Landwirt/Landwirtin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Landwirt/Landwirtin

Auch bekannt als: Landwirtschaftliche/r Facharbeiter/in · Farmer (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien · in Ställen · in Lagerräumen, Scheunen, Geräte- und Maschinenschuppen, auf Heuböden · an Marktständen oder in Hofläden · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze733

Über den Beruf

Landwirte und Landwirtinnen bauen Getreide, Gemüse und Futterpflanzen an, halten Rinder, Schweine oder Geflügel und verkaufen die Produkte. Sie bereiten Böden vor, wählen Saatgut, säen, düngen, schützen und ernten Pflanzen. In der Tierhaltung füttern sie, überwachen Gesundheit, melken oder transportieren Tiere und reinigen Ställe. Moderne Traktoren, Melkroboter, Drohnen oder Farm-Management-Software steuern sie ebenso sicher wie klassische Geräte, warten Maschinen und beheben Störungen. Nach der Ernte lagern oder verarbeiten sie Getreide, Milch oder Fleisch und organisieren den Absatz direkt ab Hof oder an Handel und Verarbeiter. Auch Kalkulationen, Buchführung und Marktanalysen liegen in ihrer Hand. Viele betreiben Biogasanlagen, Agri-Photovoltaik oder pflegen Hecken, Feldraine und Gewässerränder, um Energie zu erzeugen und die Biodiversität zu fördern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Landwirt/in?

Landwirt/innen verdienen typischerweise 2.769 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.417 € und 3.250 €. In Familienbetrieben kann das Einkommen zusätzlich von Ernteerträgen und Marktpreisen abhängen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Landwirt/in?

Während deiner Ausbildung liegt die durchschnittliche Vergütung bei 1.019 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du etwa 902 €, im zweiten 993 € und im dritten ungefähr 1.091 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Landwirt/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich, wenn Betrieb und Berufsschule zustimmen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Landwirt/innen?

Biologie, Chemie, Werken / Technik und Mathematik helfen dir besonders weiter, weil du damit Pflanzen- und Tierprozesse verstehst, Maschinen bedienst und Mengen berechnest.

Ist der Beruf als Landwirt/in körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf fordert Rücken, Arme, Beine und Ausdauer stark. Du hebst Futtersäcke, kletterst auf Maschinen, arbeitest bei jeder Witterung im Freien und stehst oft lange in gebückter Haltung oder auf unebenem Gelände.

Wie sind die Berufsaussichten als Landwirt/in?

Die Berufsaussichten als Landwirt/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind schnell besetzt und du triffst auf mehr Konkurrenz. Zudem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber leichter Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Landwirt/in?

Digitale Technik gehört inzwischen zum Alltag auf dem Hof. Du solltest Agrarroboter steuern, Drohnen zur Feldbeobachtung einsetzen, automatische Melk- oder Fütterungssysteme überwachen und Farm-Management-Software nutzen können, um Wetter-, Boden- und Ertragsdaten auszuwerten.

Kann man sich als Landwirt/in selbständig machen?

Viele Landwirt/innen führen einen eigenen Betrieb oder übernehmen den Hof der Familie. Mit Spezialisierungen wie Ackerbau, Tiermast, Biogas oder Agrartourismus kannst du ein individuelles Geschäftsmodell aufbauen; Meister- oder Betriebswirtabschlüsse erleichtern Finanzierung und Betriebsführung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Landwirt/in?

Aufstiegschancen bieten vor allem Meister- und Technikerprüfungen wie Landwirtschaftsmeister/in, Agrarservicemeister/in oder Techniker/in Fachrichtung Agrartechnik. Wer Managementaufgaben anstrebt, kann sich zum/zur Betriebswirt/in Agrarbetrieb weiterbilden oder ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudium in Agrarwissenschaft oder Agrarmanagement anschließen.

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