Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik

Auch bekannt als: Farb- und Lacktechniker/in · Farbentechniker/in

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Entwicklungs- und Prüflabors · in Produktionshallen · auf Baustellen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Offene Stellen10.665

Über den Beruf

Farb- und Lacktechniker/innen entwickeln neue Beschichtungen, prüfen deren physikalische und chemische Eigenschaften und steuern Lackierprozesse. Sie mischen Rezepturen, messen Viskosität, Haftung oder Farbton und werten Bewitterungstests aus. Außerdem richten sie Spritz- und Lackieranlagen ein, nutzen Echtzeitdaten, um Durchsatz und Schichtdicke zu optimieren, und planen den Materialeinsatz. Sie beurteilen Untergründe, bestimmen die passende Behandlung und organisieren jede Arbeitsetappe. Dabei überwachen sie Arbeitsschutz- und Umweltvorgaben, leiten Teams, schulen Auszubildende und dokumentieren Ergebnisse digital. Auch betriebswirtschaftliche Aufgaben gehören dazu: Kunden beraten, Angebote kalkulieren, Aufträge koordinieren und die Kosten im Blick behalten. Damit erhalten Bauteile, Möbel oder Fassaden eine exakt definierte Schutz- und Dekorschicht.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartWeiterbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)
Dauer2-4 Jahre (Vollzeit/Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. einschlägiger anerkannter Ausbildungsberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis
  • Je nach Bundesland Hauptschulabschluss oder mittlerer Bildungsabschluss

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Farb- und Lacktechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in TechnikAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Farb- und Lacktechniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.779 € brutto im Monat. Mit wachsender Verantwortung und je nach Region kannst du zwischen 3.774 € und 6.096 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Farb- und Lacktechniker/in?

Die Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in Fachrichtung Farb- und Lacktechnik dauert in Vollzeit etwa 2 Jahre. Entscheidest du dich für Teilzeit, musst du bis zu 4 Jahre einplanen.

Ist der Beruf als Farb- und Lacktechniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf stellt gewisse körperliche Anforderungen. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für präzises Arbeiten, ein gutes Farbsehvermögen für Farbtonkontrollen sowie widerstandsfähige Haut, weil du mit Lacken und Lösemitteln hantierst. Auch gesunde Atemwege sind wichtig, da beim Lackieren Dämpfe entstehen – Schutzkleidung und Absaugung gehören daher zum Alltag.

Wie sind die Berufsaussichten als Farb- und Lacktechniker/in?

Die Berufsaussichten als Farb- und Lacktechniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben häufig länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Gleichzeitig wird die Gesamtbeschäftigung bis 2040 voraussichtlich schrumpfen. Zudem fallen die Altersabgänge geringer aus als in vielen anderen Berufen, sodass weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Farb- und Lacktechniker/in?

Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, um Objekte vor dem Lackieren exakt zu vermessen, und CAM-Systeme programmieren können, wenn automatische Anlagen eingerichtet werden. Echtzeitdatensysteme und der Digitale Zwilling helfen dir, Prozesse zu überwachen und vorausschauend zu warten, während Dokumentenmanagementsysteme Messergebnisse digital archivieren. Apps zur Prozessüberwachung, Color Reader und Cobots erweitern deinen digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Farb- und Lacktechniker/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Labor, Produktionshalle, Büro und gelegentlichen Baustelleneinsätzen. Du kombinierst Handarbeit mit Rollen oder Spritzpistolen, die Bedienung großer Anlagen und Bildschirmarbeit für Planung und Kalkulation. Schutzhelm, Handschuhe oder Atemschutz gehören oft zur Grundausstattung, weil Chemikalien und laute Maschinen im Spiel sind. Gleichzeitig trägst du Verantwortung für Mitarbeitende, hochwertige Anlagen und die Betreuung von Kundschaft.

Kann man sich als Farb- und Lacktechniker/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du einen eigenen Maler- und Lackiererbetrieb gründen oder übernehmen; alternativ lässt sich auch ein Fertigungs-, Dienstleistungs- oder Handelsunternehmen rund um Farben und Beschichtungen aufbauen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Farb- und Lacktechniker/innen?

Du kannst dein Know-how durch Lehrgänge zu Korrosionsschutz, physikalischer Messtechnik oder Produktions- und Fertigungstechnik erweitern. Auch Seminare zur modernen Beschichtungstechnik oder zur nachhaltigen Verwendung von Lacken halten dich fachlich auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Farb- und Lacktechniker/innen?

Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Fortbildung zum/zur Technischen Betriebswirt/in an – damit verbindest du technisches Fachwissen mit Betriebswirtschaft.

10.665 Stellenangebote ansehen