Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Aufbereitungsmechaniker/Aufbereitungsmechanikerin Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortean Leitständen von Abbau- und Aufbereitungsanlagen · im Freien in der Grube · in Lade- und Transportfahrzeugen · im Betriebslabor
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze1

Über den Beruf

Aufbereitungsmechaniker/innen der Fachrichtung feuerfeste und keramische Rohstoffe gewinnen Ton, Kaolin, Bauxit oder Quarz und bereiten sie industrietauglich auf. Mit Hydraulikbaggern und Radladern lösen sie das Gestein aus der Grube, verladen es auf Transportbänder und steuern den Materialfluss bis in die Aufbereitungsanlage. Dort zerkleinern, mischen, trocknen und mahlen sie die Rohstoffe in weitgehend automatisierten Anlagen, die sie von Leitständen aus programmieren und überwachen. Digitale Mess- und Steuertechnik hilft, Drehrohröfen, Walzwerke oder Luftstromabscheider exakt zu regeln. Regelmäßig entnehmen sie Proben, führen Siebanalysen sowie Reinheitsprüfungen durch und dokumentieren die Ergebnisse im Laborinformationssystem. Treten Störungen auf, stoppen sie die Anlage, wechseln Siebe oder reparieren Förderbänder. Auch planmäßige Wartungen, Schmierarbeiten und der Austausch verschlissener Teile liegen in ihrer Hand, um gleichbleibende Rohstoffqualität für Keramik- und Feuerfestprodukte zu sichern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.637 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.062 € und 4.268 €. Mit wachsender Berufserfahrung kannst du in die obere Gehaltsspanne vorrücken.

Wie lange dauert die Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung lässt sie sich oft verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Aufbereitungsmechaniker/innen?

Besonders wichtig sind Mathematik, Physik und Werken/Technik. Diese Fächer helfen dir, Mischungsverhältnisse zu berechnen, technische Prozesse zu verstehen und Skizzen anzufertigen.

Ist der Beruf als Aufbereitungsmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Häufig musst du in unbequemen Haltungen schwere Anlagenteile aus- oder einbauen, Fördergeräte bedienen und bei Staub, Lärm sowie wechselnden Witterungen im Freien arbeiten.

Wie sind die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Aufbereitungsmechaniker/in sind gut. Es herrscht ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass insgesamt weniger Jobs entstehen könnten.

Welche digitalen Skills braucht man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Bei der Arbeit kommen moderne Industrie-4.0-Technologien zum Einsatz. Du richtest CAM-gesteuerte Aufbereitungsanlagen ein, überwachst deren Datenströme per MDE-System und steuerst den Materialfluss über vernetzte Apps. Predictive-Maintenance-Tools sowie Augmented-Reality-Anwendungen unterstützen dich bei Wartung und Reparatur.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aufbereitungsmechaniker/in?

Die Tätigkeit spielt sich zwischen Leitstand, Produktionshalle und Grube ab und ist von Lärm, Staub und Temperaturschwankungen geprägt. Du bedienst schwere Maschinen, trägst Helm, Schutzbrille und Gehörschutz und musst dich auf Schmutzarbeit mit Ölen und Fetten einstellen.

Womit arbeitet man als Aufbereitungsmechaniker/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Rohstoffe wie Ton, Kaolin, Bauxit und Quarz sowie Hilfsstoffe wie Öle und Schmiermittel. Du nutzt Förderbänder, Mischanlagen, Zerkleinerer, Mess- und Prüfgeräte, Radlader sowie technische Dokumentationen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Aufbereitungsmechaniker/innen?

Aufstiegsmöglichkeiten bietet die Prüfung zur Industriemeisterin Fachrichtung Hüttentechnik oder eine Weiterbildung zur Technikerin für Maschinentechnik mit Schwerpunkt Verfahrenstechnik. Entscheidest du dich anschließend für ein Bachelorstudium in Rohstoffingenieurwesen oder Verfahrenstechnik, kannst du Prozesse optimieren und Teamverantwortung übernehmen. Mit einem darauf aufbauenden Masterstudium qualifizierst du dich sogar für Leitungsaufgaben bis hin zur Produktions- oder Werksleitung.

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