Schweißlehrer/Schweißlehrerin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Schweißlehrer/Schweißlehrerin

Auch bekannt als: Lehrschweißer/in

BerufsfeldSoziales & Pädagogik
Arbeitsortein Unterrichtsräumen · in Lehrwerkstätten und Übungsräumen · in Büroräumen · in Werkstätten und -hallen (z.B. als Schweißaufsichtspersonen)
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen16

Über den Beruf

Schweißlehrer/innen vermitteln Auszubildenden und erfahrenen Fachkräften die Theorie und Praxis verschiedener Schweißverfahren. Sie entwickeln Unterrichtskonzepte, wählen passende Werkstücke sowie Schweißpläne aus und erklären Konstruktionszeichnungen Schritt für Schritt. In Lehrwerkstätten demonstrieren sie Handschweißtechniken, Löten, den Einsatz von Schweißrobotern oder Augmented-Reality-Hilfen und leiten zum sicheren Umgang mit Schutzgas-, Elektro- und Autogentechnik an. Methoden und Lernmedien passen sie an die Zielgruppe an, beobachten Fortschritte, korrigieren Fehler und nehmen Zwischen- sowie Abschlussprüfungen ab. Als Schweißaufsichtspersonen prüfen sie Nähte zerstörungsfrei, dokumentieren Ergebnisse digital, stellen Zeugnisse und Zertifikate aus und wirken in Prüfungsausschüssen mit. Häufig übernehmen sie zusätzlich Meisteraufgaben: Sie teilen Arbeiten ein, weisen neue Kolleg/innen ein und koordinieren Verfahrensprüfungen. Abgenommene Nähte geben sie nach Prüfung frei.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildung nach internen Richtlinien der Lehrgangsträger
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen8
  • Lehrgang Schweißwerkmeister/in: Schweißerprüfung nach DIN EN 287 oder DIN EN ISO 9606-2/3 G, E, WSG oder MSG + 3 Jahre Berufspraxis + Mindestalter 22 Jahre
  • Oder Meister-/Industriemeisterprüfung im Bereich Metall
  • Oder Abschluss als Schweißfachmann/-frau, nicht älter als 3 Jahre
  • Lehrgang Internationale/r Schweißfachmann/-frau: Abschluss in einem metallverarbeitenden Beruf + 3 Jahre Berufspraxis + Mindestalter 22 Jahre
  • Oder Weiterbildung als Schweißwerkmeister/in
  • Oder Meister-/Industriemeisterprüfung im Bereich Metall
  • Oder Abschluss als Techniker/in oder Ingenieur/in in einem technischen Fachbereich
  • Lehrgang Arbeits- und Berufspädagogik: Abschluss als Internationale/r Schweißfachmann/-frau

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Schweißlehrer/SchweißlehrerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Schweißlehrer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.606 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.758 € und 5.676 €. Wer mehrere Schweißverfahren beherrscht oder zusätzlich Führungsaufgaben übernimmt, kann über diesen Rahmen hinauskommen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Schweißlehrer/in?

Die Dauer variiert stark, weil sie von deinen Vorkenntnissen, der Kursform und dem Zeitmodell abhängt. In Vollzeit können wenige Wochen bis mehrere Monate ausreichen, berufsbegleitend zieht sich die Qualifizierung entsprechend länger.

Ist der Beruf als Schweißlehrer/in körperlich anstrengend?

Für Vorführungen brauchst du funktionstüchtige Arme und Hände, um unterschiedliche Schweißtechniken sicher zu zeigen. Zudem solltest du über gesunde Atemwege verfügen, da beim Arbeiten mit Metall Dämpfe und Gase entstehen können.

Wie sind die Berufsaussichten als Schweißlehrer/in?

Die Berufsaussichten als Schweißlehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – ein Vorteil für Bewerber/innen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Viele Altersabgänge eröffnen zusätzlich freie Positionen.

Welche digitalen Skills braucht man als Schweißlehrer/in?

Schweißlehrer/innen sollten Apps zur Prozessüberwachung einsetzen, Schweißroboter in CAM-Umgebungen programmieren und Augmented-Reality-Hilfen wie Datenbrillen in den Unterricht integrieren können. Auch der Umgang mit Dokumentenmanagementsystemen und das Ausstellen digitaler Lernzertifikate gehören zum modernen Arbeitsalltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schweißlehrer/in?

Der Job wechselt zwischen Unterrichtsräumen und Werkhallen, häufig bei Hitze, Rauch und Funkenflug. Du trägst Schutzkleidung, bedienst Schweißgeräte und übernimmst Verantwortung für die Sicherheit deiner Lernenden. Büroarbeiten zur Kursvorbereitung ergänzen den praktischen Teil.

Kann man sich als Schweißlehrer/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Du kannst einen Metall-, Stahl- oder Brückenbaubetrieb übernehmen, einen eigenen gründen oder als freiberufliche/r Dozent/in Schulungen an Bildungseinrichtungen anbieten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Schweißlehrer/in?

Fachspezifische Lehrgänge in automatisiertem oder Sonderschweißen, Qualitätssicherung oder Lötverfahren halten dein Know-how aktuell. Zusätzliche Kurse in Behälter- und Apparatebau, Blechbearbeitung oder betrieblicher Aus- und Fortbildung erweitern dein Lehrangebot und deine Karrierechancen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Schweißlehrer/in?

Ein nächster Karriereschritt kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Werkstoffwissenschaft/-technik oder Maschinenbau sein. Mit dem Schweißlehrer-Abschluss erhältst du dafür oft sogar ohne Abitur den Hochschulzugang. Ein akademischer Abschluss eröffnet dir Entwicklungs-, Forschungs- oder Leitungspositionen in Industrie und Bildung.

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