Werkpolier/Werkpolierin - Tiefbau – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Werkpolier/Werkpolierin - Tiefbau

Auch bekannt als: Finishing foreman (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteauf Baustellen, überwiegend im Freien · im Baustellenbüro bzw. Baucontainer
Dauerca. 5 Wochen bis ca. 5 Monate
Offene Stellen287

Über den Beruf

Werkpoliere und Werkpolierinnen im Tiefbau leiten Baustellen, messen Strecken, Profile und Gefälle ein und koordinieren jedes Arbeitspaket – vom Aushub bis zur fertigen Straßendecke. Sie planen Absperrungen, Lagerflächen und Zufahrtswege, verteilen Aufgaben an das Team und organisieren Material- und Maschinentransporte. Auf Basis von Bauzeichnungen kalkulieren sie Mengen, erstellen Aufmaße und fertigen Abrechnungen. Während der Ausführung prüfen sie die Qualität von Beton, Schotter oder bituminösem Mischgut, überwachen Termine und Kosten und setzen Unfallverhütungsvorschriften konsequent um. Bei Kanälen oder Rohrleitungen legen sie Gräben, Schächte und Planum an, steuern Bagger, Verdichter oder Straßenfertiger und wählen Verfahren zur Grundwasserabsenkung. Digitale Werkzeuge wie 3-D-Laserscanner, Aufmaß-Apps oder Augmented-Reality-Systeme helfen, verdeckte Leitungen sichtbar zu machen und Dokumentationen direkt vor Ort zu pflegen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach dem Regelwerk der Tarifvertragsparteien des Baugewerbes
Dauerca. 5 Wochen bis ca. 5 Monate
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Ausbildung in einem Beruf der Bauwirtschaft
  • Oder sonstiger Ausbildungsberuf + entsprechende einschlägige Berufspraxis
  • Zusätzlich entsprechende einschlägige Berufspraxis
  • Alternativ z.B. mind. 6 Jahre einschlägige Berufserfahrung in der Baubranche

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Werkpolier/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.762 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Standort und Verantwortungsbereich kannst du zwischen 4.840 € und 6.830 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Werkpolier/in?

Die Lehrgänge dauern je nach Bildungsanbieter und Unterrichtsform rund fünf Wochen bis fünf Monate. Vollzeitkurse schließen schneller ab, während Teilzeitmodelle sich über mehrere Monate erstrecken und sich gut mit dem Job verbinden lassen.

Ist der Beruf als Werkpolier/in körperlich anstrengend?

Der Job ist körperlich fordernd, weil du häufig schwere Bauteile bewegst, vibrierende Geräte führst und dabei kniende oder gebückte Haltungen einnimmst. Dauerhaftes Stehen, das Tragen von Absperrgittern sowie Arbeiten bei Hitze, Kälte oder Nässe verlangen eine robuste Gesundheit und gute Ausdauer.

Wie sind die Berufsaussichten als Werkpolier/in?

Die Berufsaussichten als Werkpolier/in im Tiefbau sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt – das verbessert deine Chancen bei der Jobsuche. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen freiwerden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was den Wettbewerb langfristig leicht erhöhen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Werkpolier/in?

Digitale Messtechnik wie 3-D-Laserscanning und mobile Aufmaß-Apps gehören längst zum Alltag. In manchen Betrieben nutzt du Augmented-Reality-Systeme zur Leitungssuche, verwaltest Bauunterlagen über ein Dokumentenmanagementsystem und setzt bei schweren Hebearbeiten eventuell Exoskelette ein.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Werkpolier/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büroaufgaben im Baucontainer und körperlichem Einsatz auf der Baustelle. Du trägst Schutzkleidung, steuerst Geräte wie Bagger oder Verdichter und arbeitest bei jeder Witterung oft in staubiger oder lauter Umgebung. Gleichzeitig führst du Teams und behältst Termine sowie Budgets im Blick.

Womit arbeitet man als Werkpolier/in?

Zum Maschinenpark zählen Bagger, Straßenfertiger oder Erdraketen für grabenlose Rohrverlegung. Du prüfst Baustoffe wie Bitumen, Betonstahlgeflechte und Kunststoffrohre und arbeitest mit Bau- und Ausführungsplänen, Leistungsverzeichnissen sowie Smartphone oder PC.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Werkpolier/in?

Du kannst dich in Lehrgängen zu Themen wie Baustellenleitung, Vermessungstechnik oder Baumaschinenführung spezialisieren. Kurse in Baustatik, Straßen- oder Kanalbau vertiefen dein Fachwissen und erleichtern dir den Sprung in größere Projektverantwortung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Werkpolier/in?

Mit zusätzlicher Praxis kannst du die Prüfung zum/zur Polier/in im Tiefbau ablegen und damit eine noch umfassendere Baustellenverantwortung übernehmen. Eine fachlich vertiefende Option ist die Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik mit Schwerpunkt Tiefbau.

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