Behälter- und Apparatebauer/Behälter- und Apparatebauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Behälter- und Apparatebauer/Behälter- und Apparatebauerin

Auch bekannt als: Anlagen- und Apparatebauer/in · Vessel and equipment constructor (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Werkhallen · in Werkstätten · auf Baustellen · beim Kunden
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze47

Über den Beruf

Behälter- und Apparatebauer/innen fertigen druckfeste Kessel, Tanks und Wärmetauscher aus Edelstahl, Kupfer oder Speziallegierungen. Auf Basis technischer Zeichnungen messen sie Bleche und Profile, schneiden sie zu und bringen sie per Biegen, Pressen oder Walzen in Form. Sie verschweißen, löten oder verschrauben die Einzelteile, montieren Rohrleitungen, Armaturen sowie Steuer- und Regeleinrichtungen und fügen alles zu kompletten Anlagen zusammen. CNC-gesteuerte Maschinen unterstützen die passgenaue Arbeit. Anschließend prüfen sie Schweißnähte mit Mess- und Prüfsystemen, führen Druck- oder Dichtheitsprüfungen durch und behandeln Oberflächen gegen Korrosion. Auch Wartungs- und Reparaturarbeiten an bestehenden Behältern und Apparaten gehören dazu, damit industrielle Prozesse sicher laufen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Behälter- und Apparatebauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.984 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.329 € und 4.872 € verdienen.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik, Mathematik und Physik. Damit kannst du Maße exakt übertragen, Belastungen berechnen und Werkstoffe passend auswählen.

Welche digitalen Skills braucht man als Behälter- und Apparatebauer/in?

Behälter- und Apparatebauer/innen arbeiten heute mit vernetzten Fertigungssystemen und digitalen Assistenztools. Sie programmieren zum Beispiel CAM-Laserschneidanlagen, überwachen Maschinen per Maschinendatenerfassung und führen Wartungen mithilfe von Augmented-Reality-Brillen oder kollaborativen Robotern.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Du bist Maschinenlärm, Staub und Dämpfen ausgesetzt und trägst Schutzausrüstung wie Gehörschutz, Schutzbrille oder Schweißschild. Bei großen Anlagen arbeitest du teils auf Gerüsten in beträchtlicher Höhe, was zusätzliche Sicherungen erfordert.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf verlangt körperliche Fitness. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest oft über Kopf oder in der Hocke und brauchst kräftige Arme sowie einen belastbaren Rücken. Schwindelfreiheit ist nötig, wenn du in großer Höhe montierst, und gutes Nahsehvermögen hilft dir, Maße und Schweißnähte exakt zu prüfen.

Kann man sich als Behälter- und Apparatebauer/in selbständig machen?

Nach einer erfolgreichen Meisterprüfung können Behälter- und Apparatebauer/innen einen eigenen Handwerksbetrieb gründen. Mit dem Eintrag in die Handwerksrolle darfst du Lehrlinge ausbilden und Aufträge auf eigene Rechnung annehmen. Beratung bieten etwa der Bundesverband Metall oder regionale Handwerkskammern.

Wie sind die Berufsaussichten als Behälter- und Apparatebauer/in?

Die Berufsaussichten als Behälter- und Apparatebauer/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern. Allerdings schrumpft die Beschäftigung im selben Zeitraum. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung stehen fachliche Kurse in Blechbearbeitung, Rohrleitungsmontage oder Schweiß-, Füge- und Trenntechniken offen. Du kannst dich außerdem in elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik oder Instandhaltung spezialisieren und so verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen.

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