Qualitätskontrolleur/Qualitätskontrolleurin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Qualitätskontrolleur/Qualitätskontrolleurin

Auch bekannt als: Güteprüfer/in · Qualitätsprüfer/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Werkstätten oder Werk-/Produktionshallen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen1.560

Über den Beruf

Qualitätskontrolleure und -kontrolleurinnen legen Standards fest, planen Prüfverfahren und überwachen deren Einhaltung in der gesamten Produktion. Sie formulieren Vorschriften, entwickeln Mess- und Testmethoden – von der zerstörungsfreien Prüfung bis zur 3-Koordinatenmessung – und hinterlegen alles in Prüfplänen. Beim Wareneingang untersuchen sie Rohstoffe, in der laufenden Fertigung prüfen sie Passgenauigkeit, Oberflächengüte oder Funktion. Erkennen sie Mängel, analysieren sie Messdaten, leiten Fehlerursachen ab und geben konkrete Verbesserungsvorschläge an Fertigung und Einkauf weiter. Beanstandungen, Retouren und Reklamationen wickeln sie ab, veranlassen Nachlieferungen und dokumentieren jeden Schritt in Prüfberichten und SOPs. Sie schulen Mitarbeitende, setzen CAQ-Systeme ein und begleiten den Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen. Moderne Verfahren mit KI beschleunigen dabei die Auswertung großer Prüfdatenmengen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird i.d.R. eine einschlägige Berufsausbildung im jeweiligen Branchenbereich oder eine Weiterbildung in der Qualitätsprüfung erwartet.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Qualitätskontrolleur/in?

Qualitätskontrolleure/innen verdienen typischerweise 4.282 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.333 € und 5.387 €. In Branchen mit besonders hohen Qualitätsanforderungen wie Luft- und Raumfahrt liegt das Einkommen oft am oberen Rand der Spanne.

Wie sind die Berufsaussichten als Qualitätskontrolleur/in?

Die Berufsaussichten als Qualitätskontrolleur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Unternehmen länger nach geeignetem Personal suchen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Qualitätskontrolleur/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Labor und Produktions- oder Lagerhalle. Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe oder Gehörschutz ist in vielen Branchen Pflicht, und für Audits bei Zulieferern bist du gelegentlich mehrere Tage unterwegs. Hohe Verantwortung für teure Maschinen und Materialien verlangt präzise Dokumentation, dazu kommen Bildschirmarbeit und Gespräche mit Kunden oder Lieferanten.

Womit arbeitet man als Qualitätskontrolleur/in?

Du nutzt Qualitätsvorschriften, Kontrollpläne und umfangreiche Mess- sowie Prüfdaten. Präzisionsgeräte wie Einkoordinaten- oder Dreikoordinatenmessmaschinen erfassen Maße und Oberflächen, die du anschließend am PC auswertest. Telefon, E-Mail, Videokonferenztools und 3-D-Darstellungen unterstützen die Abstimmung mit Produktion und Lieferanten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Qualitätskontrolleur/in?

Kurse zu Qualitätsprüfung, -technik oder speziellen Managementmethoden vertiefen dein Fachwissen. Zusätzliche Schulungen in Qualitätsmanagementsystemen, physikalischer Messtechnik, Werkstoff- oder Fertigungstechnik eröffnen dir den Zugang zu komplexeren Prüfaufgaben oder ersten Führungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Qualitätskontrolleur/in?

Ein nächster Karriereschritt ist eine Aufstiegsweiterbildung zur Fachkraft für Qualitätssicherung und -management oder zum/zur Qualitätsfachmann/-frau für Fertigungsprüftechnik.

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