Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Lack- und Beschichtungstechnik - Bachelor Professional in Lack- und Beschichtungstechnik
Über den Beruf
Industriemeister/innen der Fachrichtung Lack- und Beschichtungstechnik organisieren die komplette Fertigung von Farben, Lacken und Oberflächenbeschichtungen. Sie legen Rezepturen fest, steuern das Mischen von Pigmenten und richten Abfüll-, Lackier- und Beschichtungsanlagen ein. Während der Produktion überwachen sie Temperatur, Viskosität und Schichtdicke mithilfe von Echtzeitdaten, beheben Störungen und passen Abläufe in CAM-Systemen an. Sie prüfen Rohstoffe und Endprodukte nach betrieblichen und gesetzlichen Qualitätsnormen, veranlassen Wartungen und achten auf Arbeits- sowie Umweltschutz. Als Führungskräfte planen sie Personal- und Materialeinsatz, kalkulieren Kosten und entwickeln Qualitätsziele. Sie erstellen Ausbildungspläne, schulen Fachkräfte im Umgang mit Cobots oder AR-gestützter Wartung und begleiten die Einführung smarter Beschichtungen. Jedes Werkstück verlässt die Linie mit der exakt geforderten Schutz- und Dekorschicht.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Fachrichtung Lack- und Beschichtungstechnik
- Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
- Alternativ mind. 4 Jahre einschlägige Berufspraxis
- Falls kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt: berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten ggf. per Validierungsverfahren nachweisen
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Industriemeister/innen für Lack- und Beschichtungstechnik verdienen typischerweise 4.371 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Betriebsgröße liegt die Spanne etwa zwischen 3.612 € und 5.560 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Die Dauer der Meisterweiterbildung ist nicht einheitlich geregelt. Sie richtet sich nach Anbieter, Unterrichtsform und Lernmodell; Vollzeitkurse sind deutlich kürzer als berufsbegleitende Varianten.
Ist der Beruf als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik körperlich anstrengend?
Die Tätigkeit fordert bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen, ist aber kein klassischer Schwerstarbeitsjob. Funktionsfähige Arme und Hände, sicheres Farbsehvermögen, widerstandsfähige Haut sowie gesunde Atemwege sind wichtig, weil du beim Schleifen, Lackieren und Arbeiten mit Lösemitteln oder Pigmenten regelmäßig Schutzkleidung trägst.
Wie sind die Berufsaussichten als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Die Berufsaussichten als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, wodurch weniger neue Jobs entstehen. Positiv wirkt, dass die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter sinkt. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Digitale Produktions- und Qualitätssicherung gehört zum Tagesgeschäft. Du arbeitest mit Echtzeitdatensystemen, CAM-Software, vernetzten Lackieranlagen und Dokumentenmanagementsystemen. Auch Color-Reader, Augmented-Reality-Assistenz bei der Wartung und die Zusammenarbeit mit Cobots solltest du beherrschen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro, Labor und Produktionshalle. Du führst Teams, bedienst Maschinen, erstellst Auswertungen am Bildschirm und trägst häufig Schutzkleidung wie Handschuhe oder Atemschutz. Verantwortung für Personen, wechselnde Arbeitsorte und der Umgang mit Chemikalien prägen die Bedingungen.
Womit arbeitet man als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Zum Einsatz kommen Lackier- und Beschichtungsanlagen, Förderstrecken sowie Abfüll- und Verpackungsmaschinen. Du nutzt Labor- und Messgeräte, chemische Rohstoffe wie Pigmente, Lösungsmittel oder Weichmacher und digitale Unterlagen von Rezepturen bis zu Arbeitsprogrammen für automatisierte Anlagen. Im Büro unterstützen PC, Telefon und Internet die Planung und Dokumentation.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Du kannst dich gezielt in Themen wie Korrosionsschutz, Verfahrenstechnik oder Anlagensicherheit fortbilden. Kurse zu Störfallvorsorge, Produktions- und Fertigungstechnik oder neuen Beschichtungsverfahren erweitern dein Fachwissen ebenfalls.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Lack- und Beschichtungstechnik?
Für den Karriereschritt in die Unternehmensführung bietet sich die Fortbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/in oder Internationalen Meister/in an.
