Rohrleitungsbauer/Rohrleitungsbauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Rohrleitungsbauer/Rohrleitungsbauerin

Auch bekannt als: Rohrleger/in · Rohrleitungsmonteur/inMetalltechniker/inPipeline fitter (m/f) ·

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteauf Baustellen im Freien · in Werkstätten
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze470

Über den Beruf

Rohrleitungsbauer/innen verlegen Druckleitungen für Wasser, Gas, Öl und Fernwärme. Sie lesen Pläne, vermessen die Trasse und heben mit Baggern tiefe Rohrgräben aus. Um Einsturz oder Überflutung zu verhindern, sichern sie Wände mit Verbau und senken bei Bedarf das Grundwasser ab. In der Werkstatt fertigen sie Abzweige und Bögen aus Stahl, Kunststoff oder Gusseisen, dann verbinden sie die Rohrteile auf der Baustelle durch Schweißen, Flanschen oder Kleben. Armaturen, Absperrschieber und Messvorrichtungen werden eingebaut, bevor die Leitung mit Druck- und Dichtheitsprüfungen abgenommen wird und der Graben wieder geschlossen wird. Treten später Schäden auf, orten sie Leckagen, ersetzen defekte Abschnitte und schließen neue Haushalte ans Netz an. Moderne 3-D-Laserscanner und AR-basierte Planungsapps helfen, unterirdische Leitungen exakt zu positionieren und vorhandene Infrastruktur zu schützen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Rohrleitungsbauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.987 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betrieb und Region kannst du zwischen 3.268 € und 4.840 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Rohrleitungsbauer/in?

Während deiner Ausbildung erhältst du bereits Lohn. Im ersten Jahr verdienst du 1.162 € brutto im Monat, im zweiten 1.314 € und im dritten 1.501 € – durchschnittlich macht das rund 1.362 €.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Rohrleitungsbauer/in?

Die Ausbildung zur/zum Rohrleitungsbauer/in dauert drei Jahre. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf im Baugewerbe.

Ist der Beruf als Rohrleitungsbauer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du hebst und trägst schwere Rohrteile, arbeitest oft kniend in engen Gräben und wirst durch Vibrationen von Verdichtungsgeräten beansprucht. Dafür brauchst du Kraft, Ausdauer und eine robuste Gesundheit.

Wie sind die Berufsaussichten als Rohrleitungsbauer/in?

Die Berufsaussichten als Rohrleitungsbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben häufig länger unbesetzt – gut für Bewerber. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Jobsuchenden weiter, weil Betriebe länger nach Personal suchen. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung und es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Rohrleitungsbauer/in?

Digitale Technik spielt auch auf der Baustelle eine immer größere Rolle. Du solltest Bauroboter für Bohr- oder Verlegearbeiten steuern, CAM-gesteuerte Biege- und Schneidemaschinen programmieren und Wartungs- oder Inspektionsroboter für Leitungschecks einsetzen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Rohrleitungsbauer/in?

Rohrleitungsbauer/innen sind fast das ganze Jahr draußen auf Baustellen unterwegs. Du trägst Helm, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe, bedienst Erdverdichtungsgeräte oder Rohrbiegemaschinen und arbeitest unter Kälte, Hitze, Nässe, Staub sowie starkem Maschinenlärm. Vorfertigungsarbeiten finden teilweise in Werkstätten oder Hallen statt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Rohrleitungsbauer/in?

Nach der Lehre stehen dir zahlreiche Fachlehrgänge offen. Besonders gefragt sind Fortbildungen in Rohrschlosserei, Montage- oder Schweißtechniken, Stahl- und Metallbau sowie der Rohrleitungsmontage selbst. Solche Kurse vertiefen dein Know-how und können den Weg zu verantwortungsvolleren Aufgaben ebnen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Rohrleitungsbauer/in?

Aufstieg ist vor allem über Weiterbildungen im Tiefbau möglich. Nach einigen Jahren Praxis kannst du dich zum/zur Werkpolier/in qualifizieren und anschließend Polier/in im Tiefbau oder Netzmeister/in werden, um ganze Baustellen oder Versorgungsnetze zu leiten. Eine Technikerausbildung in Bautechnik mit Schwerpunkt Tiefbau bringt dich näher an Planung und Kalkulation. Mit einem Bachelorstudium im Bauingenieurwesen kannst du später auch Projektverantwortung in größeren Infrastrukturvorhaben übernehmen.

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