Schweißer/Schweißerin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Schweißer/Schweißerin

Auch bekannt als: Welder (m/f)

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werk- und Fabrikhallen · an wechselnden Arbeitsorten (Endmontage)
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen9.441

Über den Beruf

Schweißer/innen verschmelzen Metallteile zu dichten Konstruktionen, Behältern und Rohrleitungen. Vor Arbeitsbeginn lesen sie Schweiß- und Montagepläne, stellen Bleche, Formstücke sowie Zusatzwerkstoffe bereit und bestimmen die passende Fugenform. Sie richten Bauteile exakt aus, heften sie punktuell und wählen das zu Werkstoff und Auftrag passende Verfahren: Gasschmelz-, Lichtbogenhand-, WIG-, MIG-, MAG- oder Spezialprozesse wie Laser- oder Unterpulverschweißen. Während des Schweißens überwachen sie Stromstärke, Lichtbogenspannung und Geschwindigkeit, bedienen bei Serienfertigungen Schweißroboter und optimieren deren Programme. Nach dem Abkühlen entfernen sie Schlacke, glätten Nähte und prüfen die Verbindung visuell oder mit zerstörungsfreien Prüfmethoden auf Gleichmäßigkeit, Einbrandkerben und Risse. Bei Bedarf bessern sie Fehlstellen aus und planen für schwere Baugruppen geeignete Hebe- und Transportwege. Digitale Echtzeitdatensysteme halten alle Parameter fest und erleichtern den Qualitätsnachweis, sodass die fertige Naht hohen Belastungen standhält.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAus- bzw. Weiterbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Aus- bzw.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen9
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • Auswahlkriterien des Bildungsanbieters
  • Ggf. abgeschlossene Berufsausbildung
  • Ggf. einschlägige Berufserfahrung
  • Bei aufeinander aufbauenden Lehrgängen ggf. erfolgreicher Abschluss der vorhergehenden Stufe
  • Ggf. Mindestalter, z.B. 18 Jahre
  • Ggf. Grundkenntnisse in Metallbearbeitung oder Schweißtechnik
  • Ggf. ausreichende Deutschkenntnisse im technischen Bereich
  • Ggf. Nachweis der gesundheitlichen Eignung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Schweißer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.697 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region kannst du zwischen 3.079 € und 4.430 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Schweißer/in?

Die Weiterbildung dauert je nach Bildungsanbieter, Kursform (Voll- oder Teilzeit) und den angestrebten Schweißberechtigungen unterschiedlich lange – von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Informiere dich deshalb frühzeitig, welche Kurslänge zu deinem Ziel passt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Schweißer/innen?

Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik, Physik und Mathematik. Damit kannst du Werkstücke sicher bearbeiten, Kräfte berechnen und Materialmengen kalkulieren.

Ist der Beruf als Schweißer/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du arbeitest häufig in Zwangshaltungen, trägst schwere Schutzausrüstung und bist Hitze, Lärm sowie Rauchgasen ausgesetzt.

Wie sind die Berufsaussichten als Schweißer/in?

Die Berufsaussichten als Schweißer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen länger suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas.

Welche digitalen Skills braucht man als Schweißer/in?

Digitale Kompetenz gehört inzwischen zum Alltag: Du solltest Schweißroboter programmieren, Echtzeitdaten aus Maschinendatenerfassung analysieren und Apps oder Augmented-Reality-Brillen zur Prozessüberwachung nutzen. Virtuelle Trainingssysteme helfen dir zudem, neue Verfahren gefahrlos zu üben.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Schweißer/in?

Hitze, Lärm, Rauchgase, Arbeiten in großer Höhe und das Tragen von Schutzkleidung prägen den Alltag.

Womit arbeitet man als Schweißer/in?

Zum Einsatz kommen Schweißanlagen und -brenner, Schutzgasflaschen, Kräne oder Gabelstapler sowie CNC-gesteuerte Vorrichtungen. Außerdem nutzt du Schweiß- und Montagepläne, Konstruktionszeichnungen und Qualitätsrichtlinien, um Metallbaukonstruktionen, Rohrsysteme oder Behälter passgenau zu fügen.

Kann man sich als Schweißer/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa durch die Gründung oder Übernahme eines Fertigungsbetriebs im Metall- und Anlagenbau. Der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) bietet dabei Unterstützung zu Technik, Normen und Finanzierung.

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