Fachkraft - Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement
Auch bekannt als: QM-Fachkraft · QS-Fachkraft · Quality Management Associate
Über den Beruf
Fachkräfte für Qualitätssicherung und -management analysieren Unternehmensprozesse, decken Schwachstellen auf und definieren konkrete Verbesserungsmaßnahmen. Mit Methoden wie Ishikawa-Diagrammen, Fehlermöglichkeits- und Einflussanalysen oder der 5W-Fragetechnik bewerten sie Risiken, legen Kennzahlen fest und verfolgen die Wirksamkeit eingeleiteter Korrekturen. Sie bauen Qualitätsmanagementsysteme nach Normvorgaben auf, pflegen Handbücher und prüfen in internen Audits, ob Vorgaben eingehalten werden. Moderne Datenanalyse, IoT-Plattformen oder KI-gestützte Kamerasysteme unterstützen sie dabei, Produktionsabläufe zu überwachen und Fehler früh zu erkennen. Auch die Prüfmittelüberwachung sowie Erstbemusterungen und Freigabeverfahren wie PPAP oder PPF gehören zu ihren Aufgaben. In Schulungen und Workshops vermitteln sie Mitarbeitenden das nötige Qualitätsbewusstsein und begleiten die Vorbereitung externer Zertifizierungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. bestandene Meisterprüfung in einem Handwerksberuf
- Oder Gesellenprüfung + mehrjährige einschlägige Berufstätigkeit
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.279 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.241 € und 6.646 €. Tarifbindung, Unternehmensgröße und Branche können die konkrete Summe zusätzlich beeinflussen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Die Dauer variiert stark, weil jedes Bildungsinstitut eigene Kursmodelle anbietet. Vollzeitlehrgänge sind oft nach wenigen Wochen oder Monaten beendet, berufsbegleitende Formate strecken sich entsprechend länger.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Die Berufsaussichten als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben länger vakant, was deine Chancen verbessert. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, Arbeitgeber müssen also intensiver suchen. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Zudem gibt es in diesem Beruf weniger Altersabgänge als in anderen Bereichen, sodass nicht viele Stellen nur durch Ruhestand freiwerden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Gefragt sind sichere Kenntnisse in 3-D-Simulationen, um Prozesse virtuell zu testen, sowie der Umgang mit Apps zur Live-Überwachung von Produktionsabläufen. Du solltest außerdem Dokumentenmanagementsysteme beherrschen und Augmented-Reality-Anwendungen einsetzen können, um Fehlerquellen direkt am Produkt sichtbar zu machen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Dein Arbeitsplatz wechselt regelmäßig zwischen Büro, Besprechungs- und Schulungsräumen sowie Werkstätten und Produktionshallen. Neben viel Bildschirmarbeit bist du auch direkt an Anlagen unterwegs, um Abläufe zu beobachten oder Audits vorzubereiten.
Womit arbeitet man als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Zum Tagesgeschäft gehören QM-Pläne, Maßnahmenkataloge und internationale Qualitätsnormen. Portable Prüfgeräte oder kamerabasierte Prüfsysteme liefern dir aussagekräftige Messdaten, während PC, Internetzugang und Telefon für Dokumentation und Abstimmung unverzichtbar sind.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachkräfte für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Du kannst dich durch Kurse zu Qualitätsmanagementmethoden, -werkzeugen oder Qualitätsprüfung spezialisieren. Ebenfalls beliebt sind Seminare zu Qualitätsmanagementsystemen oder ein vertiefender Lehrgang im Bereich Qualitätssicherung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich eine Aufstiegsweiterbildung zur Technikerin bzw. zum Technischen Betriebswirt oder zur REFA-Operations-Manager/in an. Wer einen akademischen Weg bevorzugt, kann seine Karriere mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaftslehre ausbauen.
