulungen zu leiten oder Prüftätigkeiten zu übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Werkstoffwissenschaft, Werkstofftechnik oder Maschinenbau eröffnet dir Perspektiven in Entwicklung, Qualitätsmanagement und Führung.
