Ingenieurinformatiker/Ingenieurinformatikerin
Auch bekannt als: IT-Ingenieur/in · Informatikingenieur/in
Über den Beruf
Ingenieurinformatiker/innen entwerfen Steuerungssoftware, konzipieren Hardwarekomponenten und vernetzen beides zu maßgeschneiderten IT-Systemen. Sie entwickeln Firmware für Digitalkameras, Bordcomputer oder mobile Roboter, programmieren Mikroprozessoren und richten Computer-Leitsysteme in Fertigungsstraßen ein. In Unternehmen bauen sie Serverlandschaften sowie kabelgebundene oder drahtlose Datennetze auf, administrieren Betriebssysteme, überwachen Lastspitzen und schließen Sicherheitslücken mit passenden Schutzkonzepten. Bei Störungen analysieren sie Mess- und Logdaten, simulieren Abläufe und optimieren Parameter, damit Produktionsprozesse stabil und energieeffizient laufen. Häufig erweitern sie bestehende Anlagen um KI-gestützte Module, Edge-Geräte oder Cobots, um Qualitätssicherung und Materialfluss weiter zu automatisieren. Im Kundenkontakt wählen sie geeignete Hard- und Software, passen sie an spezielle Produktionsbedingungen an, installieren die Lösungen vor Ort und schulen Anwender/innen im sicheren Umgang.
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Häufige Fragen
Was verdient man als Ingenieurinformatiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.651 € brutto im Monat. Als Berufseinsteiger/in kannst du mit rund 5.336 € rechnen; mit Projekterfahrung und Leitungsverantwortung sind deutlich höhere Beträge drin.
Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieurinformatiker/in?
Die Berufsaussichten als Ingenieurinformatiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben lange unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Unternehmen länger nach passenden Kräften suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, sodass hierdurch nur wenige Stellen freiwerden.
Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieurinformatiker/in?
Gefragt sind Programmier- und Architekturkenntnisse für 3-D-Simulationen, Edge-Computing-Lösungen oder Blockchain-basierte Geschäftsprozesse. Du solltest außerdem Software für Cobots, CAM-Systeme oder AR-Bedienoberflächen entwickeln und Produktionsabläufe mit BPM-Plattformen automatisieren können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieurinformatiker/in?
Der Job kombiniert viel Bildschirmarbeit mit Labor-, Werkstatt- und gelegentlichen Montageeinsätzen beim Kunden. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder Schichtdienste können anfallen, etwa wenn Fertigungsanlagen rund um die Uhr betreut werden. Häufiger Kundenkontakt, Reisen und Verantwortung für Kolleg/innen in Projektteams gehören ebenfalls dazu.
Womit arbeitet man als Ingenieurinformatiker/in?
Zum Werkzeugkasten gehören Hardwarekomponenten, vernetzte IT-Systeme, Datenbanken und CAD-/CAE-Software. Für KI-Projekte nutzt du Machine-Learning-Bibliotheken oder Deep-Learning-Frameworks und testest Lösungen in interaktiven 3D-Umgebungen. Schaltpläne, Stücklisten und Terminpläne dienen dabei als technische Unterlagen.
Kann man sich als Ingenieurinformatiker/in selbständig machen?
Ja, viele Ingenieurinformatiker/innen gründen eigene System- oder Softwarehäuser, bieten IT-Beratung sowie Hard- und Softwarevertrieb an oder spezialisieren sich auf Anwenderservice und EDV-Schulungen. Unterstützung bei der Existenzgründung erhältst du z.B. über Fachverbände wie den VDI.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieurinformatiker/in?
Fachkurse in Softwareentwicklung, System- und Netzwerkadministration, Robotik oder Automatisierungstechnik halten dein Know-how aktuell. Du kannst dich außerdem in Datenbankmanagement, CAM/CIM-Technik oder elektrischer Mess- und Steuerungstechnik spezialisieren.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieurinformatiker/in?
Nach einem Bachelorabschluss eröffnet ein Masterstudium in Ingenieurinformatik, Technischer Informatik oder Systems Engineering den Weg zu anspruchsvolleren Entwicklungs- oder Projektleitungsaufgaben. Wer in Forschung oder Hochschullehre arbeiten will, schließt daran eine Promotion an; eine Habilitation qualifiziert für Professuren. In der Industrie führen spezialisierte Master- oder Promotionskenntnisse oft zu Leitungspositionen in der Produktentwicklung oder IT-Architektur.
