Systems Engineering (Master)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Systems Engineering · Systemingenieur/in · Systems engineer (m/f)
Über den Beruf
Ingenieure und Ingenieurinnen für Systems Engineering entwickeln komplexe technische Gesamtsysteme – von robotergesteuerten Fertigungsstraßen bis zu Luft- und Raumfahrtanlagen. Sie übersetzen Kundenwünsche in detaillierte Anforderungsprofile, legen Leistungs-, Kosten- und Sicherheitsziele fest und modellieren daraufhin das Systemdesign mit CAD, Simulationen und High-Performance-Computing. Während der Entwicklung analysieren sie Risiken, bewerten Alternativen und dokumentieren Änderungen. Sie koordinieren Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektronik und Software, leiten die Integration aller Module und prüfen das Zusammenspiel mithilfe von Verifikations- und Validierungstests. Zugleich behalten sie Budgets, Personal und Termine im Blick und berichten an Auftraggeber. Treten Fehler auf, führen sie Ursachenanalysen durch und optimieren Abläufe. In Forschungsprojekten bringen sie neue Automatisierungs- und KI-Verfahren ein oder geben ihr Wissen in Vorlesungen weiter.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Systems Engineering
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit geeignetem Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. Englischkenntnisse
Passende Studiengänge59
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Systems Engineer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 7.084 € brutto im Monat. Je nach Branche, Region und Berufserfahrung sind bereits ab rund 5.745 € aufwärts möglich, besonders wenn du Projekt- oder Personalverantwortung übernimmst.
Ist der Beruf als Systems Engineer/in körperlich anstrengend?
Der Job gilt überwiegend als kopflastig und ist körperlich nur mäßig fordernd. Du solltest jedoch uneingeschränkt mit Armen und Händen arbeiten können, weil Funktionsprüfungen an Modulen oder Prototypen feinmotorische Handgriffe erfordern.
Wie sind die Berufsaussichten als Systems Engineer/in?
Die Berufsaussichten als Systems Engineer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Auf der anderen Seite schrumpft die Beschäftigung bis 2040 leicht, und es gibt weniger Altersabgänge als in vergleichbaren Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Systems Engineer/in?
Digitale Kompetenz ist für Systems Engineers/innen unverzichtbar. Du solltest 3-D-Simulationen und 3-D-Laserscanning beherrschen, Aktorik in deine Konzepte integrieren und RFID- oder Auto-ID-Lösungen einplanen können. Zusätzliche Pluspunkte sammelst du mit Know-how in Apps zur Prozessüberwachung, Augmented-Reality-Anwendungen, AOI-Prüfsystemen sowie Business-Process-Management-Systemen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Systems Engineer/in?
Die Arbeit spielt sich zwischen Büro, Testlabor und gelegentlichen Einsätzen in Werk- oder Produktionshallen ab. Verantwortung für Mitarbeitende, Kundenkontakt und viel Bildschirmarbeit gehören zum Alltag. Bei Inbetriebnahmen oder Fertigungsüberwachungen kann es zu Schichtarbeit, unregelmäßigen Arbeitszeiten und häufiger Abwesenheit vom Wohnort kommen.
Womit arbeitet man als Systems Engineer/in?
Systems Engineers/innen nutzen einerseits Hardware wie Industrieroboter, Versuchsanlagen und Prüfgeräte, andererseits Software für CAD, CAM und CAE. Du arbeitest mit Anforderungs-, Konstruktions- und Fehleranalysen, erstellst Kostenberechnungen und simulierst komplexe Abläufe am Bildschirm. Ein gut ausgestatteter PC-Arbeitsplatz mit Internetzugang, Telefon und kollaborativen Tools bildet dabei deine Schaltzentrale.
Kann man sich als Systems Engineer/in selbständig machen?
Ja – viele Systems Engineers/innen machen sich als beratende Ingenieure selbständig. Der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) bietet Infos rund um Businessplan, Finanzierung und Rechtsform, falls du diesen Schritt planst.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Systems Engineer/in?
Nach dem Master bleibt Lernen Pflicht: Kompaktkurse in Projektmanagement, Softwareentwicklung, elektrischer Mess-, Steuer- und Regeltechnik oder Forschung & Entwicklung halten dein Wissen frisch. Weiterbildungen in Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau oder Verfahrenstechnik eröffnen dir zusätzliche Einsatzfelder.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Systems Engineer/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Promotion im Systems Engineering, in der Produktionstechnik oder in der Mechatronik. Danach qualifizieren dich eine Habilitation oder eine Professur für leitende Aufgaben in Forschung und Lehre. Im Unternehmensumfeld verschafft dir außerdem die Weiterbildung zum/zur REFA-Ingenieur/in Industrial Engineering gute Chancen auf Führungspositionen.
