Lacklaborant/Lacklaborantin
Auch bekannt als: Laborant/in - Farbe und Lack · Labortechniker/in - Farben und Lacke · Lacquer and varnish laboratory technician (m/f)
Über den Beruf
Lacklaboranten und Lacklaborantinnen entwickeln und prüfen Farben, Lacke und andere Beschichtungsstoffe für Holz, Metall, Kunststoff oder Beton. Sie wählen Rohstoffe aus, mischen Rezepturen und tragen Proben per Pinsel, Spritz- oder Pulvertechnik auf Testplatten auf. Im Labor bestimmen sie Viskosität, Glanz, Härte, Haftfestigkeit sowie Licht- und Wetterbeständigkeit. Mit Zentrifuge, Mikroskop oder Spektralphotometer analysieren sie chemische Zusammensetzung und Farbton, werten die Messdaten in Laborinformationssystemen aus und erstellen Prüfberichte. Treten Abweichungen auf, passen sie Formulierungen und Prozessparameter an, bis die Beschichtung zuverlässig schützt und ästhetisch wirkt. Dabei berücksichtigen sie Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften und arbeiten an lösemittelarmen oder wasserbasierten Alternativen. Ihre Ergebnisse fließen in Produktion, Qualitätssicherung und oft auch in die Beratung von Kunden oder Entwicklungsabteilungen ein.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Lacklaborant/in?
Als Lacklaborant/in liegt das Gehalt typischerweise bei 4.583 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.761 € und 5.640 €. Branchentarife, Unternehmensgröße und Zusatzqualifikationen können die Summe zusätzlich beeinflussen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Lacklaborant/in?
Im ersten Ausbildungsjahr bekommst du rund 1.185 € brutto im Monat, im zweiten Jahr 1.277 € und im dritten Jahr 1.351 €. Für das vierte Ausbildungsjahr sind etwa 1.435 € üblich, im Schnitt also rund 1.299 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Lacklaborant/in?
Die duale Ausbildung als Lacklaborant/in dauert regulär 3,5 Jahre. Während dieser Zeit wechselst du zwischen betrieblicher Praxis im Labor und Unterricht in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Lacklaborant/innen?
Hilfreich sind insbesondere Chemie, Physik, Biologie und Mathematik. Damit kannst du später Prüfreaktionen verstehen und den Materialverbrauch präzise berechnen.
Ist der Beruf als Lacklaborant/in körperlich anstrengend?
Der Job erfordert eher Feinmotorik als Kraft, etwa beim Pipettieren oder Justieren von Messgeräten. Gutes Farbsehvermögen, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen sowie gesunde Atemwege sind wichtig, weil du regelmäßig mit Lösungsmitteln und anderen Chemikalien arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Lacklaborant/in?
Die Berufsaussichten als Lacklaborant/in sind ausgeglichen. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – das spielt dir in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Unternehmen länger nach geeignetem Personal suchen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld bis 2040, und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Lacklaborant/in?
Du solltest sicher mit Laborinformationssystemen (LIS) und Dokumentenmanagementsystemen umgehen können, um Prüfergebnisse digital zu erfassen. Color Reader unterstützen dich beim schnellen Farbvergleich, und in manchen Betrieben überwachen Datenbrillen die Anlagenparameter direkt im Sichtfeld.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Lacklaborant/in?
Nach der Ausbildung kannst du dich in Kursen zu Korrosionsschutz, physikalischer Messtechnik, naturwissenschaftlicher Labortechnik oder moderner Beschichtungstechnik spezialisieren. Solche Schulungen vertiefen dein Fachwissen und halten dich über neue Materialien und Prüfverfahren auf dem Laufenden.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Lacklaborant/in?
Ein nächster Karriereschritt ist die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik oder zum/zur Techniker/in Farb- und Lacktechnik, womit du Labor- oder Produktionsteams führen kannst. Mit zusätzlicher Praxis bietet sich der Abschluss als Betriebsmanager/in Farbtechnik an. Wer den Sprung in Forschung oder Prozessentwicklung anstrebt, kann ein Bachelor- oder Masterstudium im Chemieingenieurwesen oder in der Verfahrenstechnik anschließen.
